Zahnriemenwechsel (Sandero 2 - 2014)

Luderzureiter

Dacianer-Fahrer
Beiträge
26
Fahrzeug
DACIA
Modell
Sandero2
Motor
TCe90
Baujahr
2015
Die (empfohlenen) Wechselintervalle erscheinen mir so stimmig, wie der Wetterbericht.

Bei meinem (weißen) Sandero 2 (75PS, 1,2L) aus 2014 ist mit 75.000 km immer noch der erste Zahnriemen verbaut.
(Ebenso wie bei unserem FIAT 500X, 140PS, 1,4L) - auch aus 20214 - auch 75.000 km: Immer noch der erste Zahnriemen)
Ja, die beiden Zahnriemen kann man nicht vergleichen: Dacia läuft trocken und der vom FIAT im Öl (Wobei ich Ölwechsel immer nach 12, spätestens nach 18 Monaten machen).

War ich nur so mutig - hatten wir mit beiden Autos einfach nur Glück - oder gehen die Hersteller einfach nur SEHR extrem 'auf Nummer Sicher' ?
Habt Ihr Ähnliches mit ca. 10 Jahren aber auch mit z. B. 150'km gehabt?
 
In den 90er Jahren habe ich bei meinem Opel Vectra 1.6i beim Zahnriementausch "geschlampt", allerdings mit dem Wissen, dass es ein "Freiläufer"* war.
Ich habe die Zeit und Strecke um ca. 60% überschritten, dann riss der Riemen.
Der Riemen wurde getauscht, nichts ist ansonsten passiert. Eben ein "Freiläufer".

Ich nehme an, dass es heutzutage kaum noch "Freiläufer" gibt. Also hat ein Riss des Zahnriemens einen kapitalen Motorschaden zur Folge.
Ein Zahnriemendefekt kündigt sich nicht an. Er reißt und sofort (Sekundenbruchteile) ist der Motorschaden da.

Seit damals achte ich auf die vorgeschriebenen Intervalle.

* Als "Freiläufer" wird ein Verbrennungsmotor bezeichnet, bei dem sich der Bewegungsraum der Kolben nicht mit dem der Ventile überschneidet. Diese Eigenschaft ist bedeutsam beim Riss des Zahnriemens oder der Steuerkette, weil dann die Bewegungen der Kurbel- und Nockenwelle nicht mehr synchronisiert sind. In diesem Fall ist bei einem Freiläufer die Kollision von Kolben und Ventilen ausgeschlossen. Bei anderen Motoren hat die Kollision in der Regel einen kapitalen Motorschaden zur Folge.
 
Gerade die UNSINNIGEN Zahnriemen in ÖL sollten sogar früher als vorgeschrieben gewechselt werden,selbst wenn sie noch nicht gerissen sind,haben sie enormen Abrieb,der früher oder später den Ölkreislauf verstopft. Trockene Zahnriemen können durchaus viel länger halten als die Wechselvorgabe,ist aber ein Würfelspiel,worauf ich als Fachmann keine Lust hätte......
 
Mir geht es nicht darum, was bei einem gerissenem Zahnriemen (oder gar Kette) passieren kann.
Mir geht es um Erfahrungswerte bei Zahnriemen, älter als 12 Jahre.
 
Das hängt von der Nutzung ab. Beim Rentner Auto, welches 95 % in der klimatisierten Garage steht und immer nur während der Fahrt der Witterung ausgesetzt ist, wird der Riemen doppelt so lange halten wie beim Auto das Sommer wie Winter draußen steht. Gerade hohe Temperaturen im Sommer lassen das Material schneller spröde werden. Deshalb gehen die Hersteller vom schlechten Fall aus und sagen in der Regel 6-7 Jahre bzw. 120000 KM .
 
Ich denke die Haltbarkeit des Zahnriemens hängt auch davon ab ob es ein Benziner oder ein Diesel ist.
Beim Diesel meine ich das da stärkere Riemen verbaut sind und deshalb kaum reißen.
Bei unseren alten MCV 1 dCi hielt der das ganze Auto Leben lang, 13 Jahre, 470 Tkm, immer im Freien, immer viel Autobahn.
Beim Sandero 1 dCi hielt der Riemen 15 Jahre lang und 310 Tkm, immer im Freien, Autobahn und Landstraße gemischt.
Beim derzeitigen MCV 2 dCi sind auch schon mehr als 230 Tkm drauf, hauptsächlich Autobahn, und immer im Freien.
Bei einen uralten Peugeot 406 Diesel waren bis zum Schluß auch mehr als 400 Tkm drauf, in 12 Jahren, auch viel Autobahn gefahren, immer im Freien.
Oder es liegt daran das bei uns sehr viel gefahren wird, ist vielleicht besser als bei wenig Fahrern.
(Bei uns wird an den dCis kein Zahnriemen gewechselt, da geht das Auto vorher an Rost kaputt)
 
