Assistenzsysteme sinvoll, oder tödlich ?

Ohne ABS würden die blockierenden Vorderräder über den Schnee rutschen und das Fahrzeug ließe sich nicht mehr in eine andere Richtung bewegen
Dafür gab es die Möglichkeit des Stotterbremsens, quasi ein hirngesteuertes ABS, wenn man so will.
Ein Zeitraum von nicht ganz 50 aber immerhin 45 Jahren seit den ersten ABS.
Danach kam aber lange Zeit außer dem Airbag nichts Wesentliches mehr dazu, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht.
 
Mit ABS kann man während einer Vollbremsung dem Hindernis ausweichen.
ich gebe dir mit den Assis grundsätzlich Recht. Soll halt jeder seine Meinung haben. Wenn man Assis allgemeingefährlich findet, oder selber angeblich solche Situationen erlebt hat, warum @transarena hast DU denn nicht geklagt, wenn dich wundert dass es keiner getan hat?

Davon ab: bei einem Sicherheitstraining, damals mit meinem alten Mondeo, hat das mit dem Lenken und Bremsen mit ABS NICHT funktioniert. Ich war relativ entsetzt, der Instruktor meinte nur lakonisch: „gibt halt Autos wo das so ist. Deshalb ist so ein Training mit dem eigenen Wagen wixhtig, damit man weiss was der tut…“. ABS war aber NICHT defekt.
 
ich gebe dir mit den Assis grundsätzlich Recht
Da bin ich bei Dir, aber unausgegorene oder überflüssige Dinge sollten nun mal nicht ins Auto. Da es die verschiedensten Assis gibt, greift die Überschrift des Fadens "sinnvoll oder tödlich?" für Assis allgemein zu sehr ins Extreme. "Sinnvoll oder unnötig?" wäre aus meiner Sicht die passendere Frage an dieser Stelle. Keine Frage, früher ging es auch ohne Assis, dennoch ist mit Sicherheit nicht alles unnötig oder sinnlos, was heute angeboten wird oder Vorschrift ist.
 
Es könnte doch so einfach sein: Manuelles (und dauerhaftes) Aktivieren bzw. Deaktivieren und fertig. Soll doch Jeder für sich entscheiden. So wie bei meinem 22er Jogger den vermaledeiten Toter-Winkel-Warner oder Spurhalteassistent.

Frage: Welche dieser Unfälle hätten durch die modernen Fahrasdistenzsysteme verhindert werden können?

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(Quelle Statista.com)

Frage: Welchen Anteil an den rückgehenden Todesfällen hat die fortschreitende Medizin?
 
Es könnte doch so einfach sein: Manuelles (und dauerhaftes) Aktivieren bzw. Deaktivieren und fertig. Soll doch Jeder für sich entscheiden. So wie bei meinem 22er Jogger den vermaledeiten Toter-Winkel-Warner oder Spurhalteassistent.
Vorgeschriebene Sicherheitssysteme die man dann wieder dauerhaft abschalten kann, sind wohl nicht der Sinn der Sache. Der Schutz der Mitmenschen ist kein Wunschkonzert !

Frage: Welche dieser Unfälle hätten durch die modernen Fahrasdistenzsysteme verhindert werden können?
Es handelt sich nicht um eine Unfallstatistik, sondern um eine Umfrage, zu den gefühlt wichtigsten Unfallfolgen.

Anyway:
- Überhöhte Geschwindigkeit kann ein Assi zumindest dort verhindern, wo sie nicht mit Absicht erfolgt
- Zur Alkoholdetektion gibt es Assis und bei Drogen kann der Aufmerksamkeitsassi helfen
- Bei Unaufmerksamkeit und Müdigkeit hilft der Assi
- Gegen zu geringem Abstand helfen der adaptive Tempomat und der Abstandsassi
- Gegen Abbiegeunfälle kann der Totwinkelassi helfen

Und was in der Grafik fehlt:
Der Assi kann gegen Sekundenschlaf helfen und Kollisionen mit Fussgängern und Velofahrern verhindern sowie die Fälle, wo ein Fahrzeug aus unerklärlichen Gründen auf die Gegenfahrbahn gerät.
 
Ich mache das nicht während der Arbeit, sondern in meiner Freizeit.
 
Ich freue mich schon auf die nächste Generation der Assistenzsysteme. Dabei stehen derzeit vor allem folgende Themen im Fokus:

- V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Everything). Autos tauschen dabei direkt Daten mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur aus.
- Assistent zur Verhinderung der Dooring - Unfälle
- Assistent gegen Pedalverwechslung
- Fahrerüberwachung bezüglich Drogenmissbrauch
- Aktive Erfassung des Strassenzustandes und der Umgebung und entsprechende Warnungen

Und selbstverständlich arbeitet man auch daran, dass die heutigen Assistenzsysteme besser und zuverlässiger werden.
 
Dann
oder der Moderator @Guescht macht einfach mal ein Schloss dran, weil sich hier zwei unvereinbare Positionen einen Battle liefern
Dann ist das wohl leider so!
Von Sicherheitssystemen wie ABS und ESP abgesehen brauche ICH und den ganzen bevormundenden Kram jedenfalls nicht und bin froh dass ich das so einfach über "myPerso" abschalten kann.
Vielleicht kaufe ich in ein paar Jahren anstatt einem neuen Auto besser ein neues E-Bike :cool:;) .
 
