@LOGI
Vermutlich habe ich als Schweizer eine etwas andere Sicht auf die Sache, weil die Verwendung von Dashcams in der Schweiz kaum ein Thema ist.
Das dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das Bundesgericht entschieden hat, dass die Aufnahmen von Dashcams als Beweismittel vor Gericht nur bei sehr schweren Unfällen und Verbrechen zugelassen werden können und selbst dann nicht müssen.
Das Bundesgericht stellt damit den Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte über die Aufklärung von Unfällen. Weiter soll eine sogenannte «Hilfs-Sheriff-Mentalität» vermieden werden, da die Polizei für die Sicherheit des öffentlichen Verkehrs verantwortlich ist.
Und noch dazu:
"aha, und wenn einer von der linken Spur über drei Spuren nach rechts zieht, in die Eisen geht um sich in die Schlange zum Abfahren zu quetschen..."
Sowas erlebe ich allenfalls 2-3x Jahr, aber stets ohne Unfallfolgen, demzufolge hilft hier eine Dashcam auch nichts, ausser man will Sherif spielen. Und selbst wenn es dabei zu einem Unfall kommen würde, hilft die Dashcam zumindest in der Schweiz auch nicht weiter, siehe oben.
Und nein, ich lebe nicht in einer heilen Welt, aber ich bin gegenüber fehlbaren Autofahrern tolerant, weil ich selbst auch nicht fehlbar bin und selbst hin und wieder mal z.B. zum Drängeler werde.
Und doch, es gibt zumindest gemäss Bundesgericht sehr wohl Contras die da wären:
Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, um sich greifende "Sheriff-Mentalität"
Hinzu kommt, dass sich je länger je mehr eine Mentalität ausbreitet, andere Verkehrsteilnehmer und auch jeden andern Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Und gegen eine solche gesellschaftliche Entwicklung wehre ich mich.