ID Polo Trend ist bestellbar 25K minus Förderung

Das Problem ist, dass die von @Duster-Fan gesehenen günstigen E-Autos eine Fata Morgana sind. Wenn man näher kommt, lösen sie sich in Nichts auf. Sonst wären sie schon längst alle weggekauft und auf der Straße zu finden.
Ich habe keine günstigen Autos gesehen, sorry, wenn das falsch rüber kam. E-Autos haben in den ersten drei Jahren einen sehr hohen Wertverlust, annähernd 50%. Warum sind sie nicht weggekauft? Vielleicht traut man den Akkus (noch) nicht? So ein Exemplar bin ich nämlich :unsure::)
 
Was ich bisher so gesehen habe sind E-Autos zum halben Listenpreis. Da die Vorbesitzer oder Autohäuser (Tageszulassungen) sich die Förderungen vorher eingestrichen haben sind die Fahrzeuge m.M. nach als Gebrauchtwagen gar nicht so günstig. Der Spring war in Belgien neu zeitweise für 11k erhältlich. Gibt es den jetzt irgendwo für die Hälfte?
Hab vor einigen Tagen dieses (Verkaufs)Video gesehen: Jahreswagen mit 8000km für knapp 14k. Ist das günstig?
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Da die Prämie abgegriffen wurde und das Auto50% Wertverlust hat, (vom vollen Preis kalkuliert), "scheinen" sie nicht mehr günstig zu sein.
 
Nach meiner Berechnung schafft der Trend mit 116 PS und 37 kW/h Akku bei 130 km/h Autobahn weniger als 150 km Reichweite.
Das ist indiskutabel. Wer kauft so einen Wagen?
All die vielen Leute die täglich nicht mehr als 30 - 40 km mit dem Auto zurück legen und zu Hause laden können oder auch Pendler, die bis zu 100 km ein Weg fahren und auch in der Firma laden können. Zudem fährt nicht jeder 130 auf der BAB, es gibt auch solche die es mit 100 - 110 gemütlicher angehen.
 
Was gerne bei diesen Reichweitenbetrachtungen vergessen wird: 150 km Reichweite sind eine Richtung.
Du kommst an und der Akku ist leer. In einer Dir fremden Stadt beginnst Du nach funktionierenden und freien E-Zapfsäulen zu suchen. Sonst kommst Du halt nicht nach Hause.
Jede Fahrt ein Abenteuer? Sorry, nix für mich. Mein Eco-G hat ne Reichweite Benzin + LPG von über 1.000 km, also 500 km eine Richtung.

Wenn eine Verkehrsdurchsage kommt "Bee-boo-beep Achtung, die A99 in Höhe Rödelsheim ist wegen eines Unfalls in Richtung West gesperrt, bitte nutzen Sie die 40 km längere Umfahrung über die L77!" juckt mich das nicht. Und ich schmunzle bei dem Gedanken an die E-Fahrer denen der Schweiß auf die Stirn tritt weil sie ihre Rest-Reichweite überschlagen.
 
Was gerne bei diesen Reichweitenbetrachtungen vergessen wird: 150 km Reichweite sind eine Richtung.
Nein, dass ist die Entfernung, nach dessen Überbrückung der Akkustand = 0 ist. Davon muss man immer seine persönliche Sicherheitsreserve für Stau, Umleitung, etc. abziehen. Nehmen wir an, meine Sicherheitsreserve wären 30 km und ich wollte das nächste Mal unbedingt wieder zuhause laden, dann könnte ich mit einer Reichweite von 150 km ein Ziel in 60 km Entfernung erreichen. Wäre das Ziel 65 km weit, müsste ich unterwegs irgendwo 10 km nachladen.
 
Das ist auch die Aussage von @HyperCube .
Nicht jeder kann beim Arbeitgeber den Strom schnorren/umsonst einspeisen. Also bleibt die Kundschaft für den Trend übersichtlich.;)
 
Das ist auch die Aussage von @HyperCube .
Nicht jeder kann beim Arbeitgeber den Strom schnorren/umsonst einspeisen. Also bleibt die Kundschaft für den Trend übersichtlich.;)
Die durchschnittliche Pendlerstrecke in Deutschland beträgt laut Google aktuell 17,2 km, also ganz viel Potenziel für günstige E-Autos mit kleinen Akkus. Wenn die auch für Menschen ohne Erspartes günstiger sind als Verbrenner, ist der Tipping Point erreicht. Das ist ja, wogegen unsere Automobilindustrie die letzten 15 Jahre lobbyiert hat. Jetzt haben sie kein Produkt, mit welchem sie konkurrieren können.

