Die EU will das Rasen unmöglich machen

das war nicht konstruiert, und ja: würde ich, wenn ich es (es war mehr als das Beispiel) noch wissen würde. Ich notiere mir nicht alle Links, weil vielleicht mal jemand in ferner Zukunft danach fragen könnte (oder auch nicht). Machst du das?

Da gab es schon diverse (gefühlt tw ziemlich schräge) Urteile (auch in letzter Instanz). Im Grundsatz geht es darum, dass man hat alles zu tun hat, um tödliche Gefahren auch für andere zu vermeiden und abzuwenden, selbst wenn diese den Fahrfehler begangen haben. Also auch auf Gegenfahrbahnen ausweichen (durchgezogene Line überfahren = verboten), die Strasse verlassen und in ein Feld fahren (ist verboten), mit anderen (stehenden) Fahrzeugen oder anderen Sachwerten kollidieren (ist verboten), um einen Frontalzusammenstoss zu vermeiden, Tiere überfahren (ist verboten), wenn man dafür Menschen ausweichen kann und vieles mehr.

Machst du das nicht, kann dir eine Mitschuld auferlegt werden, auch wenn du nicht unmittelbar der Verusacher gewesen bist. Und zwar unabhängig davon, ob du dich moralisch im Recht siehst oder nicht.

und was, wenn dein Hintermann keine Lücke schafft oder schaffen kann, weil ihm sein Hintermann zu nah ist? Lässt du dann den Überholer in den Gegenverkehr krachen, weil er dann selbst schuld wäre? Was ist mit den Insassen des Gegenverkehrs?

Ein paar hier scheinen meinen Einwand als Plädoyer und Entschuldigung für (eigene) Raserei bewusst missverstehen zu wollen. Leute, ihr liegt völlig daneben, ich halte mich an die Vorgaben, halte überhaupt nichts von Raserei und bemängle ausdrücklich, dass es kaum Kontrollen und viel zu lasche Strafen gibt, die dem entgegenwirken könnten.

Ich mein ja nur, dass es zu Situationen kommen kann, in denen eine kleine Überschreitung der Geschwindigkeitsvorgaben (oder der Verkehrsregeln allgemein) das kleinere Übel darstellen kann, um grösseren Schaden (Menschenleben) zu vermeiden, und das kann auch für scheinbar Unbeteiligte juristisch relevant werden.

Jeder mit Restverstand wird in letzter Instanz natürlich auch über eine durchgezogene Linie ausweichen.

Nochmal: Über was reden wir hier eigentlich?
 
Ja, dann hast du aber immer eine Teilschuld, weil du dich nicht an die Regeln gehalten hast. Auch wenn dadurch Menschenleben gerettet wurden.
nicht zwingend. Die StVO ist definitiv bindend (also nicht etwa eine Empfehlung oder Richtliniensammlung) für jeden Verkehrsteilnehmer, aber sie ist auch nicht die heilige Schrift. Sie hat einen Zweck, der nicht nur darin besteht, sich hündisch an Paragraphen zu halten, sondern auch selbst mitzudenken und auch dann zu reagieren, wenn andere Fehler machen oder Technik versagt.

Man kann schlicht nicht alle möglichen zukünftigen Verkehrssituationen detailliert in Gesetztestexte giessen, das ist unmöglich. Insofern haben auch die Gerichte Interpretationsspielräume und können entscheiden, wann eine Regeln von der höheren Priorität einer Unfallvermeidung mit Personenschäden ausser Kraft gesetzt werden kann und damit straffrei bleibt.

Ist übrigens nicht nur im Hinblick auf die StVO so, der Interpretations- bzw Ermessensspielraum gilt in vielen juristischen Bereichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
und was, wenn dein Hintermann keine Lücke schafft oder schaffen kann, weil ihm sein Hintermann zu nah ist?
hör auf zu fabulieren! Du schriebst, dass es manchmal Pflicht wäre mehr als erlaubt zu fahren, um einen Unfall zu berhindern. Und das ist kompletter Blodsinn, den du dir aus den Fingern gesaugt hast und für den es keinerlei Grundlage gibt.
Selbstverständlich versucht man, mit Verkehrsbeobachtung und Aufmerksamkeit, Unfälle zu verhinder - auch und gerade solche, die andere anzetteln. Passiert täglich in den Fällen, wo Idioten an Kuppen und Kurven auf Risiko ihre Überholvorgänge starten und es knapp wird. Meistens bremst der Überholte ab, damit Herr Vollidiot noch einscheren kann.
Man braucht keine Situation konstruieren, um da irgendwie mit Beschleunigung etwas rechtfertigen zu können. Du solltest besser mal deinen Mindset überprüfen.
 
hör auf zu fabulieren! Du schriebst, dass es manchmal Pflicht wäre mehr als erlaubt zu fahren, um einen Unfall zu berhindern. Und das ist kompletter Blodsinn, den du dir aus den Fingern gesaugt hast und für den es keinerlei Grundlage gibt.
Selbstverständlich versucht man, mit Verkehrsbeobachtung und Aufmerksamkeit, Unfälle zu verhinder - auch und gerade solche, die andere anzetteln. Passiert täglich in den Fällen, wo Idioten an Kuppen und Kurven auf Risiko ihre Überholvorgänge starten und es knapp wird. Meistens bremst der Überholte ab, damit Herr Vollidiot noch einscheren kann.
Man braucht keine Situation konstruieren, um da irgendwie mit Beschleunigung etwas rechtfertigen zu können. Du solltest besser mal deinen Mindset überprüfen.
mit meinem "mindset" ist (so weit ich das beurteilen kann) alles ok.

Ob das auf deine (etwas irrationale) Raserhassprojektion auch zutrifft, sei mal dahingestellt. Ich hab dir bereits geschrieben, wie ich zu Raserei stehe und was mein Kerneinwand ist. Es steht dir natürlich frei, das zu ignorieren und weiter an der Vorstellung festzuhalten, du hättest jemanden gefunden, an dem du deinen Raserfrust ausleben kannst. Aber, bei allem Respekt: es sollte dann schon jemand sein, der Raserei auch tatsächlich toll findet.

Und dabei sind wir eigentlich gar nicht so weit voneinander entfernt, was die Beurteilung von Raserei angeht. Weiss nicht, was dich da gerade so reizt / triggert. Vielleicht kannst du mich (weniger emotional) erhellen, damit wir dieses Missverständnis klären können?
 
Zurück
Oben