Pro und Contra Dashcam im Dacia

@Joggeri61 Nee, Anzeige ist nicht mein Plan. Wenn nix passiert, fahre ich auch einfach weiter. Mir geht’s um die Fälle, wo doch was draus wird (Auffahrunfall wegen Notbremsung, Ausweichschaden, oder später heißt es „war nie in deiner Spur“). Dann ist Video halt objektiv und spart Stress.
 
Allen die noch am überlegen sind sich eine Dashcam zu kaufen möchte ich die Videos von "DashcamDriversGermany" auf Youtube empfehlen.
Ich habe den Kanal zwar abonniert aber ansonsten rein gar nichts damit zu tun!
Es gibt ja auch einige ähnliche Kanäle auf Youtube.
Ich finde aber im Gegensatz zu manch anderen die ruhigen und sachlichen Kommentare einfach sehr gut,daher meine Empfehlung!
 
Bei einem Auffahrunfall ist in der Regel der auffahrende Fahrer schuld, weil er zu wenig Abstand eingehalten hat um bremsen zu können. Da muss der Fahrer des vorderen Fahrzeuges der Polizei nichts beweisen. Ich war vor Jahren selbst in einen solchen Fall verwickelt.
 
Und was hat jetzt meine Empfehlung mit deinem Unfall zu tun ;):unsure:?
 
@Joggeri61
Das sind zwar "Ringeltauben", aber es hat schon Fälle von getürkten Auffahrunfällen gegeben.
Vor Dir steht ein Fahrzeug das plötzlich rückwärts fährt und in dein Auto knallt.
Das Fahrzeug ist mit 2 Personen besetzt, die beide beschwören du seiest aufgefahren.
Klar kann man das durch akribische Untersuchungen widerlegen, aber wer macht das schon?
Oder beim Wiederanfahren an der grünen Ampel wird plötzlich abrupt gebremst.
Wie gesagt, ist zwar weit hergeholt.
Aber schon passiert.
 
Das ist nicht weit her geholt, es gibt eine Klientel die sich genau darauf spezialisiert haben oder an Auffahrten.
Kiste wird billig repariert und sich das nächste Opfer gesucht dass alleine im Auto sitzt.

Oder was anderes, speziell in Osteuropa werfen sich Leute gezielt aufs Auto.
Es gibt en masse Videos dazu auf YT...
 
Bei einem Auffahrunfall ist in der Regel der auffahrende Fahrer schuld, weil er zu wenig Abstand eingehalten hat um bremsen zu können.
aha, und wenn einer von der linken Spur über drei Spuren nach rechts zieht, in die Eisen geht um sich in die Schlange zum Abfahren zu quetschen und derjenige, dessen Spur gekreuzt und ausgebremst wird semmelt drauf? Nie von gehört, nie gesehen? In deiner heilen Welt will ich auch mal leben...
Ich habe den Eindruck du argumentiert rein aus Prinzip dagegen, weil du irgendwann am Anfang behauptet hast eine Dashcam braucht man nicht.
Es ist eh eine skurrile Diskussion, Pro und Contra Dascam. Es gibt kein Contra, ausser man zieht den Anschaffungspreis heran.
Man muss sich so ein Ding nicht einbauen, das Auto fährt gut ohne. Leider ist die Fahrweise vieler Leute heutzutage aggressiv bis risikobereit, nach dem Motto "die anderen bremsen schon für mich".
Wenn es dann schief geht ist es hilfreich eine Cam zu haben. Und wenn es um Nötigung wie Ausbremsen und Abdrängen ginge würde ich die auch zur Unterstützung einer Anzeige heranziehen. Das einzige was in Deutschland noch fehlt ist die Halterhaftung. Viele Rüpel kommen leider davon, weil nicht bewiesen werden konnte wer gefahren ist.
 
@LOGI

Vermutlich habe ich als Schweizer eine etwas andere Sicht auf die Sache, weil die Verwendung von Dashcams in der Schweiz kaum ein Thema ist.

Das dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das Bundesgericht entschieden hat, dass die Aufnahmen von Dashcams als Beweismittel vor Gericht nur bei sehr schweren Unfällen und Verbrechen zugelassen werden können und selbst dann nicht müssen.
Das Bundesgericht stellt damit den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte über die Aufklärung von Unfällen. Weiter soll eine sogenannte «Hilfs-Sheriff-Mentalität» vermieden werden, da die Polizei für die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs verantwortlich ist.

Und noch dazu:
"aha, und wenn einer von der linken Spur über drei Spuren nach rechts zieht, in die Eisen geht um sich in die Schlange zum Abfahren zu quetschen..."

