Dacia Duster 3 Batterie extrem schnell leer - normal?

Dein Modell der Duster 3
Fakt ist nunmal daß die Batterie prozentual der häufgste Pannengrund geworden ist. Dies im Gegensatz zu früheren Zeiten ohne die rigorosen und nur teilweise nachvollziehbaren "Umweltvorschriften".
Es stellt sich auch die Frage ob der Aufwand der Produktion einer neuen Batterie plus Pannenhelfer- und Werkstatteinsatz sowie das Recycling der alten Batterie nicht mehr Umweltschäden verursacht als das Fahren ohne Batteriemanagement.
yep, du bringst es sehr einfach auf den Punkt.

Die Batterie muss ja nicht nur produziert werden. Es müssen auch mehr recycelt werden, dh mehr Batterien müssen gesammelt, in die entsprechenden Werke transportiert und die Rohstoffe wieder an die Fertigungszentren transportiert werden - bei dem Gewicht von Blei ist das schon eine Hausnummer. Überall ein Mehr an Transport, Lagerung und Energieeinsatz. Dazu sehr viele (unnötig zusätzliche) LKW-Einsätze für Pannen- und Abschleppeinsätze. Wer will einem da plausibel darlegen, dass man damit CO2 sparen kann?

Dazu kommt, dass gerade die Vertragswerkstätten gewaltig übertrapaziert werden, im Grunde oft für Nichtigkeiten, nicht selten, ohne dass etwas verwertbares dabei herauskommt - durch den Stau bekommt man auch öfter mal einen Korb bzw einen Termin in beträchtlicher Ferne (nächster Monat und später). Ich bin jetzt schon 2mal hängengeblieben, beide Male dürfte es irgendwas mit der Updatefunktion zu tun gehabt haben. Das FOTA-Update selbst war sauber und nachdem es vollzogen war, lief er wieder problemlos. Werkstattaussage: schulterzuckend "wir wissen, da war was, aber am nächsten Tag morgens, als wir anfangen wollten, war der Fehlerspeicher leer - fahren Sie einfach weiter". Solange man noch Garantie hat, war es (fast) nur Zeitverschwendung, ansonsten fliesst wohl auch etwas Geld.

Ein BMS finde ich grundsätzlich nicht schlecht. Nur über dessen Programmierung gehen die Meinungen auch in Fachkreisen zT sehr stark auseinander. Es ist inzwischen einfach zuviel politisch-ideologischer Schnellschusskram statt technisch, auch soziologisch-psychologisch durchdachte ergonomische Lösungen eingebaut. Der Fahrer wird zur Nebensache und zu sowas wie einem dressierten Geldscheisser-Äffchen, das ständig von Programmteilen erzogen zu werden hat, damit er auch richtig funktionert, so wie man sich das (moralisch / ideologisch / wirtschaftlich) in speziellen Nicht-Fachkreisen vorstellt.

Wirklich: ich liebe meinen D3, er gefällt mir wirklich super, an der Hardware hab ich kaum was zu bemängeln. Aber die Software könnte ich täglich zweimal an die Wand klatschen. Das fängt schon beim Einsteigen an, wenn ich lautstark mit "DUM-DUMMMMM" begrüsst werde, nur um einen Augenblick später (gerade, dass ich auf dem Sitz Platz genommen habe und nach dem Gurt greifen will) im Display zu erfahren, dass er sich jetzt aus Energiespargründen runterfahren wird. Dann hat man ein paar Sekunden Zeit, um auf das Display zu tatschen, erst dann lässt er von seinem Vorhaben ab, sonst würgt er gnadenlos den Radio ab und schaltet das Display aus.

Sowas soll "normal" sein? Sowas soll der Kunde gut / positiv finden? Das ist nicht mal ansatzweise durchdacht. Selbst ein Viertklässler hätte so einen Unfug nicht verbrochen.
 
Wenn der Normalkunde nicht weiss, dass solche Meldungen "normal" sind, ist er selbstverständlich beunruhigt (und das ist tatsächlich "normal"). Letztlich können sie ja auch nicht unterschieden, wann es tatsächlich kurz vor 12 ist und wann nicht. Plötzlich irgendwo auf dem Weg liegenzubleiben ist vielen bereits (aus unterschiedlichen Gründen) mal passiert und durchaus eine grössere Hausnummer, und nicht aus dem Haus zu kommen, den Pannendienst einschalten und das Auto ggf abschleppen lassen zu müssen, ebenfalls.
Mit dieser Angst spielen die Werkstätten leider seit Jahrzehnten. Ich kann mich kaum noch an ein Service erinnern (ausser das Fahrzeug war erst 1 oder 2 Jahre alt), wo mir nicht vorgeschlagen wurde, die Batterie zu wechseln. In einem Fall wurde das sogar ungefragt getan und ich musste darauf bestehen, wieder die alte einzubauen.

richtig. Aber was sagt das über die aus, die solche Massnahmen befürworten und einführen?
Ich befürworte Massnahmen, welche den Energieverbrauch senken (auch wenn es nur wenig ist) und sicher nicht Elektronik, welche zu sensibel ist und dadurch unnötige Fehlalarme produziert.
 
