Es ist richtig, dass es aktuell noch große Lücken gibt, besonders im ländlichen Raum. Dennoch zeigen die Zubauzahlen das es vorwärts geht.
Nun, die vonmir genannten Ladestationen die nicht mehr verfügbar sind, sind übrigens auch in der Liste enthalten. Aber dort kann man nun mal nicht laden. Zumindest nicht mehr oder nur zeitweise.
In Zeiten hoher Kosten suche ich die günstigste Möglichkeit der Mobilität mit dem Auto.
Mein LPG-Duster (8,60€/100km) hat sich leider von der Spar zur Kostenfalle für mich entwickelt.
Das ist natürlich bitter für dich. Mein Neuer, der Ende Juni bis Mittte Juli kommen soll, hat LPG-Ausrüstung. Das hat sich bei mir als günstigste Alternative herausgestellt. War bei meine Sandero vor 8 Jahren + auch so.
Mit dem aktuellen Markt hast du dich anscheinend nicht ausreichend auseinandergesetzt.
Oh doch! Das mache ich bereits seit ein paaar Jahren. Aber: Für ausreichend große E-Fahrzeuge muss man schon mehr als einen schmalen Taler blechen. Am Ende ist das auch nicht billig, da sich die Preise von Ladesäule zu Ladesäule stark unterscheiden. Und drölvenneinzig Netzkarten mag ich mir auch nicht zulegen.
Jede Große industrielle Umstellung (wie damals vom Pferd zum Auto) ist ein Geschäftsmodell.
Aber was wäre denn die Alternative für dich, technologisch stehen bleiben?
Hier geht es nicht um eine industriellle Umstellung!
Zu Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in New York eine Zeit lang mehr E-Taxis als welche mit Verbrenner. Das Geschäftsmodell funktionierte damit sogar. Bis, ja bis die Verbrenner deutlich einfacher in der Bedienung wurden. Die Spritpreise waren damals auch lächerlich niedrig. Die Verbräuche waren auch gering. Der Wirkungsgrad der Motoren spottete trotzdem jeder Beschreibung.
Technologisch stehen bleiben? Nö, da gibt es durchaus Fortschritte bei den heutigen Autos. Was den "Fortschritt" angeht. Ich betreibe E-Antriebe bereits seit den 70ern. Das meiste hat sich im Bereich Akku getan. Nur leider sind die auch immer teurer geworden. Und Umweltschädlicher.
Was das Beladen mit Kraftstoff im weitesten Sinne angeht: Bertha Benz hat bei der ersten Überlandfahrt der Geschichte ihr Benzin noch in einer Apotheke kaufen müssen.
Gefühlt erweist sich die Suche nach Ladestationen heutzutage ähnlich schwierig. Jedenfalls nach brauchbaren Lademöglichkeiten in mittelgroßen Städten. Auf dem Land ist das zumeist vollkommen illusorisch. Als Laternenparker ist das alles ohnehin ziemlich schwierig und zumeist unpraktikabel. In manchen Gegenden mag das ja hinhauen. Bei mir leider nicht!
Ach ja:
Wie sagte Harald Lesch vor ein paar Jahren noch? "Das sind nur Autos für Millionäre, nicht für Millionen."
Wo soll übrigens der ganze Strom herkommen? Aus Wind- und Solarkraft? Lachhaft! Besonders Nachts ist da nix mehr. Dunkel! Und der Wind schläft zumeist auch fast vollständig ein.
Bei einem landesweiten Energiebedarf von ca. 500 - 560 Terawattstunden pro Jahr käme der Strom für E-Fahrzeuge noch oben drauf. Das schaffen unsere Netze nicht mal ansatzweise! Frag mal Leute, die sich damit auseinander setzen (müssen). Der Netzausbau um das zu erreichen würde einen kompletten Umbau der Republik bedeuten. Ergo: Umbau ganzer Städte im Lande. Ganze Stadtteile müßten weichen und neu errichtet werden. Investitionen in Trilliardenhöhe wären erforderlich!
E-Mobilität klingt erst mal toll. Die Realisierung ist daher nur der feuchte Traum der Jünger der Klimakirche und ist selbst in 50 Jahren nicht machbar. Als Alternative taugt das somit (noch) nicht wirklich!
Das wir mittelfristig von den fossilen Energieträgern weg müssen sollte jedem klar sein. Die Vorräte sind nun mal endlich. Noch hat aber niemand vernünftige Lösungen präsentieren können.
Es bleibt spannend!