Warum kann der Bigster Hybrid mit Multimodegetriebe nur 1000KG ziehen?

Biggi

Dacianer-Cruiser
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Hallo Freunde,

warum kann der Bigster mit dem Hybrid und dem 1,8L Motor eigentlich nur 1000KG ziehen?

Was passiert mit dem Multimode Getriebe wenn man einfach 1500KG daran hängen würde?
Fährt der Wagen dann einfach nicht mehr los weil er merkt das es zu schwer ist oder gibt es da mechanische Beschädigungen oder muss der Motor dann ständig arbeiten um die Akkus zu füllen?
 
Würde mich auch interessieren. Grade weil der Duster mit identischen Motor und Getriebe nur 750kg darf
 
@Blacky ,
Der Duster hat eine andere Konstruktion der Fahrgastzelle als der Bigster (Säule C, Querträgerunterkonstruktion und Kofferraum selbst.
Daher der Unterschied.:)
 
Achso Okay, hab mich schon gewundert. Aber krass das sowas 250kg ausmacht.
 
Na ja, die Zulassung muss sicherstellen, dass aus in ungünstigen Neigungsverhältnissen und Belastungen alles ok ist.
Die Zugfahrzeuge sind im Bereich von 1450 kg. (schön leicht...)
 
warum kann der Bigster mit dem Hybrid und dem 1,8L Motor eigentlich nur 1000KG ziehen?

weil der Duster mit identischen Motor und Getriebe nur 750kg darf

Ich vermute: Weil der Verbrenner im voll Hybrid auch die Aufgabe hat, dies sehr oft, Leistung zur Akkuaufladung abzugeben.
Der Fahrer hat darauf keinen Einfluss. Wie viel Leistung bleibt noch übrig, wird der Akku aufgeladen, zu diesem Zeitpunkt der Wagen ne Autobahnsteigung zu nehmen hat, mit WoWa oder Anhänger hinten dran? Auch kann das Multimode zur Überhitzung kommen. Für diesen Stress ist es nicht ausgelegt.


Duster hat eine andere Konstruktion der Fahrgastzelle als der Bigster
Ich weiß es nicht, vermute es nur. Dein Post hat was.
 
@Ponyhof ,
wenn man auf Daciaseite Duster und Bigster vergleicht/optisch übereinanderlegt (Maße) sieht man schon optisch die Unterschiede.
Beide haben auch noch die Hybridbatterien unter dem Kofferraum. (23 cm Unterschied in der Länge...) Radstand..usw.
Da der Bigster 109 PS mit dem Motor zuverlässig immer bringt und der 1.2 130PS, ist es auch eine Motorisierungsfrage grundsätzlicher Art.
 
Das sagt die KI in der Google Suche dazu:

"Die geringere Anhängelast von 1.000 kg beim
Dacia Bigster Hybrid 155 (im Vergleich zu bis zu 1.500 kg bei anderen Motorisierungen) ist typisch für Hybrid-Konzepte. Grund sind technische Limitierungen, wie das höhere Fahrzeuggewicht durch die Batterie, thermische Belastung des Elektromotors/Getriebes und die Auslegung des Antriebsstrangs auf Effizienz statt auf hohe Zuglasten.

  • Gewicht und Effizienz: Das Full-Hybrid-System bringt zusätzliches Gewicht (Batterie, E-Motor) mit sich, was die verbleibende technische Kapazität für Anhängelast innerhalb des maximal zulässigen Gesamtzuggewichts verringert.
  • Hybrid-Getriebe: Die speziellen Multi-Mode-Getriebe von Hybridantrieben sind oft nicht für dauerhaft hohe Zugbelastungen (insb. an Steigungen) ausgelegt wie herkömmliche Schalt- oder Wandlergetriebe.
  • Kühlung: Der Elektromotor und die Leistungselektronik erzeugen im Anhängerbetrieb viel Wärme, weshalb die Last begrenzt wird, um Überhitzung zu vermeiden.
Andere Dacia Bigster Modelle mit Mild-Hybrid oder 4x4 (und ohne schwere Batterie) erreichen höhere Werte von bis zu 1.500 kg."

