Persönliche Erfahrungen mit Wartungen und TÜV

Joggeri61

Dacianer-Legende
Beiträge
944
Fahrzeug
Dacia
Modell
Jogger
Motor
140_Hybrid
Baujahr
2024
Bei den MFK-Prüfungen (TÜV in der Schweiz) wo ich war, wurde nur die Bremsverzögerung gemessen. Dicke der Scheibe und Bremsbeläge wurden nicht gemessen, allerhöchstens vom Experten kurz von Auge begutachtet.

Zur MFK gehe ich völlig unvorbereitet und lasse danach nur die beanstandeten Punkte beheben. Das kommt letztendlich sehr viel günstiger als die vielen präventiven Arbeiten, welche die Werkstätten machen wollen, wenn man von ihnen ein Auto prüfbereit herrichten lässt. Für die meisten Autofahrer ist es eine Ehrensache, den TÜV im ersten Besuch zu bestehen und genau daraus schlagen die Werkstätten Kapital.
 
... Zur MFK gehe ich völlig unvorbereitet und lasse danach nur die beanstandeten Punkte beheben [...] Für die meisten Autofahrer ist es eine Ehrensache, den TÜV im ersten Besuch zu bestehen ...
Ziemlich schräge Sicht für ein Objekt, von dem durch seine pure Nutzung auch ohne einen Fahrfehler zu machen eine latente Betriebsgefahr ausgeht. Ich halte das für verantwortungslos.

In der regelmäßigen Kontrolle wird geprüft, ob durch regelmäßige Wartung/Inspektion gewährleistet wird, dass das Fahrzeug ständig in einem technisch sicheren Zustand ist. So, wie Du es handhabst, ersetzt Du Wartung/Inspektion durch die Kontrolle.

Und Sicherheit hat ihren Preis. Für Wartung/Inspektion kein kontinuierliches Budget einzuplanen sondern nur anlassbezogen in die Tasche greifen zu wollen, wenn ein Reparaturgrund gefunden wird, ist ebenfalls verantwortungslos.

Und dann noch der Vorgriff, bevor die Diskussion wieder auf einen abweichenden Pfad gebracht wird: wer handwerklich begabt ist und Zugriff auf benötigtes Werkzeug hat, macht Wartung/Inspektion selber. Und ja, ich weiß, wenn das liebevoll mit Hingabe gemacht wird, ist der technische Zustand oft ein erheblich besserer, als wenn es kommerziell in einer Werkstatt gemacht würde.
 
Und da ist sie wieder unsere Vollkaskomentalität. Was soll an dem Verhalten schräg sein???

Es entspricht genau den gesetzlichen Vorschriften! Ich kenne kein Gesetz in dem Inspektionen etc. vorgesehen sind. Wenn jemand sein Auto fährt, dann zum Tüv oder ähnlich bringt und erst die im Nachhinein die aufgetretenen Mängel beheben lässt, ist das genau der Weg wie ihn der Gesetzgeber vorgesehen hat.

Also ich find eher dass du hier übertreibst! Daran ist überhaupt nix „verantwortungslos“ sondern so wie vorgesehen
 
... Es entspricht genau den gesetzlichen Vorschriften! Ich kenne kein Gesetz in dem Inspektionen etc. vorgesehen sind. Wenn jemand sein Auto fährt, dann zum Tüv oder ähnlich bringt und erst die im Nachhinein die aufgetretenen Mängel beheben lässt, ist das genau der Weg wie ihn der Gesetzgeber vorgesehen hat ...
Gesetze unterliegen einer ständigen Überprüfung, werden quasi ebenfalls gewartet. Woher kam nochmal die Idee, den Kontrollzyklus für ältere Autos auf ein Jahr zu verkürzen? Welchen Anlass gab es?
 