Bei unseren alten MCV 1 dCi hielt der das ganze Auto Leben lang, 13 Jahre, 470 Tkm.
Beim Sandero 1 dCi hielt der Riemen 15 Jahre lang und 310 Tkm.
Beim derzeitigen MCV 2 dCi sind auch schon mehr als 230 Tkm.
Bei einen uralten Peugeot 406 Diesel waren bis zum Schluß auch mehr als 400 Tkm drauf, in 12 Jahren.
Krasse Nummer!! 🫣
 
beim Fiat Punto damals hat mich das auch nicht gejuckt, halt Freiläufer. Beim Sandero schon eher. Baujahr 2013, erster Riemenwechsel 2019 beim Händler, danach haben wir das Auto gekauft. Jetzt wieder Riemenwechsel 2026 und der Riemen sah noch super aus, der hätte wohl noch ewig gehalten. Ich wollte da aber nichts riskieren.
Auto läuft überwiegend im Nahverkehr, hat so um 80 Tkm weg. Also lächerliche Kilometerzahl.

Gruss
Steffen


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Im Datenblatt für Garantie und Service meines Dokkers/K9K-872(U8) -- unter Wartungsprogramm -- ist der Intervall "Austausch Zahnriemen und Rollen" ebenso wie der "Austausch Rillenriemen und Rollen" auf 6J/150TKM fixiert. In der Tabelle sind nach 150TKM keine weiteren Angaben bez. Laufleistung angegeben ... ein weiterer Wechsel wäre nach 12J (lt. Wartungsprogramm) fällig.
 
das ist ja von Motor zu Motor unterschiedlich.
Unser hat den D4F F7. Von den Kilometern her, wäre er noch nicht dran gewesen, von den Jahren her schon, alle 6 Jahre lt. Renault. Unser hat jetzt 7 Jahre weg gehabt.

Gruss
Steffen
 
In meinem Wartungsheft vom Sandero 3 (21) gibt es den Hinweis:
"Austausch der Aggregate-Rillenriemen und Rollen" im 6. Jahr bzw. bei 150000 km
Ist damit der Zahnriemen gemeint oder hat der noch eine andere Bezeichnung?
Hätte zum Zeitpunkt dieses Service ca. 75000 km auf der Uhr!
 
Aggregate Rillenriemen = Keilriemen oder Keilrippenriemen. Das ist der bzw. sind die, die man sieht, wenn Du in den Motorraum schaust.
Hat nichts mit dem Zahnriemen zu tun.
Auf meinem Bild im Karton oben ist über dem Zahnriemen der Keilriemen.
 
Zumal der H4D eine Steuerkette hat.

Hätte zum Zeitpunkt dieses Service ca. 75000 km auf der Uhr!
Es kommt ja nicht nur auf die KM an, sondern auch auf das Alter. Gummi verliert mit den Jahren eben den Weichmacher und dann wird der Riemen porös und kann reißen.
Was quasi alle "vergessen" ist die Tatsache dass der Riemen reißen oder sich zerlegen kann, kommt hinter die Riemenscheibe und kann den Zahnriemen oder Kette dabei killen und das war`s dann>Motorsalat! Naja, aber woher sollen "Unwissende" das auch schon wissen, daher also verständlich dass viele sagen "Ach, der geht doch noch!" Kommt auch nicht sooo oft vor, aber einige male hatte ich das schon bisher in mein Berufsleben.

Ein weiterer Aspekt sind Fremdkörper, die den schädigen können.

Bei mein soll der nach 4 Jahren neu, KM weiß ich grad nicht. Habe jetzt ca 33tkm runter und lasse den erstmal drauf. Der sieht aus wie neu und ich kann den ja jederzeit neu machen, zumal ich eh das Werkzeug dafür liegen habe.
Sollte ich den mal neu machen, dann evtl gleich mit der Wapu, die ja gerne von jetzt auf gleich den Geist aufgibt. Bisher ist die aber unauffällig und das Lager ist absolut spielfrei.

Bei einen 21er hätte ich da schon mehr schiss, die waren ja anfangs relativ stark anfällig!

Anbei mal Bild, da hat sich quasi alles zerlegt und es war reines Glück dass da im Riementrieb nichts passiert ist!
(hier wurde allerdings der Intervall deutlich überschritten!)

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Demnach wäre es ja sinnvoll, den Zahnriemen/Steuerkette meines H4D F4 im 6. Jahr, also 2027, im Rahmen der Rollen- und Rillenriemenerneuerung gleich mit tauschen zu lassen. Oder trifft das für eine Steuerkette nicht zu?
 
