Assistenzsysteme sinvoll, oder tödlich ?

Das Hirn ist ein Energiesparer. Wenn es energieintensive Prozesse auslagern und die Kapazität für individuell priorisierte (angenehmere) Denkaufgaben verwenden kann (also weniger lästigen Kleinkram), tut es das bei jeder Gelegenheit. Und das ist ein häufig unterschätztes Problem. Gerade das Komfort- und Luxusversprechen ist nicht selten ein sehr entscheidendes Kaufargument, das die "betreutes Fahren"-Periode überhaupt erst möglich macht.
@Katzenpersonal sehr gut erklärt, vielen Dank!

Ein für mich nicht unwichtiger Aspekt ist bisher unberücksichtigt geblieben: leider kommen weltweit autokratische Regierungen zunehmend in Mode. Wollen wir es wirklich der Regierung so leicht machen, uns per Knopfdruck gefügig zu machen? Ist das Auto erstmal autonom, kann es auch schnell per 'Fernwartung' stillgelegt werden (ganz ähnlich, wie gerade bei den Google- usw. Konten bei unliebsamen MA des internationalen Gerichtshofs geschehen).

Abgesehen davon sind autonome Fahrzeuge erschreckend leicht manipulierbar (z.T. mit Pappschildern!) und die Gefahr von Hackern sollten wir auch nicht unterschätzen...

Allgemein gilt (längst erwiesen): Wer wirklich Fortschritt will, sollte penibel auf das achten, was die Gegner/Bremser anführen. Sie zeigen i.d.R. sehr genau, welche Gefahren/Schwierigkeiten in den anvisierten Maßnahmen stecken. Es gilt, diese auszuräumen, bevor man ein neues Tool/ neuen Assistenten 'ausrollt'. Sonst landet man auf der Nase.

Ich finde es persönlich erschreckend, dass es tatsächlich Verteidiger der 'Bananenprodukte' gibt, die uns permanent von der (Auto-) Industrie angedreht werden.
 
... Ich finde es persönlich erschreckend, dass es tatsächlich Verteidiger der 'Bananenprodukte' gibt, die uns permanent von der (Auto-) Industrie angedreht werden.
Geht nicht explizit um (Auto-)Industrie, geht um alles. Zum Beispiel auch um die Digitalisierung und Staatsmodernisierung. Alles wird aufgehalten und hinausgezögert, weil sich kein (Verwaltungs-)Mitarbeitender traut, Fehler zu machen. Darf sie/er, muss sie/er sogar, sonst bewegt sich nichts. Es gilt das Prinzip, schon mit dem ersten MVP an den Start zu gehen (= Minimum Viable Product). Vielleicht für den einen oder anderen ein Paradigmenwechsel, aber unbedingt erforderlich, um im weltweiten Wettbewerb Schritt zu halten. Aus unserer Komfortzone müssen wir uns verabschieden.
 
@Katzenpersonal sehr gut erklärt, vielen Dank!

Ein für mich nicht unwichtiger Aspekt ist bisher unberücksichtigt geblieben: leider kommen weltweit autokratische Regierungen zunehmend in Mode. Wollen wir es wirklich der Regierung so leicht machen, uns per Knopfdruck gefügig zu machen? Ist das Auto erstmal autonom, kann es auch schnell per 'Fernwartung' stillgelegt werden (ganz ähnlich, wie gerade bei den Google- usw. Konten bei unliebsamen MA des internationalen Gerichtshofs geschehen).

Abgesehen davon sind autonome Fahrzeuge erschreckend leicht manipulierbar (z.T. mit Pappschildern!) und die Gefahr von Hackern sollten wir auch nicht unterschätzen...
Dass man sich den möglichen Gefahren bewusst ist und auch Respekt davor hat, ist sicher nicht falsch. Aber die Angst vor "Dunklen Mächten" ist ein schlechter Ratgeber, denn sonst darfst du auch keinen Internetanschluss, Mobile-Phone, PC, Smart-TV, etc. benutzen. Nebst den Vorteilen dieser Technologien, bergen sie immer auch wie alles im Leben gewisse Risiken.

Ich finde es persönlich erschreckend, dass es tatsächlich Verteidiger der 'Bananenprodukte' gibt, die uns permanent von der (Auto-) Industrie angedreht werden.
Da hat in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik längst ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Von wenigen Bereichen abgesehen gewinnt nicht der Bessere, sondern der Schnellere.

Wenn Firma A heute ein neues Smartphone auf den Markt bringt, welches einen Reifegrad von 95% aufweist und Firma B ein identisches Model mit identischen Funktionen und einem Reifegrad von 98% (100% wird es nie geben) erst in 3 Monaten, dann wird Firma A gewinnen.

