Kleinwagen gestern & heute, Kosten & Zukunft

Klar doch, du bist der perfekte, 100% fehlerfreie Automobilist, dem nie ein Fehler passiert. Gratulation !

P.S.
Evtl. solltest du dich aber auch nur einmal mit dem Thema Selbstüberschätzung befassen:

Ich bin mit Sicherheit nicht perfekt und auch mir passieren Fehler aber meine Fahrzeuge beherrsche ich auch ohne den ganzen Assikram und in 42 Jahren habe ich ganze 2x ein Bußgeld bekommen......einmal 6 und einmal 8 KM/H zu schnell......:)

LG Thomas
 
Wenn man sehr unterschiedliche Ansichten zu einem bestimmten Thema hat heisst das doch noch lange nicht, dass deswegen die Gesellschaft gespalten ist.
Das stimmt, aber wenn man die letzten Jahren nicht unter einem Stein gelebt hat, weiß man, dass das mittlerweile eine ganz andere Qualität erreicht hat.
 
…Alle, die das noch nie hatten, brauchen das natürlich nicht, weil`s bisher auch so ging. Auf die Idee, dass man es mal in einer Situation brauchen könnte und es genau da den Unterschied macht, kommen die nicht…
Warum wurde wohl damals die Gurtpflicht eingeführt? Bestimmt nicht, weil so viele aus Selbstverantwortung freiwillig den Gurt angelegt haben…

Mindestens alle deren Auto in 2024 oder später zugelassen wurde, haben den Spurhalteassistenten und die Verkehrszeichenerkennung. Und können daher aus eigener Erfahrung die teils seltsamen/gefährlichen Ergebnisse selbst beurteilen.

Beim Gurt haben sich einige selbst einen Gurt eingebaut, noch bevor dieser Pflicht war. Und seit der Einführung des Automatikgurtes gibt es deutlich mehr Gurt-Befürworter als Verweigerer. (Ohne Gurt schädigt man typischerweise sich selbst und nicht die anderen. Der allgemeine Schaden trifft die Versicherungen und die Ersthelfer.)

Wann gibt es wirkungsvolle Eingriffe gegen z.B. illegale Straßenrennen, die häufig mit Todesfolge von eigentlich Unbeteiligten enden?

Ständig neue Vorschriften und Limitierungen blockieren das Leben der vernünftigen Menschen. Illegalem könnte größtenteils mit bestehenden Regeln und Gesetzen der Einhalt geboten werden, man sollte jedoch gezielt verfolgen und bestehendes Recht durchsetzen.

Die Anwendung des gesunden Menschenverstandes ist durch keine Vorschrift zu ersetzen.


Back to Topic:
Lasst Kleinwagen klein und relativ günstig, ohne unnötige Überladung durch teils fragwürdige Assistenten.
Zudem hat ein Kleinwagen meist deutlich weniger Spritverbrauch als z.B. große SUV oder große Limousinen, und damit weniger absoluten Schadstoff-Ausstoß (nicht prozentual).
Wie wäre es, wenn Kleinwagen auf z.B. 110 km/h begrenzt und dafür von einigen Auflagen befreit werden?
 
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Wie wäre es, wenn Kleinwagen auf z.B. 110 km/h begrenzt und dafür von einigen Auflagen befreit werden?
Meiner Ansicht nach gäbe es selbst bei einer Begrenzung auf nur 80 km/h keinen Assi, der wegfallen sollte. Denn auch mit 80 km/h kann ein Unfall auf der Landstrasse wegen Unaufmerksamkeit, plötzlichem Spurwechsel, zu wenige Abstand, etc. fatale Folgen haben, u.U. schlimmere als mit 120 auf der Autobahn.

Unweit von meinem Wohnort gibt es z.B. eine Verbindungsstrasse von wenigen Kilometern Länge. Trotz einer Beschränkung auf 80 km/h und Überholverbot gab es dort immer wieder Frontalkollisionen mit Todesfolge, weil Autos aus unerklärlichen Gründen auf die Gegenfahrbahn gerieten. Seit dem Bau einer Mittelleitplanke gibt es dort immerhin keine Frontalkollisionen mehr, aber weiterhin Selbstunfälle ohne Fremdbeteiligung und Auffahrunfälle.
 
Die Assistenzsysteme sind auch nicht zu 100% zuverlässig. Wer also wach und konzentriert am Straßenverkehr teilnimmt, hat kein größeres Risiko als ein abgelenkter Fahrer, der sich auf die Assistenzsysteme verlässt. Es gibt genügend Tests von Assistenzsystemen, die selbst bei gleicher Situation unterschiedlich reagieren. Die Streuung ist da einfach ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Und der Mensch hat den Vorteil, dass er mit wachem Geist vorausschauender fahren kann, als es die derzeitigen Assistenzsysteme tun.