Das Problem ist nicht der Assistent, sondern seine Unausgereiftheit. Es ist - freundlich ausgedrückt - eine Frechheit, Dinge in Autos zu verbauen, die in vielen völlig normalen Situationen einfach nicht funktionieren. In meinen Augen ist das Fahrlässigkeit. Und darin besteht übrigens der Unterschied zu den Anfängen der Erleichterung/Assistenz im Auto.

- ABS hat funktioniert, als es in die Autos eingebaut wurde.
- Servolenkung und Einspritzung statt Vergasern ebenfalls.

Wir finden es inzwischen leider (!) normal, dass Geräte, Computerprogramme und zunehmend auch Autos nur so halb funktionieren, wenn wir sie kaufen. Wird schon ein Update geben, dann wird's besser...

Hersteller nehmen sich nicht mehr wirklich die Zeit, Dinge zu Ende zu entwickeln, dem Kostendruck, der bösen Konkurrenz aus China und verrückten Designern (Hauptsache, der Türgriff ist voll versenkt, ob im Falle des Unfalls das Auto zur Falle wird, ist Wurscht) sei Dank.
 
Ohne ABS würden die blockierenden Vorderräder über den Schnee rutschen und das Fahrzeug ließe sich nicht mehr in eine andere Richtung bewegen und man würde daher ungebremst auf ein Hindernis prallen.
So ein Quatsch!!!
Verantwortungsvolle Autofahrer haben vor Einführung des ABS die Stotterbremsung geübt und angewendet.
Beim Anwenden dieser Bremstechnik blieb das Auto auch ohne Elektronik lenkbar.
 
Ja, Assistenzsysteme verursachen selbst auch Unfälle, aber wenn sie mehr Unfälle vermeiden als selbst verursachen, dann haben sie ihre volle Berechtigung.
So eine Aussage ist moralisch äußerst bedenklich und nach meinem Dafürhalten unverantwortlich.
Wollen wir jetzt im zivilen Straßenverkehr Kollaterlschäden einführen?
Unzuverlässige Assistenzsysteme dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden.
Die Gegenrechnung von Kollateral-Unfällen und angeblich lebensrettenden Eingriffen, beruht wahrscheinlich auf der irrigen Annahme, dass jeder Eingriff eines Assistenzsystems ein Leben gerettet hätte. Fast jeder Unfall, der durch ein Assistenzsystem verhindert wurde (von Suizidversuchen wurde hier ja schon geschrieben) wäre auch bei aufmerksamer Fahrweise verhinderbar gewesen.
Die Ablenkung durch die Bedienung menügesteuerter Autos zusammen mit der trügerischen Sicherheit, die die Anwesenheit von Assistenzsystemen vermittelt, steigt das Unfallrisiko auf unseren Straßen.
 
Ich hatte letztens die Gelegenheit einen Megane E-Tech als Werkstattersatzwagen zu fahren, als mein Twingo 3 zu Wartung war. Dan konnte ich auch den Abstandstempomat ausprobieren. Ehrlich gesagt ist der mir zu dicht auf den Vordermann aufgefahren. Ich persönlich hätte gut eine Wagenlänge mehr Abstand gelassen. Wäre es mein Wagen, würde ich den Abstandstempomat nicht benutzen bzw. mich nicht daruf ausruhen.
 
So ein Quatsch!!!
Verantwortungsvolle Autofahrer haben vor Einführung des ABS die Stotterbremsung geübt und angewendet.
Beim Anwenden dieser Bremstechnik blieb das Auto auch ohne Elektronik lenkbar.
Richtig, aber das ABS ist nun mal die bessere Stotterbremse, weil es sehr viel schneller reagiert, sensitiver ist und eine höhere "Stotterkadenz" hat.
 
Wollen wir jetzt im zivilen Straßenverkehr Kollaterlschäden einführen?
Das haben wir doch bereits mit der Gurtpflicht, die in seltenen Fällen mehr schaden als nutzen kann.

Fast jeder Unfall, der durch ein Assistenzsystem verhindert wurde wäre auch bei aufmerksamer Fahrweise verhinderbar gewesen.
Korrekt, aber auch beim besten Berufsfahrer und selbst bei Formel-1-Piloten gibt es immer mal wieder Momente der Unachtsamkeit. Das ist menschlich und genau da kann moderne Sicherheitstechnik in die Bresche springen.

Die Ablenkung durch die Bedienung menügesteuerter Autos
Das hat die Industrie bereits erkannt und der Trend geht wieder hin zur haptischen Bedienung.

steigt das Unfallrisiko auf unseren Straßen.
Die Statistik sagt etwas anderes:

Hier der Vergleich des Bundesamtes für Statistik der Jahre 1991 und 2024, alles klar?

Unfälle mit Personenschaden je 1 Mrd. Pkw-km775,9473,1−39,0 %
Getötete je 1 Mrd. Pkw-km22,84,5−80,2 %
Unfälle mit Personenschaden je 100.000 Pkw1.047,4592,1−43,5 %
Getötete je 100.000 Pkw30,75,6−81,6 %

War früher wirklich alles besser oder nur in deinen Vorstellungen?
 
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