Assistenzsysteme sinvoll, oder tödlich ?

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Genau für solche Situationen lässt sich der Assistent ausschalten.
Aber es ist wohl an den Haaren herbeigezogen, wenn man die grundsätzliche Ablehnung des Assistenten an einem Beispiel festmacht, welches allenfalls auf 1% der gefahrenen Kilometer vorkommt.
Nix mit 1 Prozent. Das ist je nach Region sehr unterschiedlich. Hier gibt es sehr viele solcher Straßen. Viele sind nicht mal besonders schmal, man hat nur die Mittellinie wegrationalisiert. Und da soll ich jedesmal den Assistent bedienen, um nicht in den Gegenverkehr zu geraten? Weil die Entwicklungsabteilung zu blöd war (oder der Kostendruck zu hoch) dem Auto beizubringen, selbst zu erkennen, wie die Strecke beschaffen ist?
Wenn wir ehrlich sind, sollten wir einfach zugeben, dass wir die Komplexität der Verkehrssituationen nicht digital abbilden können.
 
Auf 99% der gefahrenen Streckenkilometern alltagstauglich und für seltene Fälle (Strassen ohne Markierung und Baustellen) deaktivierbar, somit alles bestens.
Ach lass doch die Leute selbst entscheiden, was sie ohnehin tun und stell mal deinen ja schon penetranten moralischen Eifer etwas zurück. Es gibt x Hersteller und Modelle, Streckenprofile, eben individuelle Erfahrungen und persönliche Empfindungen. Hast du eigentlich einen Not- und Spurhalteassistent?
 
Hast du eigentlich einen Not- und Spurhalteassistent?
Ja, der Notbremsassistent hat mich bereits vor einem Unfall bewahrt. Spurhalteassi habe ich leider nicht, weil ich das Fahrzeug 6 Monate zu früh gekauft habe. Am meisten vermisse ich aber den adaptiven Tempomaten. Die fehlenden Assis dürften auch der Grund dafür sein, dass ich das Fahrzeug nicht so lange wie ursprünglich geplant, fahren werde.
 
Auf 99% der gefahrenen Streckenkilometern alltagstauglich und für seltene Fälle (Strassen ohne Markierung und Baustellen) deaktivierbar, somit alles bestens.
keine oder schlechte Seitenmarkierung und oft fehlende Mittelmarkierung durch Flickschusterei an den Straßenschäden sind hier der Normalfall. Mag bei euch in der Schweiz bestimmt anders sein. Hilft uns hier aber nicht.
 
keine oder schlechte Seitenmarkierung und oft fehlende Mittelmarkierung
ich denke das sind auch die Punkte, die an Spurhalteassis verbessert werden können. Wenn die Lage unübersichtlich ist sollten die früher von sich aus aussteigen und dem Fahrer überlassen, wo die Spur langführt. Das geht sicher noch besser. Erkennen von Baustellenmarkierungen ist auch oft problematisch. Und das war schon so, als die entsprechenden Gesetze verabschiedet wurden. Wo ist die vielgerühmte KI bei der Auswertung solcher Kamerabilder?
 
Nun ja, ein Blick in die BA könnte auch hilfreich sein. Dort stehen viele Punkte, bei denen der Spurhalte-Assistent auszuschalten ist. Z.B. Baustellen, schmale Straßen, fahren mit Hänger ....
 
Wieso wird in diese Diskussion eigentlich so unglaublich viel Energie reingesteckt?

Finde Assistenten gut: MyPerso-Taste ändern
Finde Assistenten schlecht: MyPerso-Taste einstellen auf „alles aus“, vor Fahrtantritt zweimal drücken.
Finde Assistenten gut, will sie aber in speziellen Situationen aushaben: MyPerso-Taste in spezieller Situation zweimal drücken.
Fertig.

Die Mehrheit der Menschen geht mit dem Fortschritt mit und möchte diese Assistenten, bis hin zu autonomen Fahren. Ob- und wie lange das noch dauern wird ist irrelevant, denn es wird wie in jeder Technologie immer einen status quo geben, der gewisse Personengruppen noch (oder nie) überzeugt. Und das obwohl wir bei Dacia mit der MyPerso-Taste sogar noch privilegiert sind und diese Assistenten per 1-Klick ausschalten können.

Schaltet den Kram einfach aus wenn ihr ihn nicht mögt/überzeugt seid und gut is.
 