Bei dem ganzen Umweltgedöns wird eh nur Unsinn produziert.
Ein OT-Unsinn: Bei der großen Hitzewelle mit sehr viel Sonne bezahlten wir viel Geld damit uns die EU-Nachbarn den überschüssigen Srom abnahmen. Nach Sonnenuntergang liefen jedoch in D noch so viele Klimageräte daß wir von den Nachbarn jede Menge Strom einkaufen mußten. Da fragt man sich wer da verrückt ist, die oder ich?
 
Fakt ist nunmal daß die Batterie prozentual der häufgste Pannengrund geworden ist.
Richtig, aber nur, weil es nahezu keine andern Pannenfälle mehr gibt:

Zu Beginn der Erfassung (1978) registrierte der ADAC im Schnitt noch über 23 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge und Jahr, heute (2024) sind es weniger als 3 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge.

Das widerlegt auch einmal mehr die hier im Forum immer wieder gemachte Äusserung, dass die Autos wegen der "elektronischen Spielereien" immer anfälliger werden, das Gegenteil ist der Fall.
 
Bei dem ganzen Umweltgedöns wird eh nur Unsinn produziert.
Ein OT-Unsinn: Bei der großen Hitzewelle mit sehr viel Sonne bezahlten wir viel Geld damit uns die EU-Nachbarn den überschüssigen Srom abnahmen. Nach Sonnenuntergang liefen jedoch in D noch so viele Klimageräte daß wir von den Nachbarn jede Menge Strom einkaufen mußten. Da fragt man sich wer da verrückt ist, die oder ich?
Das hat nichts mit Umweltgedöns zu tun, sondern mit den (noch) fehlenden Speichermöglichkeiten.
 
Das widerlegt auch einmal mehr die hier im Forum immer wieder gemachte Äusserung, dass die Autos wegen der "elektronischen Spielereien" immer anfälliger werden, das Gegenteil ist der Fall.
Vom ADAC registrierte Pannen und Ärgernisse im Alltag ( wie Neustart oder Herunterfahren vom MediaNav etc. plus plus, um ein Weiterkommen zu ermöglichen) betrachte ich als nicht vergleichbar.
Tatsache ist, dass Automobile in den 70ern weniger anfällig in der Elektronic waren, einfach weil es keine im Vergleich zu heute gab.
 
Richtig, aber nur, weil es nahezu keine andern Pannenfälle mehr gibt:

Zu Beginn der Erfassung (1978) registrierte der ADAC im Schnitt noch über 23 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge und Jahr, heute (2024) sind es weniger als 3 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge.

Das widerlegt auch einmal mehr die hier im Forum immer wieder gemachte Äusserung, dass die Autos wegen der "elektronischen Spielereien" immer anfälliger werden, das Gegenteil ist der Fall.
das widerlegt gar nichts. Denn die elektronischen Spielereien sind in den meisten Fällen nicht relevant, was das eigentlich Fahren angeht, oder schränken es zumindest nicht allzu sehr ein. Anders gesagt: da ruft man nicht den ADAC und lässt das Fahrzeug abschleppen, sondern fährt selbst in die Werkstatt. Folglich wandert es auch nicht in die Pannenstatistik.

Auch können die Pannenhelfer vorort nur noch wenig sagen, weil sie sonst die Kiste auslesen müssten, und dafür haben sie weder das erforderliche Equipment noch das erforderliche Spezialwissen. Recht viel mehr als die Batterie messen ist da nicht mehr drin, und wenn die Spannung eher am Rande ist, hat man wenigstens etwas, das man eintragen (und dem Kunden sagen) kann. Und ab mit der Karre zur nächsten Werkstatt, Auftrag erfüllt. Klar kriegen die keine Rückmeldung von den Werkstätten, was es dann eigentlich war (falls es überhaupt irgendwas war und nicht nur wieder ein zeitlich begrenzter ungünstiger Softwarezustand mit Variablenkollisionen, der sich später wieder gegeben hat), und somit ist die Pannenstatistik auch mit erheblicher Vorsicht zu geniessen. Nur dass sehr oft ziemlich leere Batterien beteiligt sind, dürfte plausibel sein, und die Ursache dafür kennen wir.

