Erfahrungen mit dem Easy-R Getriebe

Houbey

Dacianer-Anwärter
Beiträge
17
Fahrzeug
Sandero 2 Stepw
Modell
Prestige-Luxe / FL
Motor
TCe 90
Baujahr
2019
Moin Dacianer! ✌️:giggle:

Ich möchte einmal dieses neue Thema starten. Ich bin gespannt, wie eure Erfahrungen mit dem Easy-R oder auch "ASG" Getriebe genannt, sind oder waren.

Wir fahren jetzt seit dem 01.08.2019 unseren Blacky, einen Dacia Sandero 2 Stepway FL TCe 90 mit dem besagten Easy-R Getriebe. Vielleicht erinnern sich ein paar noch an mich und meinen jährlichen Post, wo ich im alten Forum über unsere Inspektion bzw. Inspektion/TÜV berichtet habe. Unser Blacky war die ganzen Jahre immer sehr zuverlässig, bis auf das dieses Getriebe irgendwann begonnen hat zu ruckeln im Kriechgang. Selbst Raste 1 der Handbremse hat keine Besserung mehr gebracht. Bei unserer letzten Inspektion im August 2025 war es dann soweit... die Kupplung musste komplett erneuert werden. Zum neuen Kupplungssatz kam auch ein neues Schwungrad und noch ein Ausrücklager (war es glaube ich) was erneuert wurde. Das war die erste große Reparatur der Verschleißteile.

Unsere Erfahrungen sind trotz negativen Bewertungen anderer Dacia Fahrer und Fahrerinnen positiv gewesen. Da Getriebe schaltet vernünftig, auch wenn man mal das Pedal durchtreten musste, keine Probleme. Ja okay, ich gebe es auch zu, innerhalb der ersten Monate wo wir Blacky neu hatten, mussten wir 2 oder 3 mal ins CT, weil wir durch das ständige "Nicken" beim Schalten ein Schleudertrauma bekommen haben, aber mittlerweile gewöhnt man sich daran. :ROFLMAO:

Dennoch würden wir uns kein Easy-R mehr wieder kaufen, weil dieses Getriebe einfach zu teuer wird, da man damit rechnen muss, alle paar Jahre die Kupplung zu erneuern und dann auch das Schwungrad und dieses Ausrücklager. Letzten beiden sind sehr teuer, da anscheinend nur als Originalteil verfügbar.

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Easy-R? Bin gespannt, was ihr zu berichten habt.
 
Hallo, bei wieviel Kilometer hast Du die Kupplung wechseln müssen?

Ich habe das Easy-R seit 2016 und jetzt 100000 Km. Mit den Problemen habe ich mich arrangiert. Es gibt gute und schlechte Tage. Bei Feuchtigkeit ist es schlimmer. Stau und Stop and go mag es gar nicht.
An Kreuzungen und Ampeln mach ich immer den Wählhebel in Neutralstellung. Das ist vergelichbar um nicht mit dem Fuss auf dem Kupplungspedal zu stehen.
Sonst bin ich damit zufrieden. Ich habe mich ja bewust dafür entschieden.
Fahren will ich den Dacia eigentlich bis das der Tüv uns scheidet.

Grüße
 
Da wir nur relativ wenig im Jahr fahren, haben wir seit 2019 bis heute etwa 46.000 km gefahren.

Das Problem mit dem damaligen Ruckeln fing schon nach kurzer Zeit nach Kauf an. Anfangs ging es aber noch und wie du berichtest, gab es mal gute und schlechte Tage. Wenn er warm war, wurde es gefühlt besser, aber bei Stau und Stop and Go war es echt heftig teilweise.

Wir haben uns nach dem erneuern der Kupplung jetzt gesagt, wir müssen anders anfahren, direkt weniger im Kriechgang fahren und mehr direkt mit dem Gas spielen, dass er gar nicht mehr so lange anfängt zu rollen. Könnte das den Verschleiß minimieren?

Mit dem Schaltknüppel auf N mache ich mittlerweile auch an Ampeln und ziehe ggf. ein bisschen die Handbremse an auf Raste 2 oder so. Ich hab bestimmt das Glück, das mir das Seil irgendwann noch reißt. :ROFLMAO:

Hast du das bei dir auch mal mit der Handbremse und Raste 1 versucht wenn du rangierst? Bei uns hat das nicht mehr geklappt den Kriechganz zu unterbinden, da der Kupplungsverschleiß zu weit fortgeschritten war.
 
Da wir nur relativ wenig im Jahr fahren, haben wir seit 2019 bis heute etwa 46.000 km gefahren.
Wir hatten mit unserem Easy-R 50.000km weg, als er letztes Jahr für den Stepway III CVT wegging. Es wundert mich, dass Du bei ca. identischer Laufleistung schon Teile des Getriebes und der Kupplung wechseln musstest. Bis auf die vielfach geschilderten Ruckeleien beim Anfahren und Rangieren schaltete das Getriebe vom 2. Gang an immer sanft und komfortabel durch alle Gänge - auch bei Kickdown. Auch der Übergang vom 1. zum 2. Gang war nicht ruppig, aber die Kraftunterbrechung war hier deutlich spürbar, wenn es flott vorangehen sollte. Die Neutral-Stellung wurde an Ampeln, im Staus etc. nie eingelegt. Hatte man genügend Zeit beim Anfahren und ließ den Wagen nach Lösen der Bremse im Kriechmodus selbständig anrollen und gab dann leicht Gas ging das ohne Ruckeln von sich. Problem: Wann hat man an Ampeln z.B. diese Zeit? Man war also in der Regel zu früh am Gas, um nicht zum Verkehrshindernis zu werden. Die Betriebsanleitung wurde also in dem Punkt oft mit den bekannten Folgen "missachtet". Musste man nach dem lt. BA vorschriftsmäßigen Anfahren allerdings sofort wieder in Bremse steigen, kam es zum Teil zu heftigem Ruckeln, wenn man nicht blitzschnell in die Neutralstellung umschaltete. In dem Punkt war die Software offenbar nur bemüht, das Abwürgen des Motors durch ständiges Ein- u. Auskuppeln zu verhindern. Das Anfahren am Berg lief dank Berganfahrhilfe erstaunlicherweise immer problemlos ab. Das hatte die Software also voll im Griff. Beim Rangieren sind wir immer gut damit zurechtgekommen, durch Ziehen der Handbremse bis zur ersten Zacke den Kriechmodus zu deaktivieren und mit leichten Gasstößen zu arbeiten.
Könnte das den Verschleiß minimieren?
Ich glaube nicht, denn die werden die Getriebesteuerung nicht auf Verschleiß getrimmt haben. Wenn man sich wann immer möglich an die BA hält, sollte kein übermäßiger Verschleiß entstehen.
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