Der grösste Teil der Kunden denkt pragmatisch und will lieber heute das neue Model mit gewissen Mängeln, als 3 Monate auf ein etwas ausgereifteres Produkt zu warten. Hinzu kommt, dass das Produkt A in 3 Monaten danke dem frühzeitigen breiten Einsatz und den Möglichkeiten des OTA-Updates ausgereifter sein wird, als das Produkt B, weil heutzutage ein Produkt im Feldeinsatz wesentlich schneller und besser reift, als hinter verschlossenen Türen in den Entwicklungs- und Testabteilungen.

P.S.:
Diesen Beitrag habe ich auf einem Gerät mit einer Win11-Dev-Version geschrieben, die erst in rund 12 Monaten auf den Markt kommt, verbunden mit dem Internet über einen Router, dessen SW erst in 6 Monaten freigegeben wird. Für mein Empfinden dauert der Launch neuer Produkte noch immer zu lange, weshalb ich bei verschiedenen Produkten (Soft- und HW) mit frühen Dev-, Alpha oder Beta-Versionen arbeite. Selbstverständlich setze ich bei kritischen Dingen wie z.B. Telebanking auf eine zweite, ausgereiftere und zusätzlich gehärtete Umgebung mit aktuell freigegebener SW und HW.
 
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Aus unserer(!) Komfortzone müssen wir(!) uns verabschieden.
Ist das wild. Bis du jetzt Bundeskanzler Merz, der besorgt auf sein von ihm regiertes Volk herabblickt, lauter Faulenzer entdeckt und deswegen erstmal ordentlich die Lebensgrundlage derjenige kürzt, die nicht seiner Klientel entsprechen. Die Obrigkeit bedankt sich für so viel freiwilliges Untertanentum und Opferbereitschaft.

Möchte dich jetzt nicht persönlich angreifen, sondern einfach mal darauf hinweisen, welche in meinen Augen irrsinnige Position du da einnimmst. Die meisten hier im Forum werden Lohnabhängige sein, die unmittelbar von der vielleicht kommenden Kürzungsorgie betroffen sind, sobald sie für die Kapitalvermehrung nicht gebraucht werden.
 
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Nein, wir haben uns viel zu lange auf den Lorbeeren unserer Eltern und den einstigen Wirtschaftlichen Erfolgen ausgeruht und sind dadurch selbstgefällig, ignorant, verwöhnt, träge, bequem und innovationsarm geworden und haben den Biss verloren. Auch hier gelten letztendlich die bekannten Weisheiten "Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit" und "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" .
 
... Bis du jetzt Bundeskanzler Merz, der besorgt auf sein von ihm regiertes Volk herabblickt, lauter Faulenzer entdeckt und deswegen erstmal ordentlich die Lebensgrundlage derjenige kürzt, die nicht seiner Klientel entsprechen ...
... Windräder hässlich finden und am "hocheffizienten Verbrenner" festhalten? Nee, bin ich ganz sicher nicht.

Der hier gefällt mir:
Digitalminister Karsten Wildberger erwartet große Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch den Einsatz von KI. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könne "Teil der Lösung werden".
Quelle: zdfheute.de

Um Faulheit, Untertanentum oder Opferbereitschaft geht es mir definitiv nicht. Eher um sinnstiftende Beschäftigung in einer Post-Arbeitsgesellschaft. Aber das würde hier zu weit ins Off-Topic führen und hätte auch nur wegen der erforderlichen Bereitschaft zu Veränderungen Themenbezug.
 
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Dafür gibt es den Schienenverkehr und Taxis !!!

👍🏻
Und wer sich wirklich wichtig fühlt oder ist, hat einen Fahrer.
(kann eine Maßnahme zur Vollbeschäftigung sein 😉)

Das autonomere Fahren wird kommen,
wenn es wirklich ausgereift ist.
(wie im Maschinenbau, da dürfen Maschinen auch nicht in Betrieb, wenn sie Personen nur meistens schützen)
 
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Deutschland tickt da vermutlich etwas anders, als der Rest von Europa. In Deutschland ist das heilige Blechle und das herumfahren damit für viele ein geliebtes Hobby. Andernorts ist das Auto und das damit verbundene Reisen eher ein notwendiges Übel, das viel Zeit und Geld vernichtet.
vielleicht solltest du aufhören, alle Deutschen als homogene Klischeemasse anzuprangern. Unter uns gibts genauso viele, die das Auto in erster Hinsicht als das ansehen, was es ist: ein sehr praktisches Transportmittel. Wir sind nicht blöder als die Schweizer oder sonstwer, auch wenn jeder seine ganz speziellen, landestypischen Macken hat.

