Rost an der Logan Limo

wolfgang_k_68

Dacianer-Anwärter
Beiträge
7
Fahrzeug
Logan
Modell
Lauréate
Motor
1.5 dci
Liebe Logan Limo-Liebhaber,

an meiner Desillusionierung möchte ich euch teilhaben lassen - aber natürlich kann ich mir auch vorstellen, dass von euch wertvolle Tipps kommen.

Diese Diesel-Limousine mit 270tkm ist mein erster Neuwagen, ich bin Erstbesitzer. Weil ich ihn sehr lange fahren wollte, habe ich viel in den Korrosionsschutz investiert und glaube bis heute, dass man's kaum hätte besser machen können. Nach Ablauf der Rostgarantie (die ich nicht gefährden wollte), also 2013, ließ ich die Hohlräume komplett mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett versiegeln. Während und nach jedem Winter wurde der Unterboden ausgekärchert, um salzwassergeschwängerten Dreck zu entfernen. Auch habe ich die Hochdruckdüse immer vorne in den Übergang von A-Säule zu vorderem Kotflügel hineingehalten und den Ablauf freigehalten - also auch hier nie ein Biotop. Lackpflege on top, nur so nebenbei. Das einzige, was ich heute anders machen würde: Ich würde auf die Rostgarantie pfeifen und gleich Hand anlegen. Das aber wär's dann auch gewesen (mein 2022er Lodgy hat deshalb gleich nach dem Erwerb als junger Gebrauchter diese Prozedur erhalten).

Ihr seht: Das hat den Rost nicht daran gehindert, dort zu wüten, wo man nicht dran kommt. Ich will es machen lassen; das sind Fotos, die ich in der Karosseriewerkstatt meines Vertrauens gemacht habe. Die Hinterachse ist derzeit abgeschraubt; auch darunter die braune Pest. Dass ich das überhaupt entdeckt habe, war ein Geschenk des Himmels: im Netzt andere Fahrzeuge mit Problem im hinteren Bereich gesehen, ein wenig am Unterbodenschutz herumgepuhlt, hier das Ergebnis.

Ich möchte heute fast sagen: Es rostet (wenn nicht ein Alu-Audi oder so etwas) jedes Auto, und irgendwann schlägt die braune Pest erbarmungslos zu. Die Wirsamkeit von Mike Sanders-Fett ist seriös belegt und grandios, aber die Uni-Studie, die Markt mal veröffentlicht hat, hat ja vor allem gezeigt: Die Verarbeitung des Materials ist das A und O.

Was ich gemacht habe, war auch nicht vergeblich. Türen und Hauben sehen anders aus (nämlich topfit) als bei den meisten Artgenossen. Überhaupt, dass meiner noch rollt und jeden TÜV-Termin ohne größere Probleme besteht, während die meisten längst verschrottet sein dürften: Das ist der Lohn. Abgesehen vom letzten Winter hat er jeden Winter seit 2007 auf den Straßen durchgemacht. Nach 13 Jahren läuft das Sanders-Fett immer noch im Sommer aus den Ritzen mancher Karosserie-Teile, was bestätigt, dass das Material genau das tut, was es soll: kriechen, kriechen, kriechen. Das ist ganz wichtig, weil auch Werkstätten längst keine Hohlraum-Pläne mehr anwenden (wie's bei Dinol früher mal war).

Aber trotzdem könnte jetzt das Ende kommen. Denn die Federaufnahmen auf beiden Seiten: ihr seht, was sich zeigt, wenn die Feder und der Federteller abgebaut sind - sie sind durchgegammelt, obwohl schon einmal dort gegen Korrosion etwas getan worden ist. Der Betrieb sagt, dazu müsse er neue Längstträger hinten bestellen und diese (oder Teile davon, nämlich die Federaufnahme) einschweißen. Nur: Die Teile kommen nicht (und in den Ersatzteilbörsen finde ich sie auch nicht). Es hängt jetzt alles daran, ob sie doch irgendwann kommen oder der Karosseriebauer etwas eigenes nachbaut. Seit ein einhalb Monaten: Stillstand. Meine Limo blockiert seine zweite Hebebühne.

Nehmt meine Erfahrungen, um euch keinen Illusionen hinzugeben beziehungsweise um wirklich sorgfältig nach dem rechten zu sehen, falls ihr euren Logan als Youngtimer fahren wollt. Gute Fahrt!
 

