Dacia und autonomes Fahren

Habt ihr schonmal den Begriff "Speed Assist" gehört, auch ISA genannt? Das soll eine erweiterte Funktion des ACC sein, der Wagen erkennt Tempolimits und passt selbständig die Geschwindigkeit an. Sowohl langsamer, als auch schneller werdend. Wohlgemerkt ohne einen Vordermann, auf der BAB oder anderen Straßen.

Hatte nie ein Augenmerk darauf. Hat das Duster / Bigster mit ACC ab Modelljahr 2026?
ISA muss nicht zwingend die Geschwindigkeit automatisch anpassen. Soviel ich weiss wird beim Bigster der Fahrer durch ISA auf die auf den Tafeln erkannte Geschwindigkeit aufmerksam gemacht und der Fahrer kann dann diese Geschwindigkeit per Tastendruck in den Tempomat übernehmen.

Auch hier ist "Assist" ein weiter Begriff. Egal ob das System nur einen Hinweis an den Fahrer liefert oder ob es gleichzeitig auch handelt, heisst es immer ISA. Im einen Fall ist das ISA einfach ein bisschen weniger Intelligent, als im andern Fall.
 
Bei der Zuverlässigkeit der Verkehrszeichenerkennung bin ich froh das ich den ACC "manuell" regeln muss.
Würde sonst ab und zu mit 70 durch die 30er Zone (oder Umgekehrt) fahren.
Besonders Orts Schilder ( Ein und Ausfahrt ) sind eher Willkürlich :)
 
die verkehrzeichenerkennung ist teilweise auch bei 100-150000€ fahrzeugen eher schlecht als gut. kommt immer auf licht, lage, spiegelungen und allgemein sauberkeit der schilder an. da kann die kamera noch so gut sein xD
 
Die optische Verkehrszeichenerkennung ist nur eine Übergangslösung auf dem Weg zu den intelligenten Systemen, wo die Verkehrsschilder mit den Fahrzeugen und auch die Fahrzeuge untereinander kommunizieren werden. Das dürfte realistisch in rund 20 - 30 Jahren möglich sein.
 
Gesetzliche Regelungen fordern die schwierige optische Erkennung und lassen die eindeutige elektronische Erkennung nicht zu. Es handelt sich um ein organisatorisches und nicht um ein technisches Problem.
 
Die gesetzlichen Regelungen fordern die optische Erkennung nur so lange, bis die elektronische Erkennung zertifiziert, flächendeckend umgesetzt und in den neuen Fahrzeug integriert ist.

Und das ist ein sehr langer Prozess und in der Übergangszeit wird es Fahrzeuge geben, wo beides implementiert ist, optisch und elektrisch.

Möglicherweise wird optisch auch nie eliminiert, sondern als Redundanz und Backup beibehalten.
 
Die gesetzlichen Regelungen fordern die optische Erkennung nur so lange, bis die elektronische Erkennung zertifiziert, flächendeckend umgesetzt und in den neuen Fahrzeug integriert ist.
Liest sich so, als wenn Du am Normsetzungsprozess beteiligt wärest. Das würde mich wundern und die Gründe sind tatsächlich andere. Hat man halt irgendwann vor 100 Jahren geschrieben und da gab es nur Hände, die Schilder aufstellen (auch mal ad hoc) und Augen, die Schilder lesen konnten.

Nachtrag: gerade zufällig einen Kollegen getroffen, der sich besser im Straßenrecht auskennt und es mir immer wieder neu formulieren muss: „eine echte elektronische Verkehrszeichenbekanntgabe bräuchte ein eigenes, rechtssicheres System mit Zuständigkeit, Authentizität, Aktualität, Ausfallsicherheit, Diskriminierungsfreiheit und klarer Regel für konkurrierende Informationen: Was gilt, wenn Schild, Karte und Datenstrom auseinanderfallen?“

Noch sind die Lobbykräfte für manuelles Fahren zu stark und die Pflicht zur optischen Erkennung gilt als eines der letzten Bollwerke gegen das fahrerlose Fahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Formulierung ist echt "deutsch". COOL. In keinem anderen Land würde man so penibel und "rechtssicher" formulieren. (Es könnte ja einer Klagen...Anwälte gibt es ja genug. (122 im Bundestag)
Normales Autofahren mit meinen Augen und Händen reicht mir.;)
 
Liest sich so, als wenn Du am Normsetzungsprozess beteiligt wärest. Das würde mich wundern und die Gründe sind tatsächlich andere. Hat man halt irgendwann vor 100 Jahren geschrieben und da gab es nur Hände, die Schilder aufstellen (auch mal ad hoc) und Augen, die Schilder lesen konnten.