Zusätzlich muss zur Zulassung der Anhängelast der Bigster mit voller Auslastung (zGG von Auto und Anhänger 100 kg) mindestens 5x in 5 Minuten bei 12 % Steigung anfahren können.... und das mit der kleinen Batterie, ne Kupplung gibts ja nicht.
Das hat mit einer (angeblich, ne Quelle dazu wurde ja nicht genannt, und nur 40 kg Mehrgewicht sprechen eigentlich dagegen) stärkeren Fahrgastzelle eines Bigsters nix zu tun... schließlich haben Bigster und Duster mit Mild Hybrid absolut identische Anhängelasten, was eindeutig gegen die Wunsch-Theorie von @1.8 R4 spricht...

Gruß Dieter
 
Es würde im Falle einer Polizeikontrolle bedeuten das die Fahrt zu Ende ist. Strafe inklu.
Schade -damit was diese Modell bei mir raus.
 
@Gaggel ,
toll, dass es KI gibt und du dir die Mühe gemacht hast die Gründe zu suchen.
Multimode-Getriebe: glaube ich sofort.
Gewicht und Effizienz: 1.2 hat auch einen Elektromotor dabei, der dauerhaft läuft und die Steuerelektronik dazu. (bedingt glaubhaft)
Kühlung: Elektromotor und Leistungselektronik in mildhybrid erzeugen auch Wärme. (bedingt glaubhaft)
An der Bauart bedingten "Wunsch-Theorie" bezüglich Fullhybrid Duster und Fullhybrid Bigster (750/1000kg) halte ich weiterhin fest.:)
Beide mit 155 Antrieb haben unterschiedliche Angaben.
 
An der Bauart bedingten "Wunsch-Theorie" bezüglich Fullhybrid Duster und Fullhybrid Bigster (750/1000kg) halte ich weiterhin fest.:)
Beide mit 155 Antrieb haben unterschiedliche Angaben.
Ist Dein gutes Recht, an Deiner Wunsch-Theorie fest zu halten... wenn Du dich dann besser fühlst...
Fakt ist jedoch, dass die Karosserie mit 1500 kg am Haken stärker belastet wird, als mit 750/1000 kg am Haken... und da sind beide Karosserien in der Lage, die 1500 kg zu stemmen... Also was bringt Dich dazu, zu glauben, dass die Fullhybrid Karosserie sich von den Karosserien der anderen Motorvarianten unterscheidet? Und, ist die Karosserie der anderen Motorvarianten vielleicht stärker ausgelegt als die der Fullhybride? Die dürfen nämlich mehr anhängen, und müssten nach Deiner Wunsch-Theorie stärker ausgelegt sein... :bananatanzt:

Gruß Dieter
 
@Gaggel ,
Ich fühle mich gut. Danke.

Zur meiner "Wunschtheorie" sollte man den Blickwinkel ändern.

Duster wurde jetzt in der dritten Version für 1500kg Anhängerlast konzipiert. (Diesel von früher und Mildhybride...).
Nun wird ein neues Antriebskonzept mit Benzin und Elektro eingeführt plus Multimodegetriebe.
Da die Abmessungen gleich sind, muss der größere Antrieb +Multimode unter die Haube. Die Batterie 12V hat vorne kein Platz, also nach hinten. Die zusätzliche 28oV Batterie (49 kg) muss auch hinten platzmäßig untergebracht werden. Kofferraumvolumen soll gleich bleiben. Also muss sie auch hinten unter den Kofferraumboden platziert werden, Dafür sind konstruktive Änderungen notwendig (Platz schaffen und dennoch die Bodenfreiheit beibehalten. Es müssen also Teile der Träger und des Bleches weg (Karosserieschwächung1). Batterien müssen auch noch festgemacht werden an den noch dann vorhandenen Teilen (Karossereischwächung2). Somit sinkt die Anhängerzuglast für das Modell auf 750kg.

Bigster neues Modell.

Ablauf dito.
Aber: Der Wagen ist höher (jede Säule um 5 cm) und länger (+23 cm) als Duster III von der neuen Konstruktion her. Daher muss ich für die Batterien weniger an Unterkonstruktion wegnehmen. Daher Anhängerzuglast 1000kg.

