Vollhybridbatterie 280V DC und Mildhybrid 48V DC

1.8 R4

Dacianer-Meister
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369
Fahrzeug
Bigster
Modell
Journey
Motor
155
Baujahr
2025
Gibt es materielle Unterschiede ?
280V= 8 Jahre Garantie
48V=3 Jahre Garantie ohne Km-Begrenzung.👀
 
Ich gehe davon aus, dass es reine Marketinggründe sind:

Bei BEV und HEV werben die Mitbewerber in der Regel mit 8 Jahren / 160.000 km Garantie für den Akku, da muss Dacia mitziehen.
Bei den MHEV steht die Garantiedauer der Akkus weit weniger im Fokus, demzufolge kann man es sich da leisten, nur 3 Jahre Garantie zu geben.

Bemerkung am Rande: Beim Vollhybridakku sind es 230 Volt, nicht 280 Volt
 
Ich gehe davon aus, dass es reine Marketinggründe sind:

Bei BEV und HEV werben die Mitbewerber in der Regel mit 8 Jahren / 160.000 km Garantie für den Akku, da muss Dacia mitziehen.
Bei den MHEV steht die Garantiedauer der Akkus weit weniger im Fokus, demzufolge kann man es sich da leisten, nur 3 Jahre Garantie zu geben.

Bemerkung am Rande: Beim Vollhybridakku sind es 230 Volt, nicht 280 Volt
Bei Renault / Dacia habe ich auch schon die 230 Volt gelesen.
Beim Mitsubishi Grandis, der technisch fast identisch mit dem Symbioz ist, finden sich 275 Volt.
Was ist nun richtig?

Screenshot 2026-01-05 000048.webp
 
Die AI liefert dazu folgende Erklärung:

Sowohl der Renault Symbioz als auch der Mitsubishi Grandis verwenden denselben HR18 HEV-Antrieb von Horse Powertrain. Die Batterie hat einen Spannungsbereich von 150-279 Volt.
  • 230 Volt ist die Nennspannung (nominelle Betriebsspannung), die Renault in seinen Unterlagen angibt. Diese wird oft als vereinfachter Wert für Sicherheitshinweise und Bedienungsanleitungen verwendet.
  • 275 Volt liegt innerhalb des maximalen Spannungsbereichs der Batterie (bis 279V), den die technischen Spezifikationen des Horse HR18 HEV-Antriebs angeben. Dies könnte die Maximalspannung sein, die beim Mitsubishi Grandis angegeben wird.
Technische Details der BTA Gen2 Batterie:
  • Kapazität: 1,4 kWh
  • Spannungsbereich: 150-279 Volt
  • Gewicht: 36 kg
  • 68 Zellen in 2 Modulen

Anmerkung meinerseits:
Die 150 Volt sind vermutlich die Entladeschlussspannung und die 279 Volt die Maximalspannung bei voller Ladung
Nachtrag: Statt 150 V sollte es mit grosser Wahrscheinlichkeit 170 Volt heissen (herzlichen Dank @Duster 001)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob AI da recht hat? Ein Spannungsbereich von 150-279 Volt ist schon .....spannend.
Kann ich kaum glauben.
Nennspannung 230 V und max, Spannung von 279 V können ok sein.
Aber -80 Volt zur Min. Spannung ist schon ne Hausnummer.
 
Ja das habe ich zuerst auch gedacht, aber auch in vielen anderen Quellen ist ein so grosser Bereich von Ladeschlussspannung zu Entladeschlussspannung beschrieben (pro Zelle 4.1 Volt resp. 2.5 Volt). Siehe z.B. hier:

 
Zuletzt bearbeitet:
…Anmerkung meinerseits:
Die die 150 Volt sind vermutlich die Entladeschlussspannung und die 279 Volt die Maximalspannung bei voller Ladung

Entladespg. 150V : 68 Zellen = 2,2V
Das erscheint sehr wenig. Es sei denn, es gibt neue modernere Zellen.
(vielleicht hätte es 170V heißen sollen?)

Vollspg. 279V : 68 Zellen = 4,1V (das kenne ich so bei Litium-Ionen-Akkus)
 

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Zuletzt bearbeitet:
Bin ja kein Elektriker, aber könnte eher die Anzahl der Ladezyklen damit zu tun haben? (280 vs 48)
Batteriemanagement ebenfalls.:)
 
Ja, Ladezyklen, Batteriemanagement, Thermomanagement sowie Lade- und Entladeströme haben einen grossen Einfluss auf die Lebensdauer von Akkus.
 
Na ja, die 48V ist ja unter dem Beifahrersitz (Innenraum) untergebracht (mit Gebläsekühlung). Die 280V/230V ist ja hinten unter dem Kofferraum angebracht.
Zweiter Unterschied: der Motor läuft ja ständig durch beim Mildhybriden, während beim Vollhybriden ein EV Modus möglich ist ohne OTTO.
 
Auf den ersten Blick sieht es fast so aus, dass der 48 V - Akku schonender "gelagert" und behandelt wird als der 280/230V - Akku, was eine längere Lebensdauer bedeuten würde.

Da wir aber nicht wissen, wie das Lade- / Entlademanagement genau ausschaut, sind das alles nur Spekulationen, d.h. deine eingangs gestellte Frage werden wir wohl nicht beantworten können.