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Danke für den Bericht....
Du schreibst....."Nach Ablauf der Rostgarantie"

Es wäre wahrscheinlich besser gewesen schon vorher zu handeln.
Wie lange war denn die Rostgarantie damals ? Bzw. welches Baujahr hat der Wagen ?
Verstehe ich das richtig, der wird nächstes Jahr 20 Jahre alt ?
 
Nach 20 Jahren kann ein Fahrzeug mit oder ohne Vorsorge und Pflege so aussehen. Mit dem Unterschied, dass man im ersten Fall sehr viel Geld und Zeit verbraten hat.
 
Danke für den Bericht....
Du schreibst....."Nach Ablauf der Rostgarantie"

Es wäre wahrscheinlich besser gewesen schon vorher zu handeln.
Wie lange war denn die Rostgarantie damals ? Bzw. welches Baujahr hat der Wagen ?
Verstehe ich das richtig, der wird nächstes Jahr 20 Jahre alt ?
Das hatte ich ja auch geschrieben: besser sofort. Ist der Rost drin, ist er drin. Zumal die Garantie gegen Durchrostung nur Sinn ergibt, wenn sie sehr lange gewährt wird. Denn es dauert schon, bis der Fall eintritt, der allein von der Garantie abgedeckt ist: nämlich eine Durchrostung von innen nach außen.

Ja, 2007 im September war die Erstzulassung; Rostgarantie nur 6 Jahre. Nächstes Jahre wäre das Auto 20 Jahre alt. Wir werden sehen.
 
Im Falle von Vorsorge und guter Pflege viel Geld und Zeit für Unterbodenschutz, Hohlraumbehandlung, regelmässige Nachbehandlungen, regelmässige Reinigung, etc.
 
Im Falle von @quka waren es 1800,- Euro.
Ich glaube dass Dir dafür der Blickwinkel fehlt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe holst Du DIr ca. alle 6 Jahre einen neuen Wagen und bist noch nie in die Situation gekommen bei der Gebrauchtwagensuche ein technisch wirklich tolles Auto vorzufinden das dann aber leider vom Rost befallen war? Ich glaube deswegen fehlt Dir die Sinnhaftigkeit der Konservierung? :unsure:
 
Joggeri61 berührt schon einen empfindlichen Punkt: Ich habe ja selbst die Frage beim Themenstart quasi aufgeworfen, ob meine Vorsorge denn nun sinnvoll oder überflüssig war. Die Antwort liegt - wie so oft im Leben - dazwischen: Schon im Themenstart habe ich geschrieben, dass mein Logan ohne diese Maßnahmen heute schlechter dastünde bzw. das Schicksal vieler anderer geteilt hätte, nämlich verschrottet oder exportiert worden zu sein (ich kenne ja auch ein paar Ruinen, die immer noch herumfahren oder bei mobile angeboten werden, und dass die durchgefaulten Federaufnahmen überhaupt jetzt gefunden wurden, verdankt sich einzig und allein meiner Rostvorsorge ... ansonsten hätte auch der TÜV die nächsten vier Jahre noch nichts gemerkt, und dann wäre 2030 beim Tausch der Feder oder der Stoßdämpfer auf einmal das Malheur da gewesen ... oder das Auto doch schon weg ...). Aber die Illusion vom "ewigen Leben" dank nachträglicher Rostvorsorge ist schon gründlich entzaubert; oder dieser Selbstbetrug: Nur weil ich so fleißig und umsichtig war, muss mein Logan doch (im Gegensatz zu den rollenden Schlampen anderer Daciafahrer) ewig halten! Nein, tut er nicht. Wenn Joggeri61 das gemeint hat, gehe ich mit ihm (bzw. ihr) d'accord.

Und ich kann es mir wenigstens teilweise auch so schön reden: Ich habe es ja gerne gemacht ...
 
Eine Rostvorsorge ist soweit immer richtig. Allerdings kann diese nicht alles verhindern. Ich denke da an die Firmenwagenflotte meines Brötchengebers: Es kamen neue Autos rein, die alten weg, also wie immer. Nur daß bei den neuen Autos bei allen, wirklich allen, nach drei Jahren die Türen weggerostet waren. Da flatterte deren Außenhaut richtig beim Fahren. Wie sich herausstellte wurden die Türbleche in Italien hergestellt und wurden dort einige Zeit im Freien gelagert was keiner wußte. Die Bleche waren dabei nicht sichtbar verrostet, jedoch nicht mehr so ganz glänzend hell. Das hat gereicht.