Letztens noch einem Interview gelauscht, wo ein Journalist aus einem Hintergrundgespräch aus dem Jahre 2018 berichtete, wie hochnäsig die Manager waren und erklärten, wenn sie dann müssten, hätten sie alle notwendigen Pläne in der Schublade. Pustekuchen! Sehenden Auges die Entwicklung verpennt.

Unsere „german Reichweitenangst“ ist ja nicht einfach so entstanden, die ist uns über all die Jahre geschickt suggeriert worden.
 
Ach so, Strom schnorren: ich erlebe immer wieder Diskussionen, wo Arbeitgeber erklären, sie würden ihren Mitarbeitern lieber den Strom aus der PV-Anlage kostenlos zum Laden anbieten als ihn vergüten zu lassen, aber die Abrechnungsmodalitäten (Zähler, Buchhaltung) würden dem entgegenstehen. Das stimmt nicht mehr, es geht völlig unbürokratisch und ohne geeichte Zähler. Es werden künstlich Ammenmärchen (alle erzählen es, so entsteht der Eindruck, es wäre ein Fakt) am Leben erhalten.

Wahnsinn, wie mühselig es ist, immer und immer wieder gegen dieses ruinöse Verharrungsvermögen anzutreten.
 
@Intrepid ,
"Unsere „german Reichweitenangst“ ist ja nicht einfach so entstanden, die ist uns über all die Jahre geschickt suggeriert worden."
Erzähle das den Käufern von Gas Fahrzeugen, die unbedingt die Reichweite von 1500km haben wollen und nur kurze Strecken fahren.
Ein Urlaub ohne Anhänger oder WoWa (keine Anhängerkupplung) . Vierradantrieb?

Werbung kann vieles erreichen.
Die Frage ist: Benötige ich es wirklich?;)

Ja die Manager von 2018 gibt es glaube ich nicht mehr....
 
Will ich denn wirklich ein Auto für über 20.000 € kaufen, mit dem ich meine tägliche Pendlerstrecke und Einkäufe bewältigen kann, das aber sonst praktisch nutzlos ist? 150km maximale Reichweite bedeutet Zwischenladestopps alle 100km.
Es wird sicherlich Menschen geben, die mit dem Polo mit der 37Kwh Batterie glücklich werden.
Für mich ist ein Fahrzeug mit so wenig Reichweite einfach kein vollwertiges Auto.

Am Wochenende spontan einen Ausflug in die Berge.
Oder meine Schwester besuchen die in gut 200km Entfernung lebt.
Geht beides noch, wäre aber lästig, weil ich irgendwo zwischenladen müsste.
Ein bis zweimal im Jahr fahre ich mehrere 100km mit dem Auto in Urlaub.
Eine Strecke von 1000km wird mit dem 37Kwh Polo wohl niemand ernsthaft in Erwägung ziehen, mit dem Verbrenner steige ich ein und fahre los, ohne mir über Routenplanung auch nur besondere Gedanken zu machen.

Mit meinem 19.000€ Sandero, kann ich eben auch problemlos längere Strecken mit 160kmh Tempomat auf der Autobahn fahren und damit zügig längere Strecken zurücklegen.

Die Wirtschaftlichkeit muss jeder für sich durchrechnen. Mein Sandero kommt auf den ersten 1400km im Schnitt auf knapp 7L/100km LPG, was derzeit ca. 7,50€ entspricht. Wenn der ID Polo in der Praxis auf ca. 16KWh kommt (bei den ID3 von der Firma habe ich eher 20Kwh in Erinnerung) lande ich bei einer Ladung an der Steckdose bei ca. 5,60€. Muss ich an einer Schnelladesäule für 59ct laden bin ich bereits bei 9,44€.
 
Will ich denn wirklich ein Auto für über 20.000 € kaufen, mit dem ich meine tägliche Pendlerstrecke und Einkäufe bewältigen kann, das aber sonst praktisch nutzlos ist? …
Du offensichtlich nicht, andere schon. Bisher fehlte ein Angebot. Die deutschen Hersteller haben es wegargumentiert und fürchten jetzt, den Markt zu verlieren, wenn andere ein Angebot schaffen. Woher die Angst, wenn man vorher behauptet hat, will keiner?