Wenn man das unter dem Gesichtspunkt des Karosserieaufbaus, der Festigkeit und Werkstofflehre physikalisch durchdenkt könnte daran doch etwas wahres sein, oder? (Wir könnten auch über die Zug-, Druck-, und Torsionskräfte am Fahrzeugaufbau und der Kupplung sinnieren.) :)
#7 Motorisierung ist ja klar.
 
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@Gaggel ,
Ich fühle mich gut. Danke.

Zur meiner "Wunschtheorie" sollte man den Blickwinkel ändern.

Duster wurde jetzt in der dritten Version für 1500kg Anhängerlast konzipiert. (Diesel von früher und Mildhybride...).
Nun wird ein neues Antriebskonzept mit Benzin und Elektro eingeführt plus Multimodegetriebe.
Da die Abmessungen gleich sind, muss der größere Antrieb +Multimode unter die Haube.
Der Antrieb ist nicht größer, schließlich fehlt ihm die Kupplung, und das Multimode Getriebe ist auch kleiner als das frühere EDC Getriebe... Dem Fullhybridmotor fehlt auch der ganze Ansaug- und Abgasstrang der Motoraufladung der Turbo's...
Die Batterie 12V hat vorne kein Platz, also nach hinten. Die zusätzliche 28oV Batterie (49 kg) muss auch hinten platzmäßig untergebracht werden. Kofferraumvolumen soll gleich bleiben. Also muss sie auch hinten unter den Kofferraumboden platziert werden, Dafür sind konstruktive Änderungen notwendig (Platz schaffen und dennoch die Bodenfreiheit beibehalten.
Das war schon bei der Entwicklung des Duster 3 und des Bigster im Lastenheft gestanden... außerdem sitzt der gar nicht große Akku direkt auf höhe/hinter der Hinterachse, dort wo der Allradantrieb sitzen würde...
Es müssen also Teile der Träger und des Bleches weg (Karosserieschwächung1). Batterien müssen auch noch festgemacht werden an den noch dann vorhandenen Teilen (Karossereischwächung2).
Nö, dann hätte es eine zusätzliche Homologation geben müssen, was zusätzliches Geld kostet, und ist wegen dem vorhandenen Platz durch den nicht vorhandenen Allradantrieb auch gar nicht nötig. Da kommen keine Bleche und Teile der Karosserie raus....
Somit sinkt die Anhängerzuglast für das Modell auf 750kg.
Nö, das hat andere Gründe...
Bigster neues Modell.

Ablauf dito.
Aber: Der Wagen ist höher (jede Säule um 5 cm) und länger (+23 cm) als Duster III von der neuen Konstruktion her. Daher muss ich für die Batterien weniger an Unterkonstruktion wegnehmen. Daher Anhängerzuglast 1000kg.
Der Duster Fullhybrid hat eine 1,2kw/h Batterie, der Bigster dagegen eine 1,4 kw/h Batterie... Ich habe es ja schon mal geschrieben (und Du hast es überhaupt nicht beachtet...), zur Homologation der Anhängelast muss der maximal beladene Zug innerhalb von 5 Minuten 5x bei 12% Steigung anfahren können... Nun hat der Fullhybrid keine Kupplung und fährt rein elektrisch an... mit dem ganzen Zuggewicht... und das muss auch mit nicht voller Batterie funktionieren....
Das scheint der Duster mit 1000kg am Haken nicht zu schaffen, wegen zu kleiner Batterie... deshalb 750 kg...
Der Bigster hat ne größere Batterie und schafft dann 1000kg...

So einfach kann es sein....

Oder es ist noch einfacher, Dacia wollte einfach einen Abstand des vermeintlichen Topmodells zum kleineren Vorgänger wahren... und kosten würde die neue Homologisierung auch noch....


Gruß Dieter
 
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@Gaggel,
Zuglast 12% Steigung:
Der Bigster hat 109 PS mit 172 Nm und E-Motor 49PS mit 205Nm. Wenn er in fünf Minuten fünf mal anfahren muss: meiner startet immer elektrisch. Ist die Batterie fast leer, dann springt sofort der Otto an und ich fahre mit Otto los. Also muss er im ungünstigen Fall die Zugarbeit verrichten mit weniger Drehmoment. Ich denke das würde er schaffen. Was meinst du als WoWo-besitzer? (Homologisierung).