Auch der Glaube, wir würden alle nur so zum Spass rumfahren, ist absurd. Autofahren kostet überall (auch in D) Geld und Zeit, und wenn man heute eins nicht hat, dann zuviel Zeit. Ich persönlich würde ja lieber ein Wurmlochportal aus der SF-Branche nehmen und direkt an den Urlaubsort oder ins Geschäft springen, alternativ auch gern teleportieren. Das Auto habe ich, weil beides nicht existiert, und es, auf die individuelle Lebens- und Wohnsituation bezogen, von allen Übeln schlicht das Kleinste darstellt. Auch die Wahl des D3 war reiner Pragmatismus, sonst hätte ich einen Range Rover oder Vergleichbares in der Garage stehen.

Wenn das Auto darüberhinaus auch noch diverse praktische Helfer onboard hat, bis zu einem gewissen Grad: ok. Bei mir hörts einfach nur mit übergriffigen und dabei nicht wirklich zuverlässigen Systemen auf. Andere sind dankbarere Klienten für Betreuungssysteme, auch wenn die Umfragen in meinem Umfeld (das nicht klein ist) bestätigen, dass der absolute Grossteil sie eher ablehnt und manchmal sogar (aus eigener Erfahrung) fürchtet. Da ist jedes Alter dabei, jede Einkommensklasse, geschlechtsneutral. Ist also kein seniler-Alter-Sack-Problem.
 
Taxis sind zu teuer und der Schienenverkehr ist primär für die Massen-Verbindung von Ballungszentren. Die ideale Ergänzung dazu werde autonome OnDemand Kleinbusse sein.
du stellst schon wieder Prognosen auf, die auf Wünschen basieren. Selbst wenn solche (vollautonomen) Fahrzeuge jemals entwickelt werden, bleibt immer noch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit (wieviel kostet der Dienst bzw wieviel muss er kosten) und ob da ausserhalb von ein paar wenigen, relativ fest ausgewiesenen Bereichen (vorwiegend in Ballungszentren und grossen Innenstädten) überhaupt grosse Nachfrage erfolgen wird.

Man kann wacklige Variablen nicht einfach zu Zukunftskonstanten erklären. Dh, man kann das natürlich schon vorsuchen, aber ...

Lass den ideologischen Kram weg, dann diskutieren wir das vielleicht nochmal. Dann ernsthaft.
 
… auch wenn die Umfragen in meinem Umfeld (das nicht klein ist) bestätigen, dass der absolute Grossteil sie eher ablehnt und manchmal sogar (aus eigener Erfahrung) fürchtet. Da ist jedes Alter dabei, jede Einkommensklasse, geschlechtsneutral. Ist also kein seniler-Alter-Sack-Problem.
Und damit wären wir wieder bei der Technikfeindlichkeit der Gesellschaft. In einem solchen Umfeld kann definitiv keine Zukunftsgeschichte geschrieben werden.
 
du stellst schon wieder Prognosen auf, die auf Wünschen basieren. Selbst wenn solche (vollautonomen) Fahrzeuge jemals entwickelt werden, bleibt immer noch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit (wieviel kostet der Dienst bzw wieviel muss er kosten) und ob da ausserhalb von ein paar wenigen, relativ fest ausgewiesenen Bereichen (vorwiegend in Ballungszentren und grossen Innenstädten) überhaupt grosse Nachfrage erfolgen wird.

Man kann wacklige Variablen nicht einfach zu Zukunftskonstanten erklären. Dh, man kann das natürlich schon vorsuchen, aber ...

Lass den ideologischen Kram weg, dann diskutieren wir das vielleicht nochmal. Dann ernsthaft.
Ohne Wunschträume, Visionen, Risiko, Versuchen und Scheitern, würden wir noch immer in Höhlen wohnen.

P.S.
Selbst in der eher konservativen Schweiz werden ab 2028 erste Versuchsstrecken mit autonomen On Demand Kleinbussen in Betrieb gehen.
 
Klar doch, ich verstehe, früher war alles besser. Kann man so sehen. Ich für meinen Teil freue mich jeden Tag aufs neue an neuen Erkenntnissen und Errungenschaften aus Wissenschaft und Technik und ich bin Stolz darauf, dank meiner Ausbildung und meines Jobs aktiver Teil dieser Zukunft zu sein.
 
du stellst schon wieder Prognosen auf, die auf Wünschen basieren…

…Lass den ideologischen Kram weg, dann diskutieren wir das vielleicht nochmal. Dann ernsthaft.

der „Joggeri“ hat einfach zu viel Zeit oder Langeweile. Mit seinen über tausend Beiträgen seit ein paar Monaten, wirkt es wie wenn er als schweizer „Cleverle“ viele der anderen Forumsteilnehmer bekehren möchte. 😉
Er wirkt wie ein unterforderter oder nicht anerkannter Besserwisser.

(Ja, es gibt in auch in Deutschland einiges, das fragwürdig ist, das ist aber nicht jeder hier veröffentlichte Beitrag. Die meisten brauchen keine belehrende Besserwisserei.)
 
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