Übrigens gibt es auch andere Möglichkeiten, über lange Entfernungen mobil zu sein. Man braucht dafür kein eigenes schnelles Auto mit großer Reichweite. Mir reicht es, bis zum nächsten Bahnhof oder Flugplatz zu kommen und dort steige ich dann um.

Ich wohne ländlich, deshalb ist für die ersten Kilometer ein Auto sehr nützlich. Würde ich in einer Metropole mit 24/7 ÖPV wohnen, könnte es weg.


Wie kommen wir jetzt zurück zum Thema? Ach so, genau: ein preisreduzierter ID Polo mit kleiner Batterie macht durchaus Sinn!
 
Zuletzt bearbeitet:
Versteh die Strategie beim Polo nicht! Ist es margenrechnerisch so schlecht ne 54 kw Baterie reinzudonnern und dann ne reale Reichweite von 300 Kilometern (siehe Kona) zu haben???

Klar wenn man nur pendelt UND zuhause laden kann, dann mag das gehen. Aber so kaufen die meisten Deutschen ihr Auto nicht!

Der normale Deutsche brauch jetzt nicht die 1000 Kilometer Reichweite! Ich glaube die meisten wären mit der Hälfte zufrieden. Denn das ist dann doch ne Frage des Comforts! Und die Zeiten wo alle Einfamilienhaus mit 2. Wagen haben, sind auch vorbei!
Wir brauchen als ETW Besitzer ein Auto was alles kann! Das heißt nicht 1000 Kilometer am Stück, aber Golf Variant Klasse mit echten 300 - 500 Kilometern!
Das kann doch nicht so schwer sein einen „echten“ Volkswagen zu bauen, der bezahlbar ist, der den Hilti Außendienstmitarbeiter genauso glücklich wie die 4 köpfige Familie macht, dazu ein bischen am Patriotismus gedreht und schon haben wir ein Auto was wie geschnitten Brot verkauft wird!

Aber nein, ein Polo mit 150 Km Reichweite, während ein Dolphin Surf mit LFP Akku in der gleichen Fahrzeugklasse schon locker die 300 Kilometer schafft besser ausgestattet ist und mittlerweile auch BYD Service in der Nähe bietet!

VW?? Thema verfehlt setzen 6! Statt dem Trend zu folgen, hätte man gegen den Trend handeln sollen…
 
@daciamorra ,
solange das Land und die Gewerkschaften den Laden leiten wird nichts gescheites rauskommen, außer bessere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Oder Bürgergeld für die Familien.
Da sich neben arabischen Staaten auch China bei MB eingekauft hat, läuft es da auch nicht mehr...(Taktik)?
 
… Klar wenn man nur pendelt UND zuhause laden kann, dann mag das gehen. Aber so kaufen die meisten Deutschen ihr Auto nicht! …
Konsument und Anbieter bilden eine auf sich abgestimmte Einheit. Wäre der ÖPV besser ausgebaut, kämen viel mehr Menschen mit einem günstigen kleinen Auto zurecht, welches sie zu jeder Zeit zum nächsten Fernbahnhof bringt. Und jetzt schau Dir den Zustand des deutschen Schienennetzes an, es macht uns zur weltweiten Lachnummer? Noch Fragen?

Die Zulieferindustrie sucht nach Alternativen, für wen sie produzieren kann. Wirtschaft ist im Unterschied zur Politik handlungsfähig und schnell, es wird ihr gelingen. Und dann sind wir wieder ein freies Land ohne die klassische Autoindustrie. In NRW gibt es mittlerweile mehr Beschäftigte in den sogenannten Greentech-Sparten als seinerzeit in der Montanindustrie. Läuft!
 
Zuletzt bearbeitet:
stimmt, wir produzieren sehr viele Lastenfahrräder...
Der moderne "Kram" wird im Ausland produziert und sichert dort die Arbeitsplätze.
Das Bewusstsein, dass hier mit jeder Kaufentscheidung auch die Arbeitsplatzsicherheit im Inland gesichert werden könnte fehlt vollkommen.;)
 
Zurück
Oben