Aber frag mal direkt die Werkstätten, mit welchem Software-Scheiss die sich rumärgern müssen, wieviel Zeit das frisst, wie oft sie einfach gar nichts machen können (ausser weitergeben) und wie wenig sie (als Vertragswerkstätten) dafür bekommen. Frag sie nett, sonst schwillt sofort die Halsschlagader und ihr Puls geht in gesundheitlich bedenkliche Höhen. Das wollen wird doch nicht, sonst haben wir bald gar keine fähigen Autodoktoren mehr.

Es sind sehr wohl zum grossen Teil "die ganzen elektronischen Spielereien" stark an dem Gesamtproblemen neuerer Autos beteiligt, besonders, wenn man bedenkt, dass die im Verbund tätig sind oder sein müssen. Die Elektronik ist um einiges umfangreicher geworden, die Autos haben derzeit zwischen 80 und 120 einzelne Steuergeräte (excl Bordcomputer) und werden mit Sensoren gespickt wie Spanferkel, manche haben 13 (!) Airbags (obwohl es D keine Airbag-Pflicht gibt), andere haben 8-12 Kameras, dazu noch Multimediagedöns ohne Ende, permanente Netzanbindung, und mit vielen kann oder muss man auch noch sprechen, ohne zuverlässig verstanden zu werden.

Gegenüber "früher" ungefähr 2000% mehr Elektronik. 5000% mehr Software, ein paar 100 Kontakte (die meistens etwas schwindsüchtig ausgelegt sind und von denen jeder ein Funktionsrisiko sein kann, das man kaum lokalisiseren kann). Gewaltige Komplexität. Software-Fahrer-SozPäds, physisch übergriffige Software und Technik. Wenig Produktreife, kaum optimiert, reift beim Kunden. Na selbstverständlich gibt das immer wieder Trouble. Je mehr, desto mehr und im immer kürzeren Abständen. Nun: wer viel will, kriegt auch viel. Auch von den Problemen damit.

Manchmal ist weniger einfach mehr.
 
Tatsache ist, dass Automobile in den 70ern weniger anfällig in der Elektronic waren, einfach weil es keine im Vergleich zu heute gab.
Es geht um das Gesamtsystem Auto und das ist sehr viel zuverlässiger geworden.

Ich kann mich noch gut an die Ferienfahrten als Kind erinnern. Da gab es alle paar KM an den Alpenpässen Abstellplätze mit Wasser und Nottelefon und die Plätze waren immer sehr gut belegt mit Autos die überhitzt waren oder sonst nicht mehr weiter kamen. Auf der Reise über die Alpenpässe begegnete man auch immer vielen Autos vom Pannendienst im Einsatz.
Und obwohl mein Vater immer bekannte Deutsche Wertarbeit fuhr und nebst dem Service gemäss Herstellervorgabe sogar noch einen Extra-Service vor längeren Reisen durchführen liess, kamen wir nie ohne eine oder mehrere Pannen in Italien am Meer an.

In der Firma hatten wir vor 40 Jahren noch eine eigene Werkstatt zum Unterhalt der Servicefahrzeuge und die war sehr gut ausgelastet. Und obwohl der Pool der Servicefahrzeuge sowie die Kilometerleistung pro Fahrzeug stark gestiegen sind, hat man von die Betriebswerkstatt vor 20 Jahren geschlossen, weil die Serviceintervalle gestiegen und die Pannen und ausserordentlichen Reparaturen gegen Null gesunken sind, obwohl Aussendienstmitarbeiter bekanntlich nicht schonend mit den Autos umgehen.
 
Manchmal ist weniger einfach mehr.
Die Elektronik ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung hin zu immer zuverlässigeren, sichereren und energiesparenderen Autos. Du kannst es drehen und wenden wie du willst, trotz massivem Zuwachs an Autos und gefahrenen Kilometern nehmen Pannen sowie Unfälle mit Personenschaden kontinuierlich ab. Und trotz der Zunahme an Gewicht weil die Leute immer grössere Panzer fahren wollen, konnte der Spritverbrauch dank moderner Technik gesenkt werden.
 
Die Elektronik ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung hin zu immer zuverlässigeren, sichereren und energiesparenderen Autos.
Sicherer unterschreibe ich ja.
Aber zuverlässiger ? - Sicher nicht.
So oft wie die Autos in die Werkstatt müssen, wegen Fehlermeldungen, das gab es früher nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben