Kleinwagen gestern & heute, Kosten & Zukunft

Na klar doch, Brüssel ist immer an allem Schuld. Auch an der Unfähigkeit und der fehlenden Weitsicht der ehemals erfolgsverwöhnten Deutschen Automobilindustrie, die sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausruhen wollte.
 
Nicht schwer zu erahnen, ich arbeite an einer Stelle, wo beides entwickelt und die Regeln dafür konzipiert werden, sowohl für den Luft- als auch den Straßenraum der Zukunft. Das ferne Ziel ist die All Electric Society. Und schade, dass wir uns in Europa so schwer tun und nicht vom Gewohnten ablassen können. Andere sind da leichter zu überzeugen und nehmen schneller die neuesten Entwicklungen an.

Um es auf eine Formel zu bringen: so lange es innerhalb des Campus einer Universität bleibt, darf für viel europäisches Geld daran geforscht und entwickelt werden. Sobald sie aber droht, unser tägliches Leben zu verändern, verbannen wir die neue Technik ins Silicon Valley oder nach China. Von dort kaufen wir die resultierenden Produkte dann für teuer Geld als Konsumenten ein und verdienen tun die anderen.

Nachtrag: Wir haben noch nicht verstanden, dass wir den Fortschritt nicht aufhalten können. Und deshalb gelingt es uns auch nicht, daran zu partizipieren. Anstelle dessen beschimpfen wir die letzten, die sich noch für Fortschritt Made in Europa einsetzen. Und dieses rückwärts gerichtete Verhalten framen wir als "Technologieoffenheit".
 
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Hat sich das Auto durchgesetzt, weil es von der Politik subventioniert oder Pferdefuhrwerke verboten wurden?

EU-Politik glaubt heute, ebenso wie der "besorgte Bürger", man könne mit staatlichen Eingriffen alles regeln. Das geht leider gerade gewaltig nach hinten los. Mal sehen, ob es bei manchen doch noch klingelt. Ich glaub's nicht.
 
Nachtrag: Wir haben noch nicht verstanden, dass wir den Fortschritt nicht aufhalten können. Und deshalb gelingt es uns auch nicht, daran zu partizipieren. Anstelle dessen beschimpfen wir die letzten, die sich noch für Fortschritt Made in Europa einsetzen. Und dieses rückwärts gerichtete Verhalten framen wir als "Technologieoffenheit".
Ich kann Kommentar #159 und #162 gar nicht oft genug liken.

Es ist mir unbegreiflich wie die Gesellschaft hier im DACH-Raum sehenden Auges in der Irrelevanz verschwinden möchte, weil „das hat man schon immer so gemacht“ nicht mehr länger funktioniert, man aber von dieser inneren Einstellung einfach nicht weg möchte.
 
EU-Politik glaubt heute, ebenso wie der "besorgte Bürger", man könne mit staatlichen Eingriffen alles regeln.
Kann man doch auch. So z.B. die fortschreitende Deindustialisierung in Europa. Ganz gleich welcher Industriezweig, ob Pharma, Elektronik, Mobilität usw., alles geht ins ferne Ausland, China, USA. Irgendwann ist dann Europa ein Arbeiter- und Bauernstaat, bestehend aus Landwirtschaft, dafür aber CO2-Neutral.
 
… EU-Politik glaubt heute, ebenso wie der "besorgte Bürger", man könne mit staatlichen Eingriffen alles regeln …
In anderen Regionen unserer Erde funktioniert es: fünf Jahre Elektromobilität fördern und damit die Weltmarktführerschaft erlangen hat von 2021 bis 2025 in China prima geklappt. Man muss es nur ohne angezogene Handbremse und fokussiert machen. Danach überlässt den Bereich anschließend sich selbst und widmet die öffentliche Unterstützung der nächsten Innovation.
 
In anderen Regionen unserer Erde funktioniert es
Da gibt es mit Sicherheit nicht die ausufernde Bürokratie wie hier.
Man bedenke: Das Bundeskanzleramt hat ungefähr die gleiche Bürofläche wie das Weiße Haus in Washington. Platzt jedoch aus allen Nähten. Wird deshalb um die gleiche Bürofläche wie jetzt vorhanden erweitert.
 