Nein, eine Steuerkette einfach so pauschal tauschen zu lassen ist nicht nötig. Außer man weiß da und da ist eine Schwachstelle, die sehe ich bei den Motoren aber (bisher) nicht!
Oder wenn die schon klappert, dann macht es natürlich Sinn. Günstig ist das aber nicht, denn offiziell muss der Motor dafür raus!
Aber das geht auch ohne ausbauen, berechnet wird natürlich mit ;)

Und damit die Kette lange hält sind regelmäßige Ölwechsel ratsam und den Intervall nicht ausreizen, aber dazu gibt es ja schon genug Themen mit allerelei Ansichten. Aber glaube mir, das ist so bzw besser für die Kette bzw den Motor...ich mach das nicht erst seit gestern :cool:
 
;)

Und damit die Kette lange hält sind regelmäßige Ölwechsel ratsam und den Intervall nicht ausreizen!. Aber glaube mir, das ist so bzw besser für die Kette bzw den Motor...ich mach das nicht erst seit gestern :cool:
Danke für die Erklärung. Ich lasse das Öl alle ca. 15Tkm wechseln, wir hatten im alten Forum diese Diskussion schon mal wo Du und einige andere vom Fach den Zwischendurch-Wechsel befürworten, aufgrund dessen lasse ich das machen. Muss ja nicht gerade bei Renault/Dacia sein! Und die 60 Euro zahlen sich evtl. irgendwann einmal aus!(y)
 
Ja, das ist einfach besser für Motor und Kette. Nur ob das jetzt wirklich am Ende was gebracht hat, kann man ja kaum beweisen, wie auch? Wer hat schon 2 völlig identische Autos mit demselben Fahrprofil!?

Und jetzt sage ich mal was, da wird wieder ein Glaubenskrieg ausbrechen. Ich habe das bisher bewusst nicht weiter angesprochen, obwohl das hier iwo schonmal Thema war, aber ich habe kein Bock mit den Forumsschlauberger vom Dienst zu diskutieren ;)

Wer keine Möglichkeit hat zum selber Ölwechsel machen, kann auch das alte Öl absaugen und frisches Öl auffüllen. Da der Filter ja von unten her ist und nicht jeder da ran kommt, kann man den auch lassen. Denn a) ist der ja für 30tkm ausgelegt und b) ist das immernoch besser als 30tkm mit dem Öl zu fahren. Natürlich ist es besser der Filter kommt auch neu, gar keine Frage, aber besser so als überaltertes Öl.
Solche Pumpen gibts ab und an bei Lidl oder Aldi, meine ist eine identische von BGS und mit der konnte ich alles Öl absaugen. Hatte das ja mal probiert. Im Motor bleibt eh immer etwas Restöl und somit eben auch ca 0,5l im Ölfiltergehäuse.
Das ist nicht die feine englische Art, aber auch kein Weltuntergang!
Ggf muss ein Schweißdraht in den Schlauch, damit der sich nicht krümmt und man ganz bis nach unten kommt.

Und nochmal: lieber so als kein Ölwechsel und den Ölfilter mitwechseln ist das sinnvollste. Daher bitte KEINE Diskussionen dazu :)

btw: meine Mutter fährt ein Agila A mit dem Z10XEP-Motor, dieser Motor ist nun nicht gerade standfest im Kettenbereich. Gekauft mit ca 50tkm und hat aktuell ca 93,5tkm runter. Obwohl sie nicht mehr viel fährt im Jahr (so 3-5000km) kriegt der jedes Jahr seine Wartung mit Ölwechsel. Manchmal auch eine Spülung. Die Kette ist bisher absolut ruhig, wie auch der gesamte Motor. Und der kriegt nur einfaches günstiges Öl wie von f.becker oder andere Eigenmarken. Dazu kommt noch der ist jetzt auch schon über 20 Jahre alt.
Scheint sich also doch auszuzahlen :p
 
Bist Du Dir sicher mit diesen "Preiswertpumpen" .
Ich hab da mal vor Jahren einen Versuch mit Einhell ( gibt es wohl nimmer, ist aber wie die von KS gewesen ) gestartet und bin davon geheilt. Danach gab es eine Proxxon und gut war. Ich hab damit Speiseöl umgepumpt, also ähnlich :-)
 
Naja, was heißt sicher? Etwas raus siffen tut meine BGS auch, aber dann kommt da eben ein Lappen drunter und gut.
Und wenn man den Motor vorher etwas laufen lässt, ist das Öl dünnflüssiger und lässt sich besser absaugen.
Kaltes Öl habe ich damit noch nie abgesaugt, ich lasse den Motor vorher immer etwas laufen. Egal ob absaugen oder ablassen.
Hält auch die Ablagerungen schön in Schwebe bzw kommen besser raus.

Aber klar, wer die öfters nutzt kann auch durchaus die ca 60€ ausgeben (gerade mal geguckt bei ebay), die einfachen kosten so 20€.
 
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