Auch die Frage, weshalb der Akku mit der kürzeren Garantiedauer unbegrenzte Kilometer hat und der Akku mit der längeren Garantiedauer bei 160.000 km limitiert ist, könnte nur Dacia selbst beantworten.
 
Die Anzahl der Ladezyklen hat sich ja mittlerer weile auf 11000 erhöht bei den industriellen Akkus. (15 Jahre Lebensdauer bei 90%)
Es könnte am Material und Belastung der Elektroden liegen. Aber da müsste ich die chinesischen Produzenten der Akkus und nicht Dacia fragen:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin ja kein Elektriker, aber könnte eher die Anzahl der Ladezyklen damit zu tun haben? (280 vs 48)
Batteriemanagement ebenfalls.:)
Ich würde eher sagen an der Lade- und Entladeleistung, die ist im Bezug auf die Kapazität beim 48V Akku größer.
 
Weshalb soll die Lade- und Entladeleistung beim 48V Akku grösser sein?
 
Nicht absolut, aber im Sinne der Belastung und damit auch Haltbarkeit.
 
Nicht absolut aber im Sinne der Belastung?
 
Kann man das etwas genauer und mit physikalischen Fakten erklären? (Unbegrenzte Km-Leistung des 1.2 Dreizylinders und nur 3 Jahre Garantie.)
 
Hab Mal sie KI gefragt was haltbarer ist, hier die Erklärung.

Kurz und klar, ohne Beschönigung:

Ein 48-V-Akku ist in der Praxis in der Regel haltbarer als ein 280-V-Akku.

Die sachlichen Gründe

Geringere elektrische Belastung
Niedrigere Spannung bedeutet weniger Stress für Zellen, Isolierung und Elektronik. Das wirkt sich direkt positiv auf die Lebensdauer aus.

Einfacheres Thermomanagement
48 V-Systeme sind leichter zu kühlen. Hitze ist der größte Akku-Killer – je besser die Temperatur im Griff ist, desto länger lebt der Akku.

Robustere Technik
Hochvolt-Systeme (280 V) brauchen deutlich mehr Schutzschaltungen, Isolation und präzise Überwachung. Mehr Komplexität heißt auch mehr mögliche Fehlerquellen.

Service und Austausch
48 V-Akkus lassen sich einfacher warten, reparieren oder modular tauschen. Das verlängert die Nutzungsdauer real, nicht nur theoretisch.


Wann ein 280-V-Akku trotzdem sinnvoll ist

Bei hoher Leistungsanforderung (z. B. E-Auto, Industrieantrieb)

Wenn Gewicht und Effizienz wichtiger sind als maximale Lebensdauer

Bei professionell gemanagtem BMS und optimaler Kühlung


Klare Einordnung

Haltbarkeit & Alltag → 48 V gewinnt

Leistung & Effizienz → 280 V gewinnt

Kosten & Risiko → 48 V deutlich im Vorteil
 
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1. Was bestimmt die Entladeleistung wirklich?

Nicht die Spannung allein, sondern:

Zellchemie (LiFePOâ‚„, NMC, LTO usw.)

C-Rate der Zellen

BMS-Grenzen

Thermik (Kühlung)

Dauer- vs. Spitzenentladung


Formel bleibt: Leistung (W) = Spannung (V) × Strom (A)


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2. Typische Entladeleistung in der Praxis

🔹 48-V-System

Dauerstrom: 100–200 A (sauber und langlebig)

Peakstrom: 300–500 A (sekundenweise, je nach Zelle)


Reale Leistungen

48 V × 150 A ≈ 7,2 kW Dauer

48 V × 200 A ≈ 9,6 kW Dauer

48 V × 400 A ≈ 19,2 kW Peak


Einordnung

Sehr hohe Kurzzeitleistung

Strombedingte Erwärmung steigt stark

Kabel, Sicherungen und BMS werden limitierend



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🔹 280-V-System

Dauerstrom: 30–60 A

Peakstrom: 80–120 A


Reale Leistungen

280 V × 35 A ≈ 9,8 kW Dauer

280 V × 50 A ≈ 14 kW Dauer

280 V × 100 A ≈ 28 kW Peak


Einordnung

Sehr gute Dauerentladeleistung

Weniger Wärmeverluste

Elektrisch und sicherheitstechnisch anspruchsvoll



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3. Direktvergleich Entladeleistung

Kriterium : 48 V 280 V

Dauerleistung: Mittel. Hoch
Peak-Leistung: Sehr hoch Hoch
Thermische Verluste: Hoch. Niedrig
Systembelastung: Stromdominiert Spannungsdominiert
Fehlertoleranz: Hoch. Niedrig



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4. Klare technische Aussage

Kurzzeitige hohe Entladeleistung (Peak) → 48 V überlegen

Hohe Dauerentladeleistung → 280 V klar im Vorteil

Lebensdauer bei Dauerlast → 280 V

Robustheit & Einfachheit → 48 V



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Ehrliches Fazit

Ein 48-V-System kann brutal viel Strom liefern – kurz und hart.
Ein 280-V-System liefert Leistung konstant, effizient und dauerhaft.
 
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