Und Verbote und Beschränkungen bringen nur etwas, wenn sie auch regelemäßig und flächendeckend geahndet werden. Wenn ich sehe, wie viele Fahrer z.B. das Handy am Ohr oder in der Hand haben, obwohl es verboten ist und Geld und Punkte kosten kann. Aber wo kein Kläger, da kein Richter.

BTT: Die Preise für die Autos werden nicht nur durch die verbaute Technik bestimmt. Es war schon immer so, dass in D z.B. Volkswagen deutlich teurer verkauft wurden, als in anderen Ländern. Sonst würden sich Re-Importe nicht lohnen. Die Deutschen subventionieren dadurch den Autoabsatz im Ausland. Und solange die Deutschen die Autos trotzdem kaufen, wird sich nichts ändern. Eine Kuh wird auch solange gemolken, bis das Euter leer ist.
 
das Gesamtsystem aus Mensch und Auto noch etwas sicherer zu machen.
Dann darf also einfach kein Fahrer mehr ans Steuer, das Auto muß absolut alles eigenständig machen, selbst das Türe öffnen und schließen.
In Sachen "sicherer machen" lacht die Welt über uns. Noch nie was von "German-Angst" gehört?
Es soll in D Leute geben die Angst davor haben beim Schei.... vom Blitz getroffen zu werden.
 
In Sachen "sicherer machen" lacht die Welt über uns. Noch nie was von "German-Angst" gehört?
Dank der German-Angst und der daraus folgenden Gesetze und Verbote haben sich die Unfall- und Opferzahlen so gut entwickelt wie in #70 gezeigt und die Entwicklung geht weiter in diese Richtung.

So gesehen bin ich der German-Angst sehr dankbar, dass sie den Strassenverkehr laufend sicherer macht und dadurch Tag für Tag viele Schäden und Todesopfer verhindert.
 
Dann darf also einfach kein Fahrer mehr ans Steuer, das Auto muß absolut alles eigenständig machen, selbst das Türe öffnen und schließen.
Das ist eben der Punkt. "Sicherheit" ist immer per Definition ein Kompromiss, weil absolute Sicherheit auch absolute Passivität bedeutet. 100% Vermeidung von Schaden und Tod durch Autounfall erreiche ich nur, indem ich kein Auto mehr fahre. Alles dazwischen ist bereits ein Kompromiss.

Viele glauben, für ihr übersteigertes Sicherheitsbedürfnis alle, die anderer Meinung sind, über falsche Vernunfts- und Moralappelle in Geiselhaft nehmen zu dürfen, indem sie ihre Entscheidungen auch für andere verpflichtend machen wollen - weil sie auf der vermeintlich wahren, guten, vernünftigen, moralisch korrekten Seite stehen. Das sieht man ja auch an den Kommentaren hier und in welchem Tenor sie daher kommen.

Dabei übersehen sie aber, dass auch sie sich schon für einen Kompromiss in Sachen Sicherheit entschieden haben, denn sonst würden sie auf das Autofahren ganz verzichten.

Ganz abgesehen davon, dass sie die negativen Implikationen der Assis völlig ignorieren, wie z.B. blindes Vertrauen in Technik, Verzicht auf den Gebrauch des eigenen Hirns und das Nicht-Mehr-Lernen von Fahrphysik. Das geht dann halt auch nur bis zu einem gewissen Punkt gut.
 
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Die Vision Zero (0 Opfer im Strassenverkehr) setzt auf
Tempo 120 auf der Autobahn so wie bei euch, würde noch mehr Todesopfer verhindern...
Die Vision Zero (0 Opfer im Strassenverkehr) setzt auf folgende 4 Kernbereiche:
- Infrastruktur
- Geschwindigkeit
- Fahrzeugtechnik
- Verkehrserziehung
 
Das ist eben der Punkt. "Sicherheit" ist immer per Definition ein Kompromiss, weil absolute Sicherheit auch absolute Passivität bedeutet. 100% Vermeidung von Schaden und Tod durch Autounfall erreiche ich nur, indem ich kein Auto mehr fahre. Alles dazwischen ist bereits ein Kompromiss.

Die Sicherheitstaliban glauben, für ihr übersteigertes Sicherheitsbedürfnis alle, die anderer Meinung sind, über falsche Vernunfts- und Moralappelle in Geiselhaft nehmen zu dürfen, indem sie ihre Entscheidungen auch für andere verpflichtend machen wollen - weil sie auf der vermeintlich wahren, guten, vernünftigen, moralisch korrekten Seite stehen. Das sieht man ja auch an den Kommentaren hier und in welchem Tenor sie daher kommen.

