Korrosions und Unterbodenkonservierung

pfleger001

Dacianer-Fahrer
Beiträge
20
Fahre seit 6jahren jetzt den 2ten steppy und bin eigentlich rundum zufrieden. Nur eines stört mich, der Unterbodenschutz ist mangelhaft. Mein AH macht von sich aus diesen beim Neukauf selbstständig drauf. Also Radläufe und Unterboden werden vor Fahrzeugübergabe kostenlos mit Unterbodenschutz besprüht und konserviert. Ich habe jetzt noch nachträglich in meiner Lackiererei eine Hohlraumversiegelung machen lassen. Die haben mir noch Fotos gezeigt von dem inneren der Türen, da ist garnichts als Schutz aufgebracht. Also Schaden kann diese Versiegelung nicht, ich muss dazu sagen ich wohne im Schwarzwald da wird im Winter gestreut was das Zeugs hält. Ich habe dann auch gleich die hintere Achse mitmachen lassen, beim ersten steppy sah diese nach 2jahren schon aus als wäre der steppy 10jahre alt. Ich finde aber bei einem Auto von über 20.000euro 2026er steppy kann ich doch mehr Rundumschutz erwarten. Habe dies mal so an Dacia geschrieben, ob sie es überhaupt lesen ist ein andres Thema. Beim Neuen sollen ja die Türen unten nicht mehr lackiert sein laut eines Videos bei you tube. Das kann ich eigentlich nicht glauben, bei meinem passt soweit alles unterrum an den Türen. Was sind eure Endrücke zwecks Korrosion und Unterbodenschutz? grüsse Pfleger
 
Hallo.
Das Thema Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung hat meines Erachtes schon Ende der 80er Jahre stark nachgelassen, auch im hochpreisigen Segment.
Ich empfehle jedem sein Fahrzeug nachträglich zu konservieren, bzw. konservieren zu lassen.
Wichtig ist auch die Vorarbeit falls schon Rostansatz besteht.
Hab meinen 2008er Logan MCV im Jahr 2018 als Frontschaden erstanden. Beim Abbohren des Schlossträgers war da schon Rost an den Schweißpunktverbindungen zu sehen.
Im Laufe der Jahre habe ich die Schweller, Radläufe von innen (kofferraumseitig), Längsträger und Achsen aufgearbeitet und mit Mike Sanders Hohlraumwachs versiegelt. Letztes Jahr habe ich sogar die Türrahmen und den Dachbereich mit FluidFilm behandelt.

Wenn die Hersteller das ab Werk durchführen würden, stiege der Preis und die Autos würden länger halten. Das ist meines Erachtens so nicht gewünscht.
 
Wieviel hast Du denn für die Hohlraumversiegelung bezahlt?
Und was wurde alles gemacht?
 
Bei meinen Fahrzeugen, egal ob Dacia oder andere, war ab Werk immer massig Unterbodenschutz aufgetragen, so dass ich ruhigen Gewissens jeweils auf eine zusätzliche Behandlung verzichtet habe. Rost war nie je ein Thema, obwohl ich nach dem Winter nicht einmal das Salz runterwasche.

Auch beim späteren Wiederverkauf/Eintausch hat sich nie jemand dafür interessiert, ob da was zusätzlich gemacht wurde oder nicht, ich hätte auch keinen Franken mehr oder weniger dafür erhalten.

Beim Kauf der Fahrzeuge habe ich mich interessenhalber jeweils nach einer Konservierung erkundigt und ausnahmslos die Antwort "reine Geldverschwendung" erhalten. Obwohl die AH das auch selbst im Angebot hatten, hat man mir jeweils davon abgeraten.
 
Meinen Dokker Kombi bekommt im Frühjar und im Herbst eine Dusche mit Leinölfirnis. Das Zeug kriecht überall hin und nimmt Feuchtigkeit auf und trocknet sie dann mit weg. Dauert einen Tag bis das Zeug trocknet und die Karre riecht dann wie Pommesbude, wenn der Auspuff warm wird. Habe das früher schon immer gemacht, zuletzt bei meinem Logan, den der Nachbar jetzt hat. Logan ist jetzt 19 Jahre alt und hat, außer an den Dopplungen der Türecken, keinen Rost. Wenn etwas runtertropft bei der Behandlung macht es nichts, ist ein Lebensmittel.
Wenn dir das Butterbrot auf die Erde fällt , holst du auch nicht die Umweltbehörde.:cool:
 
Ich habe nichts behauptet, lediglich mehrere AH zitiert.
Und nur weil du es bei allen Fahrzeugen schon immer so gemacht hast heisst das noch lange nicht, dass es sinnvoll oder nötig ist.
Klar, es hängt allenfalls auch davon ab, wie lange man ein Fahrzeug halten will, mein ältestes Fahrzeug das ich je besessen habe war 13 oder 14 Jahre alt.
 