Sowas erlebe ich allenfalls 2-3x Jahr, aber stets ohne Unfallfolgen, demzufolge hilft hier eine Dashcam auch nichts, ausser man will Sherif spielen. Und selbst wenn es dabei zu einem Unfall kommen würde, hilft die Dashcam zumindest in der Schweiz auch nicht weiter, siehe oben.

Und nein, ich lebe nicht in einer heilen Welt, aber ich bin gegenüber fehlbaren Autofahrern tolerant, weil ich selbst auch nicht fehlbar bin und selbst hin und wieder mal z.B. zum Drängeler werde.

Und doch, es gibt zumindest gemäss Bundesgericht sehr wohl Contras die da wären:
Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, um sich greifende "Sheriff-Mentalität"

Hinzu kommt, dass sich je länger je mehr eine Mentalität ausbreitet, andere Verkehrsteilnehmer und auch jeden andern Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Und gegen eine solche gesellschaftliche Entwicklung wehre ich mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Joggeri61 ,
das Gesetz ist meines Wissens in D nicht anders.
Wenn die Dashcams so eingesetzt werden wie gedacht, wird nur der Aufnahmestreifen von 5 Sec. vor dem Unfall gespeichert bis zum Ende der Kollision. Damit ist auch dem Datenschutzgesetz in D genüge getan. Es sei denn der Fahrer löst den anderen Modus aus (manuell)
Für andere Aufnahmen/Filme kann man auch ein Smartphone einsetzten mi besserer Qualität.
 
@1.8 R4
Ja, aber in Deutschland werden dann im Gegensatz zur Schweiz solche Aufnahmen allenfalls vor Gericht zugelassen, in der Schweiz allerhöchstens bei sehr schweren Unfällen und Verbrechen. Und selbst da kann das Gericht solche Aufnahmen ablehnen. Daher ist der Nutzen einer Dashcam zumindest in der Schweiz sehr beschränkt und umstritten.

Hinzu kommt meine persönliche Abneigung, alles und jenes aufzuzeichnen und zu überwachen und hinter jedem Autofahrer und Mitmensch einen potentiellen Täter zu sehen.
 
Es sollten schnellstens die Datenschutzbestimmungen überholt werden. Dashcam Aufnahmen müssen voll verwertbar sein, denn bessere Zeugen gibt es nicht. Die Widersprüche der menschlichen Zeugen sind nun seit langem bekannt. Meine Dashcam habe ich seit ca. 30 Jahren und macht illegale Daueraufnahmen, aber das ist mir lieber, als die Chinakamera, die ich mal kurz getestet hatte. Diese machte bei jedem Schlagloch ein Beweisfoto und dann eine Pause. Das dumme Gesabbel nebenbei nervte auch. Wie viele Trottel laufen mit dem Handy vor den Augen über die Straßen und machen Daueraufnahmen für Tik Tok oder ähnliche öffentliche Medien. Wie verhält es sich dann mit dem Datenschutz? Irgend etwas stimmt nicht mit den Gesetzen.
 
Es sollten schnellstens die Datenschutzbestimmungen überholt werden. Dashcam Aufnahmen müssen voll verwertbar sein, denn bessere Zeugen gibt es nicht. Die Widersprüche der menschlichen Zeugen sind nun seit langem bekannt.
Letztendlich trägt dann jeder 7x24h eine 360 Grad-Cam mit sich rum und überwacht alles, jenes und jeden, weil er niemandem mehr traut. Wollen wir das wirklich?

Selbst will man über alles die Kontrolle haben aber wehe, wenn der Staat Kameras im Fussballstadion montiert, dann schreit man plötzlich doch wieder nach Datenschutz.
 
@Joggeri61 ,
In D kann das Gericht auf Antrag eines Anwalts es eventuell zulassen. Ist also nicht anders. Ist auch gut so.
Allerdings gebe ich dir Recht mit der gespaltenen Sichtweise des Datenschutzes. Wenn es mir hilft, dann ok. Wenn zum eigenen Nachteil ist, dann "Gesetzverbot". Wieviel Daten sie mit Paypal, Lidl-App... und dem nicht abgeschalteten Smartphon weitergeben ist ihnen egal.
Die private Sphäre sollte gewahrt bleiben.
Wer da hingeht, wo Kameras und Video schon im Eingangsbereich angekündigt werden, kann sich ja selbst mit seinem Handeln entscheiden. Ist aber nur meine Meinung und Entscheidung.
Manchmal suchen auch Behörden nach Aufnahmen, die zu Aufklärung beitragen könnten.
 