In anderen Regionen unserer Erde funktioniert es: fünf Jahre Elektromobilität fördern und damit die Weltmarktführerschaft erlangen hat von 2021 bis 2025 in China prima geklappt. Man muss es nur ohne angezogene Handbremse und fokussiert machen. Danach überlässt den Bereich anschließend sich selbst und widmet die öffentliche Unterstützung der nächsten Innovation.
Und wozu? Wenn Elektromobilität die bessere Technik ist und keine bürokratischen Hürden vorhanden sind, wird sie sich durchsetzen. Wenn nicht, war sie auch nicht das bessere Angebot. Alles andere ist Planwirtschaft und Ideologie. Oder kommt jetzt das Klima-Argument?
 
EU-Politik glaubt heute, ebenso wie der "besorgte Bürger", man könne mit staatlichen Eingriffen alles regeln. Das geht leider gerade gewaltig nach hinten los. Mal sehen, ob es bei manchen doch noch klingelt. Ich glaub's nicht.
Nicht die EU sondern eine technikfeindliche, innovationshemmende, investitionsfeindliche, bequeme, träge, erfolgsverwöhnte, selbstgefällige und selbstherrliche Gesellschaft führt zum Untergang in Europa. Deutschland war einst führend in den Bereichen Solaranlagen, Windtechnik, Elektrotechnik und Wärmepumpen und hätte zum weltweiten Technologie- und Marktführer im Bereich der Umwelttechnologie werden können, oben genannte Eigenschaften haben das verhindert, die Asiaten sind noch so gerne in die Bresche gesprungen.

In meinem Studium hat sich schon vor 45 Jahren ein bekannter VWL-Professor dahingehend geäussert, dass die Europäer in Zukunft wohl in Asien als billige Gastarbeiter TShirts nähen werden. Und vieles deutet leider darauf hin, dass er richtig lag.
 
… Wenn Elektromobilität die bessere Technik ist und keine bürokratischen Hürden vorhanden sind, wird sie sich durchsetzen …
Sie setzt sich durch. Nur leider profitiert Deutschland nicht davon. Das war ja die Ausgangslage für die Diskussion. Deutschland profitiert nicht, weil sich seine Bewohner gegen die bessere Technik zur Wehr gesetzt und bürokratische Hürden erfunden haben. Dazu angestachelt wurden sie durch gezielte über Jahrzehnte geführte mediale Kampagnen.

Die Professoren an den deutschen Universitäten erzählen den angehenden Ingenieuren immer noch, Batterien seien für den MIV (motorisierten Individualverkehr) ungeeignet. Kein Wunder, dass die Automobilhersteller mittlerweile Forschung und Entwicklung in ferne Länder verlagern.
 
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Deutschland profitiert nicht, weil sich seine Bewohner gegen die bessere Technik zur Wehr gesetzt und bürokratische Hürden erfunden haben. Dazu angestachelt wurden sie durch gezielte über Jahrzehnte geführte mediale Kampagnen.
Seine Bewohner? Das nennt man Markt. Man kann eine Technik nicht einfach Leuten überstülpen. Jedenfalls nicht ohne Zwang und Verbote. Wenn der Kunde kein E-Auto will, ich übrigens auch nicht, dann wird er seine Gründe dafür haben. Verschwörungstheorien über mediale Kampagnen halte ich für völlig abwegig, angesichts der geschürten Klimapanik.
 
Hast Du nicht in #128 noch geschrieben "Letztendlich wird sich das durchsetzen, was die Gesellschaft, Industrie und Politik als sinnvoll und verhältnismässig betrachten"? Und warst Du nicht derjenige, der hier eben noch verteidigt hat, wenn Gesetze "zum Wohle aller" auch gegen den Mehrheitswillen durchgesetzt werden?

Wer ist also jetzt dieser ominöse Typ, der "den Leuten" erzählt, sie sollen Verbrenner kaufen? Hast Du nicht auch einen Verbrenner?

Das wird mir echt zu platt hier, das war mein Wort zum Samstag, ich denk ich bin erst mal raus. Schönes Wochenende Euch.
 
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