Ich wollte hier auch nur mitteilen das Dacia die Preise nach oben treibt ,aber ansonsten spart. Hatte ein Dacia von 2021 und einen von 2024 keine Veränderung untenrum, aber kostet 6000euro locker mehr, ich weiss Assistsysteme ect trotzdem finde ich ,das Dacia das ruhig mal nacharbeiten darf und sollte. Ein Polo kostet etwas mehr, aber VW hat da ihre Hausaufgaben gemacht.
 
Die alten Dacias waren besser Konserviert. Ganz schlecht ist der Spring konserviert. Der kommt aber auch aus China. Ist ja eigentlich ein Dongfeng, wird nur umgeändert auf Dacia und Europa.

Man sollte also was tun.
Wer selber was macht:

Die haben alles und auch Anleitungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein MCV ist jetzt 9. An sich ist der Unterbodenschutz ganz ok, aber, die Hinterachse + Aggregateträger, waren schon ordentlich verrostet. Auf der Hinterachse ist so eine Art dickere Lackschicht aufgebracht, welche Risse bekommt und sich ablöst. Die Stellen wurden unkonventionell teilweise mit Hammerite oder Fett behandelt. Wenn es das Weiterrosten verhindert, hat es seinen Soll für mich erfüllt.

Die haben mir noch Fotos gezeigt von dem inneren der Türen, da ist garnichts als Schutz aufgebracht.
Hat VW am Golf V auch schon geschafft, weil die Geschäftsleitung ein paar Cent einsparen wollte. Ergebnis: In relativ kurzer Zeit durchgerostete Türen.
Die Qualität scheint im Allgemeinen immer schlechter zu werden, aber dafür kosten die Autos ja auch mehr ;)
 
Man kommt nicht drum rum selber was zu machen oder machen zu lassen, ich empfehle Fluid Film, dass hat Eigenschaften die gut einwirken, auch auf leichten Roststellen per Spraydose oder Druckluft einfach sprühen, auch beim Radwechsel machbar.

Was mich total störte war an der Vorderachse ein bereits beim Neuwagen rostender Achsträger.
Hinterradtrommel habe ich vorsichtig ebenso mit dem Fluidfilm und einem Pinsel eingestrichen und mit Lappen verrieben, weniger ist oft mehr.

Alle Innenseiten am Kotflügel habe ich einfach eingespritzt Türen und Heckklappe einfach an den kleinen Löchern ein paar Spritzer geben,
ich habe keine Roststellen nach dem dritten Winter.

Liebe Grüße
Tom
 
Passt gut hier her, Dacia Jogger, etwas über drei Jahre alt. In puncto Rost, kein gutes Bild:

"Unschön, aber leichter zu erklären waren die von beginnender Korrosion gezeichneten Stellen am Dacia Jogger, die sich allenthalben zeigten. So zum Beispiel an den Scharnieren rechts und links der Motorhaube, an den Innenseiten der Längsträger vorn rechts sowie zwischen dem Schlossträger. Auch an den Längsträgern und den Kotflügelaufnahmen waren erste Anzeichen von Rost zu erkennen. Das gleiche Bild gab es an den Längsträgern im Motorraum und den Schließbügeln der hinteren Türen. Grund sind – wie an vielen anderen Punkten – sogenannte Scher- und Scheuerstellen. Die gab es in unterschiedlicher Ausprägung auch an den Auflagepunkten der Heckanschlussbleche, am Anlagepunkt der Radhausverkleidung oder an den Radhausschalen. Hier vorzugsweise noch ohne Korrosion, aber zum Teil auf dem Weg dorthin."

"Wirklich überraschend war, dass das DEKRA-Team auch eine beginnende Korrosion an den Schweißnähten, an der Oberfläche und dem Träger am Unterboden des LPG-Gastanks feststellte. Zudem zeigte der Unterboden im Bereich der Benzintankaufnahme an mehreren Punkten eine beginnende Korrosion an Kanten und Schweißpunkten. Kein schönes Bild lieferten auch mehrere Spannschellen der Kühlmittelschläuche, die Halteschellen für die Klimaleitungen und die Auspuffhalter am Unterboden. In allen Fällen zeigte sich beginnende oder fortgeschrittene Korrosion."

 
In puncto Rost, kein gutes Bild:
Bei den meisten der genannten Stellen hätte eine Nachbehandlung wegen deren Nichterreichbarkeit von außen nichts bringen können. Da steht man dann eines guten Tages leider vor vollendeten Tatsachen.
 