Bei meiner Kiste habe ich keine Rostvorsorge getroffen, da ich auch nach neun Jahren problemlos die Plakette bekam sagt mir daß keine intalienischen Bleche drin sind. :daumenhoch:
 
mal was grundsätzliches, es muss jeder selbst wissen was er tut und was er seinem Auto "gönnt" oder auch nicht.
Wenn ich die offiziellen Preise von Werkstätten sehe, die für Konservierungen aufgerufen werden, dann ist das schon heftig.
Und ja, es ist Arbeit. Ich kann es einschätzen, da ich es oft genug selbst gemacht habe. Egal ob beim Lada oder LandRover.
Heute tu ich mir das auch nimmer an. Suche mir aber, wenn ich es brauche, über Kleinanzeigen Leute, die dieses können und für vernüftige Preise machen.
Gut, mein Vorteil ist das ich es einschätzen kann. Neuwagen werde ich in diesem Leben nimmer kaufen, aber auch Gebrauchte können noch mit minimalem Aufwand etwas behandelt werden, zumindest wenn ich das Auto länger fahren will.
Klar, wenn ich alle paar Jahre die Autos wechsle macht das keinen Sinn.
Im Blech steckt auch keiner drin, Du weißt auch nicht, ob die Charge besc.... war. Das ist aber überall so.
 
Nehmt meine Erfahrungen, um euch keinen Illusionen hinzugeben beziehungsweise um wirklich sorgfältig nach dem rechten zu sehen, falls ihr euren Logan als Youngtimer fahren wollt.
Ich habe meine Schweller konserviert.Trotzdem war ich misstrauisch und habe den Stehfalz mal vom Unterbodenschutz befreit um mal nachzusehen. An der rechten Seite wurde von der Vorbesitzerin zudem zweimal der Wagenheber falsch angesetzt. An der Stelle kam dann Feuchtigkeit darunter.
(Der dunkle Streifen an der Türkante und die senkrechten auf dem Schweller sind Wachs. Kein Rost.)

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Liebe Logan Limo-Liebhaber,

,.............

Ihr seht: Das hat den Rost nicht daran gehindert, dort zu wüten, wo man nicht dran kommt.

Die Hinterachse ist derzeit abgeschraubt; auch darunter die braune Pest. Dass ich das überhaupt entdeckt habe, war ein Geschenk des Himmels: im Netzt andere Fahrzeuge mit Problem im hinteren Bereich gesehen, ein wenig am Unterbodenschutz herumgepult, hier das Ereignis.

Türen und Hauben sehen anders aus (nämlich topfit) als bei den meisten Artgenossen.
Sind bei meinem auch noch richtig fit......

Aber trotzdem könnte jetzt das Ende kommen. Denn die Federaufnahmen auf beiden Seiten: ihr seht, was sich zeigt, wenn die Feder und der Federteller abgebaut sind

- sie sind durchgegammelt,
Vielleicht ja......., vielleicht mit Glück auch nicht, so wie bei meinem.......🙏

Es hängt jetzt alles daran, ob sie doch irgendwann kommen oder der Karosseriebauer etwas eigenes nachbaut.
Wenn es ein guter Karosseriebauer ist, dann baut er bei Bedarf die Teller mit Übergang an den Längsholm nach und das ist dann mindestens so gut wie das Original...💪

Ich habe vor der Rente des öfteren für uns verbundene Autowerkstätten an der Tafelschere sowie an einer von unseren dazu passenden Kantbänken gestanden und verschiedene Holme für die unterschiedlichsten Fahrzeuge angefertigt und das fluppt sehr gut....👍💪

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Die Stelle bei deinem kommt mir irgendwie bekannt vor, siehe mein Bild....🤔

Lass die man machen...✊
 
Hier mal so meine Rost-Problemstellen am Logan.

