Meinen 1960er Oldtimer fahre ich ohne Assistenzsysteme, ohne Gurte, ohne Kopfstützen, mit 4 Trommelbremsen, ohne Bremskraftverstärker, mit einer Einkreisbremsanlage, mit Blattfedern hinten, einer durchgehenden Lenkstange und 6V-Bilux-Licht.
Also ohne Assistenten außer den von el pedd angesprochenen Spiegeln und mit sehr bescheidener aktiver und passiver Sicherheit.
Das funktioniert und ich fahre ihn sehr gern und meist mit Bedacht, weil es halt ein altes Auto mit viel Historie ist.
Bei meinem Bigster genieße ich die Assistenten. Ich habe keinen davon abgeschaltet.
Wenn ich mal zu schnell fahre, meldet sich dezent ein Ton und dann kann ich selbst entscheiden, ob ich dennoch zu schnell fahre.
Wenn mich der Spurhalteassistent sanft zur Fahrbahnmitte zurückdrückt, fühle ich mich nicht bevormundet, sondern nehme das an.
Den Notbremsassistent habe ich noch nicht bemühen müssen, aber gut, dass es ihn gibt.
1960 kamen im Straßenverkehr der Bundesrepublik über 14.000 Menschen zu Tode bei 9,4 Mio. Kfz,
1970 waren es über 19.000 Menschen bei 16,7 Mio. Kfz,
2024 waren es in Gesamt-Deutschland 2770 Menschen bei 69,1 Mio. Kfz. (alle Daten vom KBA)
Das ist ein sehr großer Erfolg und der gewachsenen Sicherheit in den Fahrzeugen zu verdanken.
Ich bin ein Befürworter der Verpflichtung, Assistenten einzubauen. Auch in Kleinwagen.
Die Preise sind auch schon durch rechte Außenspiegel, Gürtelreifen, Bremskraftverstärker, heizbare Heckscheiben, Gurte, Zweikreisbremsanlagen, ABS, Airbags gestiegen. Immer gab es ähnliche Diskussionen.