Einfach fahren, der TÜV meldet dann schon, wenn die Bremsen durch sind.
Naja...eine ziemlich gewagte Aussage!
Wenn ich mit dem Auto erst beim TÜV war und mit den Bremsen gerade noch durchgekommen bin wird es bis zum nächsten TÜV zu spät sein.
An sicherheitsrelevanten Bauteilen auf gut Glück zu warten bis sie am Ende sind oder womöglich deshalb einen Unfall zu riskieren der mit guten Bremsen vermeidbar gewesen wäre halte ich für grob fahrlässig!
Sparsamkeit auf Kosten der Sicherheit passt nicht zusammen!
Das hat auch nichts mit Vollkasko-Mentalität zu tun sondern mit gesundem Menschenverstand!
 
In der regelmäßigen Kontrolle wird geprüft, ob durch regelmäßige Wartung/Inspektion gewährleistet wird, dass das Fahrzeug ständig in einem technisch sicheren Zustand ist

tja, soweit ich weiss gibt es z.B. bri Tesla gar keine regelmäßigen Wartungen. Sind die alle verantwortungslos?
Zweitens: bei praktischen allen Herstellern gibt es sowas wie eine kleine und große Inspektion. Bei der kleinen wird meistens nur ein Ölwechsel fällig und einmal in die Räder gehustet. Vielleicht noch Lichtprüfung. Prüfung von Bremsen und/oder Radaufhängungen finden da nicht statt - also das worauf es ankommt. Also auch nur alle zwei Jahre Komplettprüfung.

Woher kam nochmal die Idee, den Kontrollzyklus für ältere Autos auf ein Jahr zu verkürzen? Welchen Anlass gab es?

Da wäre ich jetzt ganz vorsichtig. Es gab nicht wenige Gesetzgebungen, die stark, wenn nicht komplett Lobby-gesteuert waren. Es ist leider nicht so, dass irgendwo in der Welt Gesetze allein aus faktischen und Vernunftgründen verabschiedet werden, sondern aufgrund der eigenen Sicht, Moral oder Interessen dritter, die sich selten bis nie mit denen der Allgemeinheit decken. Und das gilt für alle Lebensbereiche.
Um beim Beispiel zu bleiben, die Kontrollzeit ist eben (noch) nicht auf ein Jahr verkürzt. Das konnte man öffentlich nicht gut verkaufen.
 
So, wie Du es handhabst, ersetzt Du Wartung/Inspektion durch die Kontrolle.
Bitte keine Unterstellungen !

Selbstverständlich halte ich mich penibel genau an die Wartungen gemäss den Vorgaben des Herstellers.

Aber ich ziehe nie die Wartung vor, nur weil der TÜV ansteht und ich erwähne bei der Wartung auch nie, dass die Prüfung bevorsteht, selbst wenn diese kurz nach der Wartung ist. Ich habe das genau einmal vor langer Zeit bei einem älteren Fahrzeug erwähnt und darauf hin hat mir das AH einen exorbitant teuren Kostenvoranschlag unterbreitet, um das Fahrzeug prüfungsbereit herzurichten. Das wäre das Todesurteil für das Fahrzeug gewesen. Ich habe dankend abgelehnt, von der ellenlangen angeblichen „Mängelliste“ des AH hat dann an der Prüfung nur gerade ein kleiner Punkt zu Beanstandung geführt.

Mit der Prüfungsangst lässt sich eben viel Geld machen, das Spiel mache ich nicht mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
tja, soweit ich weiss gibt es z.B. bri Tesla gar keine regelmäßigen Wartungen. Sind die alle verantwortungslos?
Sie werden einen Weg gefunden haben, mit dem Risiko umzugehen. Vielleicht eine systemische Überprüfung durch das Auto selber? Oder der Nachweis einer langen Haltbarkeit (safe fail), oder im Falle eines Falles übrrnimmt ein anderes Bauteil (fail safe). Die Autos sind zum Verkehr zugelassen worden, dann ist das konzeptionell berücksichtig.
Da wäre ich jetzt ganz vorsichtig. Es gab nicht wenige Gesetzgebungen, die stark, wenn nicht komplett Lobby-gesteuert waren. Es ist leider nicht so, dass irgendwo in der Welt Gesetze allein aus faktischen und Vernunftgründen verabschiedet werden, sondern aufgrund der eigenen Sicht, Moral oder Interessen dritter, die sich selten bis nie mit denen der Allgemeinheit decken. Und das gilt für alle Lebensbereiche.
Die Statistiken gaben den Hinweis, dass das ein Thema wird. Aber es ist noch nicht so weit, Gnadenfrist oder zukünftig verantwortungsvolleres Verhalten der Kraftfahrzeughalter.