Passt gut hier her, Dacia Jogger, etwas über drei Jahre alt. In puncto Rost, kein gutes Bild:

"Unschön, aber leichter zu erklären waren die von beginnender Korrosion gezeichneten Stellen am Dacia Jogger, die sich allenthalben zeigten. So zum Beispiel an den Scharnieren rechts und links der Motorhaube, an den Innenseiten der Längsträger vorn rechts sowie zwischen dem Schlossträger. Auch an den Längsträgern und den Kotflügelaufnahmen waren erste Anzeichen von Rost zu erkennen. Das gleiche Bild gab es an den Längsträgern im Motorraum und den Schließbügeln der hinteren Türen. Grund sind – wie an vielen anderen Punkten – sogenannte Scher- und Scheuerstellen. Die gab es in unterschiedlicher Ausprägung auch an den Auflagepunkten der Heckanschlussbleche, am Anlagepunkt der Radhausverkleidung oder an den Radhausschalen. Hier vorzugsweise noch ohne Korrosion, aber zum Teil auf dem Weg dorthin."

"Wirklich überraschend war, dass das DEKRA-Team auch eine beginnende Korrosion an den Schweißnähten, an der Oberfläche und dem Träger am Unterboden des LPG-Gastanks feststellte. Zudem zeigte der Unterboden im Bereich der Benzintankaufnahme an mehreren Punkten eine beginnende Korrosion an Kanten und Schweißpunkten. Kein schönes Bild lieferten auch mehrere Spannschellen der Kühlmittelschläuche, die Halteschellen für die Klimaleitungen und die Auspuffhalter am Unterboden. In allen Fällen zeigte sich beginnende oder fortgeschrittene Korrosion."

Wenn du schon zitierts, solltest du aber auch diesen Abschnitt zitieren:

"Denn außer den oben genannten Punkten sei der Gesamtzustand des Fahrzeugs mit Blick auf die zurückgelegte Laufstrecke während des Dauertests nicht zu beanstanden. Und weil auch wir im Großen und Ganzen zufrieden waren, steht am Ende eine 2+."

Offensichtlich weicht der Jogger bezüglich Rost nicht gross von andern, teureren Fahrzeugen ab, denn sonst wäre das Urteil nicht so gut ausgefallen.
 


Das ist kein Dauertest, sondern eine sinn-, und werlose Geld-, Treibstoff-, und dadurch Umweltvernichtung.
Wer fährt schon 100.000 km in nur 3 1/2 Jahren, also sehr hohen Langstreckenanteil?
Tatsächlich wird ein Auto erheblich stärker im praxisnahen Alltag beansprucht.
x-mal am Tag anfahren, kuppeln, Tür auf, Tür zu., x-mal mehr Benutzung eben
Ferner unterliegt Rost bekanntlich dem Faktor Zeit, da sind 3 1/2 Jahre ein zu kurzes Maß.
 
Wer fährt schon 100.000 km in nur 3 1/2 Jahren, also sehr hohen Langstreckenanteil?
Na ja, das bekommt man durchaus hin, bei natürlich sehr hohen Langstreckenanteil.
Bei meiner letzten Außendiensttätigkeit hab ich das Auto alle 2 Jahre gewechselt bei jeweils knapp 200 Tkm.
Also machbar ist es schon. Aber geb dir recht der normale Alltagsbetrieb ist es nicht.
 
Wer fährt schon 100.000 km in nur 3 1/2 Jahren, also sehr hohen Langstreckenanteil?

Das hatte ich auch mal ein paar Jahre, das geht schneller als man denkt.
Und muss nicht einmal Materialschonend sein.

Bei mir war das über mehrere Jahre so:
Wochentags Arbeit hin & zurück knapp 70km eine Strecke. Über Dörfer, dann Bundesstrasse, wieder Dörfer.
Also nix mit Autobahn, Tempomat und rollen lassen. Extrem viel Streusalz Kontakt.
In der Freizeit Abend und am WE auch mal 2-3 km Strecken dabei zum einkaufen und so.
Und ein paar Mal im Jahr von NRW nach Sachsen zur Schwieger-Familie.
Da bin ich 50tkm im Jahr oder so...
Auto wurde fast täglich bewegt.

Inzwischen wohne ich 8km von der Arbeit, habe (noch) 2 Autos in Betrieb, und fahr mit beiden zusammen ca 15tkm im Jahr.
Sachsen ist inzwischen ausgefallen ;)

Schöne Grüße,
Dirk
 
Wer fährt schon 100.000 km in nur 3 1/2 Jahren, also sehr hohen Langstreckenanteil?
Es geht ja hier um einen Vergleich der Testfahrzeuge untereinander, die diese Strecke unter etwa gleichen Bedingungen hinter sich zu bringen haben.
 
Zurück
Oben