Nachtrag: gerade zufällig einen Kollegen getroffen, der sich besser im Straßenrecht auskennt und es mir immer wieder neu formulieren muss: „eine echte elektronische Verkehrszeichenbekanntgabe bräuchte ein eigenes, rechtssicheres System mit Zuständigkeit, Authentizität, Aktualität, Ausfallsicherheit, Diskriminierungsfreiheit und klarer Regel für konkurrierende Informationen: Was gilt, wenn Schild, Karte und Datenstrom auseinanderfallen?“

Noch sind die Lobbykräfte für manuelles Fahren zu stark und die Pflicht zur optischen Erkennung gilt als eines der letzten Bollwerke gegen das fahrerlose Fahren.
Du hast aber schon gelesen, dass ich geschrieben habe, dass das erst in rund 20 - 30 realisiert sein wird, oder? Regeln kann man und wird man ändern, so wie dies laufend geschieht.
 
Jeder einzelne Beitrag in diesem Forum gibt hoffentlich die eigene Meinung des jeweiligen Verfassers wieder.
 
Klar, oder eine Mischung von beidem.

Dass man weltweit mit Hochdruck an der Entwicklung, Zertifizierung und Einführung von C2X und C2I arbeitet ist Fakt. Fakt ist auch, dass die massgebenden Stellen von einer Einführung ab 2029/2030 sprechen.

Meinung von mir ist hingegen, dass es bis zu einer flächendeckenden Verbreitung noch rund 20-30 Jahre dauern wird. Denn im Gegensatz zu den Assis in den Fahrzeugen die der Kunde bezahlt, müssen hier auch weltweit die Länder viel Geld in die Hand nehmen, um die Infrastruktur entsprechend anzupassen.
 
die verkehrzeichenerkennung ist teilweise auch bei 100-150000€ fahrzeugen eher schlecht als gut. kommt immer auf licht, lage, spiegelungen und allgemein sauberkeit der schilder an. da kann die kamera noch so gut sein xD

Es braucht keine 100.000 Euro, schon für ein Viertel davon gibt es Fzge **, die ihre Infos aus 3 ( drei ) Quellen beziehen und sie untereinander abgleichen. In Bruchteilen einer Sekunde.

Die Boardkamera
Infos via RDS
GPS Daten


**
Im Menü gibts die Punkte "Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitsanpassung" (Speed-Assist mit ACC),
und zusätzlich "Vorausschauende Schildererkennung". Dann kennt der Wagen, was man (vor unübersichtlichen Kurven) als
Fahrer noch gar nicht sehen kann. Diese Infos holt er per GPS, teils auch RDS

Wenn das alles mal, auch Level 2, in die Dacias kommt - und voll LED und Center Airbag
Man kann sich die Preislisten vorstellen ...
 
Bei temporären und flexiblen Geschwindigkeitsanzeigen hilft dir weder GPS noch RDS sondern nur ein C2X / C2I resp. V2X / V2I - System.

Und wenn wir schon beim Thema sind:
Die Industrie forscht auch schon an Systemen, wo jeder Verkehrsteilnehmer in V2X - Systeme via Smartwatch eingebunden werden soll. Statt über rein optische Methoden, sollen z.B. auch Fussgänger in Zukunft über solche Systeme erkannt werden (V2P = Vehicle to Pedestrian).

In Zukunft sollte es nahezu unmöglich sein, dass ein Fahrzeug in ein Unfall verwickelt wird, ausser bei technischen Störungen, die man nie zu 100% ausschliessen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es braucht keine 100.000 Euro, schon für ein Viertel davon gibt es Fzge **, die ihre Infos aus 3 ( drei ) Quellen beziehen und sie untereinander abgleichen. In Bruchteilen einer Sekunde.

Die Boardkamera
Infos via RDS
GPS Daten


**
Im Menü gibts die Punkte "Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitsanpassung" (Speed-Assist mit ACC),
und zusätzlich "Vorausschauende Schildererkennung". Dann kennt der Wagen, was man (vor unübersichtlichen Kurven) als
Fahrer noch gar nicht sehen kann. Diese Infos holt er per GPS, teils auch RDS

Wenn das alles mal, auch Level 2, in die Dacias kommt - und voll LED und Center Airbag
Man kann sich die Preislisten vorstellen ...
mein M6 Sport hatte die daten aus Kamera, GPS und co. und lag in 10-20% der fälle falsch. ab und zu sprang er auf der autobahn auf Tempo 30 und hat gemeckert. ein garant ist das somit nicht.
 
Für die Zertifizierung gelten gemäss EFS und Eur-Lex folgende Bedingungen:

Die Zertifizierung verlangt, dass die korrekte Höchstgeschwindigkeit auf realen Testfahrten und Simulationen permanent ermittelt wird. Dabei ist die Mindestgenauigkeit nach Strassentypen aufgeteilt:
  • Gesamtstrecke: Mindestens 90 % der gefahrenen Kilometer müssen mit dem absolut korrekten Tempolimit erfasst und angezeigt werden.
  • Innerorts: Mindestens 80 % korrekte Erkennung.
  • Ausserorts (Landstrassen): Mindestens 80 % korrekte Erkennung.
  • Autobahnen / Schnellstrassen: Mindestens 80 % korrekte Erkennung.
Mit deiner Aussage "10-20% der Fälle falsch" zeigst du, dass das Fahrzeug die geltenden Anforderungen erfüllt.
 
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