Es ging los mit den Verbindungsstellen zwischen Schweller und Seitenwand. (etwa in der Mitte der hinteren Tür)
Unterfahrschutz hat sehr stark gerostet.
Dann kamen die ersten Stellen auf den Hecktüren. Das betrifft aber nur die MCV-Fahrer.
Dann hatte ich Roststellen an den vorderen Schwellerkanten. (Übergang zum Kotflügel)
Längsträger am Unterboden. (Rost an den Rändern der Stopfen)
Am Blechfalz wo die hintere Gummidichtung aufgesteckt wird.
Beim Fahrwerkswechsel sind mir noch zwei weitere Stellen aufgefallen die ich vor dem Winter noch erledigen möchte.
Hinten an der oberen rechten Stoßdämpferaufnahme rostet es unter dem Gummi vom Domlager.
Weil die Hinterachse nicht genau mittig an der Karosserie verschraubt war, habe ich die drei Schrauben an der Karosserie gelöst und
dazwischen auch Rost entdeckt.
 
Das hatte ich ja auch geschrieben: besser sofort. Ist der Rost drin, ist er drin. Zumal die Garantie gegen Durchrostung nur Sinn ergibt, wenn sie sehr lange gewährt wird. Denn es dauert schon, bis der Fall eintritt, der allein von der Garantie abgedeckt ist: nämlich eine Durchrostung von innen nach außen.

Ja, 2007 im September war die Erstzulassung; Rostgarantie nur 6 Jahre. Nächstes Jahre wäre das Auto 20 Jahre alt. Wir werden sehen.
...meiner wird nächsten Monat 20 Jahre alt, auch ich habe nicht sofort konserviert und die selben Erfahrungen gemacht.

Im Vergleich mit anderen Herstellern schlägt sich der Logan in dem Alter mit Pflege recht gut, da kommen auch gaaaanz viele Golf 4 und Ford Focus nicht mal annährend hin.

Habe mittlerweile alle allgemein bekannten kritischen Bereiche im Griff, man kommt aber trotzdem nicht umhin alle zwei Jahre penibel zu kontrollieren und nachzuarbeiten und vor allen Dingen nachfetten (auch Achsteile), mache ich mit Fluid Film, kommt auch unter Gummidichtungen, an Schrauben und Klammern.

Ich verwende nur Farben und Korrosionsschutz vom "Korrosionsschutzdepot". Weil meiner Arktisweiss als Decklack (Unilack) hat und genau passend ist mit einem Farbton von Mercedes Benz, mache ich alle Farbarbeiten mit Spezialfarben von Branth Korrux, wird im unteren Drittel der Karosse mit der Rolle verstrichen, das hilft definitiv besser als die Pampe aus dem allgemeinen Automotivbereich.
Es hilft und vorzeigbar aussehen tut es zudem auch noch, ein vernünftiger Kompromis.

Wegen der Federaufnahmen an der Hinterachse gab es 2006 einen Rückruf, da wurden die Federn rausgenommen und an dem Aufnahmeblech nachkonserviert.
Vor 10 Jahren schon habe ich dann neben dem Gummiteller einen kleinen Rostfleck gesehen und dann mal weiter "gebohrt" und festgestellt, das dieses nacharbeiten auf Kulanz ein Witz gewesen ist, war kurz vor durch, konnte die Bereiche gerade noch retten.

Ergänzend muß ich sagen, ich bin vom Fach und repariere außer Elektronik alles selber am Auto, das ist finanziell eigentlich auch Voraussetzung dafür, das man so ein Auto überhaupt 20 Jahre und länger erhalten kann. Hätte ich alle meine Arbeiten von Werkstätten machen lassen, dann hätte ich wohl schon den damaligen Neuwert investiert.

Ein Auto wird irgendwann zur Dauerbaustelle, erst recht wenn man es täglich nutzt, da beißt die Maus keinen Faden dran ab, man muß halt Freude an sowas haben und nicht so die wirtschaftlichen Aspekte sehen.

 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Limo ist jetzt schon über ein Vierteljahr in der Werkstatt - was ich nicht beklagen will, denn ich habe dem Betrieb hier freie Hand gelassen; ich bin motorisch weiterhin versorgt. Als vor einigen Jahren, als ich auf die Limo noch täglich angewiesen war, mir jemand hinten rein gefahren ist, hat derselbe Betrieb ohne Zeitverzug gearbeitet, so dass ich bald wieder fahren konnte. Das habe ich nicht vergessen. Und in den Genuss sollen jetzt die kommen, die es jetzt brauchen.