@Joggeri61 ,
(.....)
Wenn die Dashcams so eingesetzt werden wie gedacht, wird nur der Aufnahmestreifen von 5 Sec. vor dem Unfall gespeichert bis zum Ende der Kollision. (................)
Hm, habe mal kurz diese angepriesenen YT Kanäle geschaut.
Da sieht es aber oftmals anders aus. Warum wohl?
 
in der Schweiz allerhöchstens bei sehr schweren Unfällen und Verbrechen.
na, da sind wir in D Gott sei Dank weiter als die Schweizer…
Hinzu kommt meine persönliche Abneigung, alles und jenes aufzuzeichnen und zu überwachen
von ständiger Wiederholung wird dein Mantra auch nicht richtiger. Das Argument mit dem Hilfssheriff und andere zu „überwachen“ nennt man Whataboutism.
Hier ist schon mehrfach geschrieben worden, dass weder ich noch andere die Abende damitverbringen, Videos mit Idioten drauf zu schauen, oder ständig Clips an die nächste Polizeidienststelle zu senden. Das wurde auch nicht gut ausgehen.

Ein beliebiges Hochladen solcher Videos auf soziale Netzwerke ohne Anonymisierung der aufgezeichneten Fahrer hätte im übrigen auch in D deutliche Folgen für den Einsender, das ist also komplett aus der Luft gegriffen und völlig Ansatz- und Beleglos.
Du ignorierst das aber geflissentlich, weil du keine wirklich stichhaltigen Argumente hast. Den Datenschutz zu bemühen finde ich ist schon ziemlich aus der Spur.

Ansonsten scheinst du beim Fahren gut zu Dösen. Anders kann ich die Bemerkung, du sähst solche Vorfälle max 1-2 Mal im Jahr, nicht einordnen.
Dashcamvideos gibt es aus aller Welt, auch aus den Vorzeigestaaten Niederlande und ja, auch aus der Schweiz. Der Anteil an Vollidioten und A…löchern ist nämlich relativ gleich verteilt auf der Welt. Und so kann einem überall Ungemach im Strassenverkehr begegnen.
Aber ich bin weit davon dich unbedingt überzeugen zu wollen. Wenn du so wie es ist happy bist, dann sei es weiter, ich gönne es dir von Herzen. Vielleicht zeigt sich deine Relaxtheit im Umgang mit anderen VT, und damit ist ja auch etwas gewonnen.
 
Und wieviel davon ist KI generierter Fake?
Die Videos gibts schon lange, da war KI nicht so verbreitet wie heute. Wenn es die denn überhaupt schon für den Privatmenschen gab!?


Um mal zum Thema ansatzweise zurück zu kommen: ich hatte anfangs ein ausrangiertes Smartphone als Dashcam eingesetzt.
Da gibt es ja einige Apps und heute sicherlich noch mehr. Für den Anfang fand ich das ok und hat mich ja nichts gekostet.

Wer also mal testen möchte oder nichts investieren möchte kann damit vielleicht ja auch leben, immernoch besser als gar keine Aufnahme zu haben...
 
na, da sind wir in D Gott sei Dank weiter als die Schweizer…
Da kann man darüber diskutieren, ob es eher ein Fortschritt oder ein Rückschritt ist.

Ansonsten scheinst du beim Fahren gut zu Dösen. Anders kann ich die Bemerkung, du sähst solche Vorfälle max 1-2 Mal im Jahr, nicht einordnen.
Möglicherweise bin ich einfach nur sehr viel toleranter und sehe es z.B. nicht als bemerkenswerter Vorfall, wenn jemand vor mir reindrängt, rechts überholt oder mit Lichthupe hinten auf der BAB auf wenige Meter auffährt. Für mich ist ein "Vorfall" erst dann ein Vorfall, wenn die Situation so kritisch wird, dass ich sehr aktiv eingreifen muss, um einen Unfall zu vermeiden. Dass ich mit dem Fuss etwas vom Gas gehen muss um z.B. einen Drängler reinzulassen, zähle ich noch nicht dazu.

Anyway, ich möchte niemandem die Dashcam ausreden. Wenn dadurch die Fahrt entspannter und der Schlaf am Abend (nach der Autofahrt) besser ist, dann hat sie ja schon einen Teil des Zwecks erfüllt.

P.S.:
Wie kommst du auf die 1-2x, soviel ich mich erinnere, habe ich irgendwo von 2-3x geschrieben.
 
In diesem Video wird die rechtliche Lage in Deutschland klipp und klar erklärt:
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