Der Duster III hat jetzt den 155 (früher 140) mit dem gleichen Motor und Elektromotor plus Multimode. Die Batterie ist jetzt ebenfalls 1,4 .
Zuglast dennoch bei 750 kg. Dann müsste er es doch schaffen?
Deiner hat 130PS.

Die Zuglast ist für viele Käufer von Duster III ein wichtiges Argument. (Forenmitglieder bauen sich die Anhängerkupplung in Mehrzahl ein.) Siehe auch die Diskussion um die falsche Anhängerlast in der deutschen Preisliste und dem Konfigurator vor 2 Monaten...die von Dacia korrigiert wurde.

Daher warte ich auf die ersten Instandsetzungsbücher zu Dacia (Bigster und Duster III). Anhand der Explosionszeichnungen könnte man dann die "Tatsachen" erkennen". (so oder so)
So lange tappe ich im Dunkeln und kann es nicht genau belegen. Aber ich hoffe wir bleiben im fachlichen Gespräch:)
Alles andere ist Mutmaßung.

Interessant: Der G150 4x4 hat jetzt den zweiten Elektromotor an der Hinterachse. (Platzfrage?) Soll auch elektrisch (obwohl 6 DSG) fahren können (Batterie 0,84kw) und 1500 kg Zuglast.
Serieller und paralleler Antrieb als Lösung? Mal schauen wenn die ersten im Forum etwas berichten.
 
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Du hast anscheinend das Prinzip des Multimode Getriebes nicht verstanden… Das Teil hat KEINE Kupplung und kann deswegen nicht mit dem Verbrenner los fahren… Das Fahrzeug muss erst mit dem Elektromotor auf eine Geschwindigkeit gebracht werden, welche ausreicht, dass der Verbrennungsmotor nicht abgewürgt wird… Für diesen Zeitraum fährt das Fahrzeug ausschließlich mit dem 49 PS E-Motor… mit sonst nix. Erst wenn Du ca. 7 bis 10 km/h erreicht hast, kann der Verbrenner den E-Motor unterstützen….

Gruß Dieter
 
Danke für den fachlichen Hinweis.
Werde das Prinzip in Bezug auf meine täglichen praktischen Erlebnisse analysieren.
Das er keine Kupplung hat ist mir bewußt. Haben auch die Renaults mit 200PS + Multimodegetriebe und deutlich höherer Zugkraft nicht.

Also bis 7km... nur elektrisch 5 mal Anfahren und das Schaft der 155Hybrid mit dem WoWa nicht in 5 Min. bei 12% Steigung, bevor der Otto übernimmt. (Der Otto läuft auch im Stand und lädt die Batterie.)
 
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Du hast anscheinend das Prinzip des Multimode Getriebes nicht verstanden… Das Teil hat KEINE Kupplung und kann deswegen nicht mit dem Verbrenner los fahren… Das Fahrzeug muss erst mit dem Elektromotor auf eine Geschwindigkeit gebracht werden, welche ausreicht, dass der Verbrennungsmotor nicht abgewürgt wird… Für diesen Zeitraum fährt das Fahrzeug ausschließlich mit dem 49 PS E-Motor… mit sonst nix. Erst wenn Du ca. 7 bis 10 km/h erreicht hast, kann der Verbrenner den E-Motor unterstützen….

Gruß Dieter
Ich glaube das bezieht sich nur auf das Rückwärts losfahren, da im Multimode Getriebe kein Rückwärtsgang für den Verbrenner
vorgesehen ist. Vorwärts ist meiner bei kälte auch schon mit dem Verbrenner los.
 
Also gut, ich sitze ja nicht im Antriebsstrang.
Aber das witzige Filmchen im Tacho hat mir bei Abfahrt ab und an schon Weiß auf Antrieb angezeigt.
Womit er tatsächlich angefahren ist weiß ich nicht.
 
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