Dabei übersehen sie aber, dass auch sie sich schon für einen Kompromiss in Sachen Sicherheit entschieden haben, denn sonst würden sie auf das Autofahren ganz verzichten.

Ganz abgesehen davon, dass sie die negativen Implikationen der Assis völlig ignorieren, wie z.B. blindes Vertrauen in Technik, Verzicht auf den Gebrauch des eigenen Hirns und das Nicht-Mehr-Lernen von Fahrphysik. Das geht dann halt auch nur bis zu einem gewissen Punkt gut.
Als nächstes kommst du bestimmt noch mit dem Killerargument, dass das ganze Leben eh ein Risiko und letztendlich tödlich sei und es somit keine Rolle spielt, wie und wann man stirbt. Hauptsache Freiheit über alles, wo jeder ohne Rücksicht auf die andern tun und lassen kann wie es im gefällt und die Macht des stärkeren zählt, egal wie gross der Kollateralschaden ist.
 
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Sag mal, geht es dir noch gut?
Mod. bitte einschreiten!
da hat er sich vielleicht in einem Wort etwas vergriffen, der Gesamtinhalt erscheint nachvollziehbar.

Muss man immer gleich nach der Polizei rufen, wenn etwas anders dargestellt wird, als man es selbst wünscht?
 
Dann erkläre mir mal warum es einen Warner fürs Türöffnen gibt. Den damit man nicht einfach die Fahrertür aufreißt, egal was ist. Wozu eine Verkehrsschilderkennung? Jemandem der das selber nicht hinbekommt gehört eigentlich keine Fahrerlaubnis zu erteilen. Gilt auch für Fahrstreifenerkennung. Das sind essentielle Dinge welche auch ohne die Helferlein beherrscht werden müssen.
Den fürs Türöffnen gibt es ja noch nicht ;)
Beim Rest stimme ich dir grundsätzlich zu, all das sollte ein Autofahrer ohne Hilfsmittel immer beherrschen.
Jetzt kommt das große Aber:
Der Mensch ist nun mal keine Maschine, die immer gleich reagiert. Man ist mal müde, abgelenkt durch ein Gespräch mit dem Beifahrer, usw.
Und keiner kann mir erzählen, dass er auf seiner morgendlichen Strecke zur Arbeit immer 100% konzentriert fährt. :D
Und dann kommt halt nach hunderten Fahrten mal eine Situation, wo man froh ist, dass die Verkehrsschilderkennung das neue 80er-Schild erkennt, das gestern noch nicht da war, und man nicht in den Blitzer fährt.

Und davon abgesehen: es sind immer noch Assistenten. Das heißt (und steht auch immer im Handbuch), dass man sich nicht blind darauf verlassen sollte. Sie sollen halt nur helfen, verantwortlich ist nach wie vor der Fahrer.
Hab selbst vor 2 Monaten von einem Auto ohne jegliche Assistenten zu einem mit so ziemlich allen drin gewechselt.
Ist erstmal eine Umstellung gewesen, aber meistens funktionieren die ziemlich gut. Und mittlerweile weiß ich auch, wo ich manche besser abschalte.
Den Spürführungsassi z.Bsp. auf unserer schmalen Landstraße ohne Linien zur Spurtrennung.
Tempo 120 auf der Autobahn so wie bei euch, würde noch mehr Todesopfer verhindern...
Laut Google KI (mit Verweis auf das Statistische Bundesamt) entfielen 10-12% der Verkehrstoten auf Autobahnen (Landstraßen 56-60%, Städte 30%).
Jetzt müsste man noch herausfinden, wie viele von den 10-12% auf Abschnitten mit unlimitierter Geschwindigkeit und mit Geschwindigkeiten >120 km/h passiert sind, die bei 120km/h nicht tödlich gewesen wären.
Nicht falsch verstehen, jeder verhinderte Verkehrstote wäre ein Gewinn. Ich habe bloß meine Zweifel, ob ein Tempolimit wirklich messbare Auswirkungen außerhalb der jährlichen Schwankungen hätte. Die allermeisten fahren heute eh nicht mehr schneller als 120-130km/h, schon wegen der Spritpreise.
 
Die Diskussion hier ist sehr vielseitig und interessant.
Mit dem Ursprungsthema hat sie allerdings nur noch teilweise etwas zu tun.

Vielleicht sollten wir ein neues Thema erstellen, z.B.:
„Hilfreiche Assistenten für das Auto vs. Wie vor übereifriger Bevormundung schützen?“

P.S. das war vielleicht der Gedanke des diskussionswürdigen Wortes:
 
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