PS.: konzeptionelle Berücksichtigung: nachdem die 12-Volt-Batterien in Elektroautos als Problem in der Statistik auffällig wurden, fügte man die Austauschpflicht nach vier Jahren ein. Das System der Beobachtung hat funktioniert, eine latente Gefahr, die bei der Entwicklung unbedacht blieb, konnte mitigriert werden.

Und das funktioniert auch in die andere Richtung. Z.B. müssen Neuwagen nach drei Jahren zum ersten Mal zur HU, weil sich für sie das 2-Jahres-Intervall als unnötig erwiesen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja...eine ziemlich gewagte Aussage!
Wenn ich mit dem Auto erst beim TÜV war und mit den Bremsen gerade noch durchgekommen bin wird es bis zum nächsten TÜV zu spät sein.
Um das zu verhindern gibt es ja die ordentliche Wartung gemäss Wartungsplan des Herstellers, den ich selbstverständlich befolge.

An sicherheitsrelevanten Bauteilen auf gut Glück zu warten bis sie am Ende sind oder womöglich deshalb einen Unfall zu riskieren der mit guten Bremsen vermeidbar gewesen wäre halte ich für grob fahrlässig!
Ich warte nicht auf gut Glück, ich lasse lediglich keine unnötigen, präventiven Reparaturen machen nur aus Angst, die Prüfung nicht zu bestehen.

Sparsamkeit auf Kosten der Sicherheit passt nicht zusammen!
Es geht nicht um Sparsamkeit, sondern um durch Prüfungsangst hervorgerufene, unnötige Verschwendung von Geld und Ressourcen.
 
Wenn ich mit dem Auto erst beim TÜV war und mit den Bremsen gerade noch durchgekommen bin wird es bis zum nächsten TÜV zu spät sein
War beim TÜV, Bremsen bald fällig, Beläge abgenutzt. Wurde nicht beanstandet, der Prüfer meinte jedoch daß es Zeit wäre diese zu erneuern. Womit er recht hatte. Die waren nicht ganz runter, hätten eventuell noch 50tKm gehalten, aber besser gleich austauschen. Es ist also nicht so daß es verantwortungslos wäre vor dem TÜV nichts nachzukontrollieren. Die Prüfer zeigen schon auf was erforderlich ist.
 
Um das zu verhindern gibt es ja die ordentliche Wartung gemäss Wartungsplan des Herstellers, den ich selbstverständlich befolge.
Dann haben wir gar keinen Dissenz. Dein Beitrag weiter oben las sich für mich anders.

Wenn Wartung und HU zeitlich auseinander liegen, erfolgt natürlich keine zusätzliche Wartung.
 
Wenn Wartung und HU zeitlich auseinander liegen, erfolgt natürlich keine zusätzliche Wartung.
Ich trenne TÜV und Wartung strikt:

Selbst wenn der TÜV zwei Wochen vor der ordentlichen Wartung liegen sollte, ziehe ich die Wartung nicht vor.

Und wenn der TÜV zwei Wochen nach der Wartung angesagt ist, werde ich das AH nicht auf die bevorstehende Prüfung hinweisen.
 
Habe ich das richtig verstanden? Du lässt Bremsen ersetzen, welche noch für ca. 50.000 km gut wären?
Sorry, blöder Tipp- bzw. Denkfehler. Es waren ca. 10.000Km. In dem Fall die Jahreskilometerleistung. Bedeutet also daß die Beläge innerhalb dieses Zeitraumes fällig werden. Da die Beläge nicht die Welt kosteten habe ich sie halt gleich mal gewechselt, sicherheitshalber, damit ich es nicht vergesse.
 
