@Ulla_unterwegs
Ganz grundsätzlich kann ich dein "Erlebnis" nachvollziehen.
Ich helfe im Freundeskreis zwei alten Damen um die 80. Nun, nachdem mein Vater gestorben ist, auch meiner Mutter mir 82 Jahren. Übereinstimmend sagen mir alle drei, daß sie anders behandelt werden, wenn ich dabei bin. Beziehungsweise ich anders, als sie behandelt werde, wenn ich für sie spreche. Ich bin 62.
Da sie keine Ahnung von Autotechnik haben, stellen sie allerdings auch - für jemanden, der etwas Ahnung hat - sehr merkwürdige Fragen/Aussagen. So eine wie deine "....ob der Ölstab in die Kette geht....". Da hätte ich auch innerlich die Augen verdreht.
Genau den Fall habe ich gerade mit einer der Damen.
Die, ein Jahr alte, Autobatterie ist völlig tot. Mein Ladegerät und mein Starthilfebooster weigern sich, die Batterie zu laden.
Für Laien zur Erklärung: Die aktuelle Gerätegeneration ist "intelligent"-quasi ein kleiner Minicomputer. Sie prüfen, ob das eine 12- oder 24 Volt-Batterie ist, wie der Ladezustand ist, ob die Polung korrekt ist, etc. Wenn die die Stromzufuhr nicht freischalten, hat die Batterie definitiv einen Defekt.
Das hat die Dame nicht verstanden. "Nun mache da endlich Strom rein!...". So ungefähr.
Sie war Kosmetikerin. Ich zu ihr: "Stelle dir vor, eine Kundin mit schweren Hautproblemen im Gesicht kommt zu dir und will eine Gesichtsmaske eines bestimmten Herstellers. Die Produkte dieser Marke würde sie immer nutzen. Dir ist klar, daß das Hautproblem von den Produkten dieses Herstellers kommt. Denn auf einen Inhaltsstoff reagiert ihre Haut allergisch. Würdest du dich nicht weigern?". Das hat sie dann verstanden.
Und natürlich ist die Batterie ein absolutes Billigprodukt eines mir völlig unbekannten Herstellers. Sie hat halt die billigste gekauft. Ich zu ihr: "Wir kaufen jetzt eine Bosch oder Varta oder ein ähnliches Markenprodukt. Oder würdest du eine unbekannte Chinacreme mit unbekannten Inhaltsstoffen im Gesicht benutzen?".