Wenn bei drohender Eskalaition eingegriffen wird, wird auch immer irgendwie Partei ergriffen.
nur im Sinne der Eskalationsabsicht, nicht im Sinne der Sache ansich - das muss immer klar daraus hervorgehen. Zugegeben: es ist nicht einfach, gleichzeitig die Funktionen Moderator und aktiver Teilnehmer kollisionsarm wahrzunehmen. Ist meist am Besten, wenn die Moderation Dritte übernehmen, die nicht selbst in ihrer Moderationsfunktion öffentlich in Erscheinung treten. Ansonsten sind Interessenkollisionen vorprogrammiert, und der Eindruck von themen-, meinungs- oder personenbezogener Vorzugsbehandlung (was heisst, andere werden benachteiligt, wenn der Moderator offen mitentscheidet, welche Meinung richtig sei) steht immer ein wenig im Raum.
Du kannst dich gern als Mod bewerben.
und einen bereits mal gemachten Fehler wiederholen? Danke, verzichte. Ich hab das (Co-Moderation, ziemlich grosser Haufen) vor ca 22J für fast 4J gemacht, bevor ich hingeschmissen habe. Von daher sind mir die Probleme nicht ganz fremd, und natürlich auch die Fehler, die man dabei macht und machen kann. Aber manche User können unglaublich zickig und hoch aggressiv werden, einige reagieren regelrecht psychotisch und steigern sich bei Verwarnung, begrenztem Schreibverbot oder Ausschluss dermassen rein, das es bis zu Morddrohungen geht.
Das Forum hier ist nämlich sonst bald der Anarchie freigegeben.
dann kann man entweder härter (aber immer fair) durchgreifen oder (meist) zu duldsam sein und weiterhin von fast allen gemocht, wertgeschätzt und geachtet werden; die Moderator-Kennzeichnung ist ja auch eine Art erhöhter Rang, dh die Kommunikation mit und gegenüber Moderatoren verläuft anders (viel vorsichtiger und tw schon unterwürfig, das mögen einige Mods durchaus gern, und die ganz schlechten machen es der Macht wegen) als unter im Forum als Nutzer gleichgestellten. Aber dann es geht halt automatisch weiter den Bach runter, weil sie Gutmütigkeit stets ausnutzen, einem dann schlicht auf der Nase herumtanzen und sich immer mehr herausnehmen. Auch bei Neueinsteigern entscheidet das vorgefundene Gesprächsklima mit, wie sie sich benehmen werden (unbewusste Anpassung). Der Stall sollte also schon einigermassen sauber sein und gehalten werden, wenn Neue hinzukommen.
Man kommt bei offener Moderation und gleichzeitig aktiver Teilnehmer nicht drumherum, sich immer wieder mal unbeliebt zu machen, und sich auch Ärger einzuhandeln. Deshalb sollte sowas auch (anonym) Dritte übernehmen, bestenfalls keine direkten Diskussionteilnehmer. Nur dann sind sie nicht persönlich involviert, damit unparteiischer und vor allem weniger als direktes Racheziel angreifbar.
Aber ist ist natürlich nur meine eigene Perspektive - und nicht mal ein Ratschlag, weil die Umgebungsbedinungen sich immer unterscheiden. Ich beneide dich weder um die Stellung noch um die Aufgabe in der Konstellation, gleichzeitig aktiver Teilnehmer als auch Moderator zu sein, und dabei eigentlich immer fair und unparteiisch bleiben zu müssen, wie es die Definition von "Moderation" eigentlich nahelegt, um nicht zu sagen: verlangt. Man kann nicht alles haben.