Moin.
In den letzten ca. 3 Jahrzehnten habe ich es i.d.R. so gehalten:
Jährliche Wartungen möglichst pünktlich zum Tag der EZ durchführen lassen.
Im dritten Jahr Wartung und TÜV im AH zeitgleich machen lassen.
Dann wieder die jährliche Wartung im AH machen lassen und bei der darauffolgende,
also nach 2 Jahren, Wartung und TÜV im AH zeitgleich erledigen lassen.
Usw,usf.
In den bisherigen Werkstätten wurde noch nie irgendetwas unnützes gemacht oder berechnet.
Kann sein das ich immer Glück mit den Werkstätten der AH hatte.
Kann sein.
 
Da ich selber viel am Auto mache bemerke ich Fehler/ Mängel......die Bremsen schaue ich mir bei jeden Reifenwechsel(Sommer/Winter)genau an......die letzten Scheiben und Beläge waren noch gut, aber die Scheiben waren verfärbt, habe die Bremssättel auf Leichtgängigkeit geprüft und alles gereinigt aber trotzdem Scheiben und Beläge gleich erneuert, soviel kosten die nicht....

LG Thomas
 
Sorry, blöder Tipp- bzw. Denkfehler. Es waren ca. 10.000Km. In dem Fall die Jahreskilometerleistung. Bedeutet also daß die Beläge innerhalb dieses Zeitraumes fällig werden. Da die Beläge nicht die Welt kosteten habe ich sie halt gleich mal gewechselt, sicherheitshalber, damit ich es nicht vergesse.
Dann wäre das Timing ja ideal gewesen, bis zum nächsten ordentlichen Service zu warten und die Beläge erst dann zu ersetzen.
 
Moin.
In den letzten ca. 3 Jahrzehnten habe ich es i.d.R. so gehalten:
Jährliche Wartungen möglichst pünktlich zum Tag der EZ durchführen lassen.
Im dritten Jahr Wartung und TÜV im AH zeitgleich machen lassen.
Dann wieder die jährliche Wartung im AH machen lassen und bei der darauffolgende,
also nach 2 Jahren, Wartung und TÜV im AH zeitgleich erledigen lassen.
Usw,usf.
In den bisherigen Werkstätten wurde noch nie irgendetwas unnützes gemacht oder berechnet.
Kann sein das ich immer Glück mit den Werkstätten der AH hatte.
Kann sein.
Im oben geschilderten Beispiel wollte das AH bei einem 10 Jahre alten Fahrzeug mit rund 130.000 km folgendes ersetzen/reparieren um das Auto TÜV bereit herzurichten:
- Bremsen
- Stossdämpfer
- Kühler
- Irgendwelche Dichtungen am Motor
- Auspuff
- Radlager
- Irgendwelche Spurstangen einstellen und Lager ersetzen
- Reifen
- Gläser der Lampen vorne und hinten

Bei der Prüfung wurden dann lediglich die Scheinwerfergläser bemängelt und man hat noch erwähnt, dass das Reifenprofil grenzwertig sei und die vorderen Bremsbeläge bei Gelegenheit d.h. innerhalb der nächsten 10.000 km ersetzt werden sollen. Selbstverständlich habe ich das danach erledigen lassen, von einem andern AH, dem ich treu geblieben bin, solange ich die damalige Marke gefahren bin.
 
Dann wäre das Timing ja ideal gewesen, bis zum nächsten ordentlichen Service zu warten und die Beläge erst dann zu ersetzen.
Ach die Wartung mit Austausch der erforderlichen Materialien mach ich immer so nebenbei. Mal kurz drüberschauen zwischendurch sowieso. Weil ohne Hebebühne sondern mit Auffahrrampen für z.B. Ölwechsel klappt das mit den Bremsen so nicht, nur Wagenheber. Dauert etwas länger, Alles zusammen würde mir zu lange dauern, also habe ich es separat gemacht. Zudem brauche ich auch passendes Wetter, Rampe in der Garage geht, Wagenheber nicht, ist zu schmal.
 
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