Aber nun ist eines klar: Ersatzteile werden nicht zu bekommen sein. Jemand hier aus dem Netz hatte in Rumänien wenigstens den Heckträger für eine Seite ausfindig gemacht: Genau wegen solcher gegenseitiger Informationen schätze ich so ein Forum. Danke!

Nun, da sich die andere Seite weder hier, noch sonstwo fand, geht meine Werkstatt den anderen Weg und fertigt die Aufnahmen selbst an - ich hoffe, im September wieder rollen zu können.

@psycho.chicken1969@gmail.: Es ist hilfreich zu lesen, dass jemand vom Fach bestätigt, dass man nicht umhin kommt, regelmäßig nach dem rechten zu sehen, etwas zu unternehmen und sich einzugestehen, dass ein altes und regelmäßig benutztes Auto nun einmal eine "Dauerbaustelle" ist.
 
Meine Limo ist jetzt schon über ein Vierteljahr in der Werkstatt - was ich nicht beklagen will, denn ich habe dem Betrieb hier freie Hand gelassen; ich bin motorisch weiterhin versorgt. Als vor einigen Jahren, als ich auf die Limo noch täglich angewiesen war, mir jemand hinten rein gefahren ist, hat derselbe Betrieb ohne Zeitverzug gearbeitet, so dass ich bald wieder fahren konnte. Das habe ich nicht vergessen. Und in den Genuss sollen jetzt die kommen, die es jetzt brauchen.

Aber nun ist eines klar: Ersatzteile werden nicht zu bekommen sein. Jemand hier aus dem Netz hatte in Rumänien wenigstens den Heckträger für eine Seite ausfindig gemacht: Genau wegen solcher gegenseitiger Informationen schätze ich so ein Forum. Danke!

Nun, da sich die andere Seite weder hier, noch sonstwo fand, geht meine Werkstatt den anderen Weg und fertigt die Aufnahmen selbst an - ich hoffe, im September wieder rollen zu können.

@psycho.chicken1969@gmail.: Es ist hilfreich zu lesen, dass jemand vom Fach bestätigt, dass man nicht umhin kommt, regelmäßig nach dem rechten zu sehen, etwas zu unternehmen und sich einzugestehen, dass ein altes und regelmäßig benutztes Auto nun einmal eine "Dauerbaustelle" ist.
...ein Federaufnahme anfertigen und einbauen dürfte kein Hexenwerk darstellen für einen Karosseriefachbetrieb, sind halt dann eben drei bis 4 weitere Arbeitsstunden.
Die Federaufnahmen an der Achse selber können auch durchrosten, da bilden sich gerne unter den Auflagegummis Feuchtbiotope mit jeder Menge Dreck, weil der Wasserablauf nicht optimal ist.
Ich habe bei meinem die ganze Achse ordentlich entrostet und mit Fertan Rostumwandler behandelt, anschließend mit KSD Chassisfarbe mit Pinsel und Rolle gestrichen. Vor dem einsetzen der Federn habe ich neue Gummiteller oben und unten verwendet und diese großzügig mit Fluid Film Korosionsschutzfett eingesetzt, die komplette Hinterachse ist damit zum Schluss behandelt worden, seitdem ist Ruhe mit dem braunen Feind.
Mit der Vorderachse incl. Rahmenträger habe ich das selbe Prozedere durchgeführt, ist wie schon gesagt nur für Leute die es zum Selbstkostenpreis machen wollen und können. Ist alleine schon wegen der Ablüftzeiten sehr zeitaufwendig, das geht dann weit über eine "normale" Instandsetzung hinaus.
In deinem Fall würde ich mit der Werkstatt sprechen, die sollen nach Abschluß der Schweißarbeiten den kompletten Unterboden, auch Schwellerkanten mit Kaltfett behandeln, alle Hohlräume mit Hohlraumwachs, welches Zeug ist im Prinzip egal, die tun sich alle nicht viel, hat nur halt jeder seiner eigene Sicht auf die Produkte:mmeinung:
Auf der Homepage "Korrosionsschutzdepot" sind verschiedene Verfahren sehr gut und detailiert beschrieben und was man wofür, welche Produkte nehmen sollte.
Dann klappts auch vielleicht noch mit den "H" Kennzeichen in 10 Jahren, falls unsere bekloppten Politiker das bis dahin nicht abgeschafft haben.
 
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