Der Spurhalteassistent greift doch erst bei ca. 60-70 km/h ein.
Bei Gegenverkehr auf der schmalen Strasse wäre das schon fahrlässig so schnell zu fahren.
Diese konkrete Strasse ist auf 70 begrenzt. Eine solche Geschwindigkeit fahre ich bei normalem Begegnungsverkehr problemlos. In meiner Gegend hat es einige solch verhältnismässig schmaler Strassen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung.
 
keine oder schlechte Seitenmarkierung und oft fehlende Mittelmarkierung durch Flickschusterei an den Straßenschäden sind hier der Normalfall. Mag bei euch in der Schweiz bestimmt anders sein. Hilft uns hier aber nicht.
Ich bin oft in Süddeutschland unterwegs. Und zumindest da sind die Strassenverhältnisse nicht schlechter als in der Schweiz. Klar hat es wie überall Baustellen und auch mal Strassen ohne Mittellinie. Aber selbst im WorstCase sind da auf 100 km Fahrt weniger als 5 km untauglich für den Assi.
 
ich denke das sind auch die Punkte, die an Spurhalteassis verbessert werden können.
Richtig, und die werden auch laufend verbessert werden, 100% perfekt werden sie dennoch nie sein. Aber sie sind bereits auf einem Stand, wo man den breiten Einsatz verantworten kann.
 
Der Fahrer soll und muss weiterhin mitdenken und entscheiden.
... wobei das ja wieder dem auch hier ausgerufenem großen Ziel "vollautonomes Fahren" widerspricht. Entweder werde ich vollautonom gefahren (das habe ich bewusst so formuliert), dann möchte ich aber auch Zeitung lesen oder pennen, oder ich muß "weiterhin mitdenken und entscheiden", dann ist aber das autonome Fahren ins Absurde geführt, weil dann kann ich ja gleich wieder selber fahren wie seither...
 
Ich bin oft in Süddeutschland unterwegs. Und zumindest da sind die Strassenverhältnisse nicht schlechter als in der Schweiz. Klar hat es wie überall Baustellen und auch mal Strassen ohne Mittellinie. Aber selbst im WorstCase sind da auf 100 km Fahrt weniger als 5 km untauglich für den Assi.
Na, dann kommen mal nach Öhningen und fahre über die Höri, von Schienen bis Radolzell....da ist alles untauglich für den Assi.
 
In meiner Gegend hat es einige solch verhältnismässig schmaler Strassen ohne Geschwindigkeitsbeschränkung.
Keine Beschränkung ist kein Freibrief. Man muss die Geschwindigkeit immer den Verhältnissen anpassen. Da es auf solchen Nebenstrassen immer mehr Radfahrer hat, ist ein angepasstes Tempo ohnehin angesagt. Und wenn du 100 km durch deine Gegend fährst und solche Strecken, wo man Tempo über 60 oder 70 verantworten kann nicht bewusst bevorzugst, wieviele km sind dann für den Assi ungeeignet?
 
Na, dann kommen mal nach Öhningen und fahre über die Höri, von Schienen bis Radolzell....da ist alles untauglich für den Assi.
Wenn man will, findet man immer ausgesuchte Teilstrecken, die zu 100% ungeeignet sind. Aber das entspricht wohl bei der Mehrheit nicht dem durchschnittlichen, üblichen Streckenprofil.
 
... wobei das ja wieder dem auch hier ausgerufenem großen Ziel "vollautonomes Fahren" widerspricht. Entweder werde ich vollautonom gefahren (das habe ich bewusst so formuliert), dann möchte ich aber auch Zeitung lesen oder pennen, oder ich muß "weiterhin mitdenken und entscheiden", dann ist aber das autonome Fahren ins Absurde geführt, weil dann kann ich ja gleich wieder selber fahren wie seither...
Sehe ich anders. Das autonome Fahren braucht Erfahrung. Und die bekommt es durch die Phase der Assistenzsysteme.

Die Phase der Assistenzsysteme dauert in Europa und insbesondere in Deutschland länger als anderswo auf dieser Erde. Also Geduld.
 
Die Frage ist nur, ob etwas unbedingt gemacht werden muss, nur weil es (irgendwann) technisch möglich ist, von versicherungstechnischen usw. Fragen mal abgesehen. Es ist ja auch technisch möglich, über den Mond zu laufen oder Energie durch Kernspaltung zu gewinnen. Aber ist das "dringend nötig" ?
 
Wenn Du arge Langeweile hast, hinterfrage doch mal, ob Dein "Profil" Allgemeingültigkeit hat.

Überhaupt werde ich nur Dir zuliebe künftig unter der Spurhalteassistengeschwindigkeit bleiben.

Nee, (nicht) sorry, ich muss mich gleich mal mit der Ignorierfunktion beschäftigen....

Ps. Hab sie gefunden ;)
 
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